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Die Hundemeute zieht auf den Einemhofer Polterplatz ein, die traditionelle 45. Einemhofer Schleppjagd wird in Kürze beginnen. Foto: t&w
Die Hundemeute zieht auf den Einemhofer Polterplatz ein, die traditionelle 45. Einemhofer Schleppjagd wird in Kürze beginnen. Foto: t&w

Mit Tempo über Stock und Stein +++ mit Fotogalerie

emi Einemhof. Lautes Kläffen hallt von den Bäumen am Waldrand wider. Reiter und Zuschauer auf dem Einemhofer Polterplatz recken neugierig die Köpfe. Da taucht es auf, ein Knäuel aus braun-weißem Fell und wedelnden Schwänzen, die englischen Foxhounds des Hamburger Schleppjagdvereins sind da. Die 45. Schleppjagd der Einemhofer Reiter wurde am Sonnabendnachmittag zum ersten Mal hinter der Hamburger Meute geritten. Rund zweieinhalb Stunden lang jagten 32 Hunde sowie mehr als 40 Reiter aus der ganzen Region mit ihren Pferden 15 Kilometer über Stock und Stein. Ein Spektakel für die Zuschauer, ein nicht ungefährliches Vergnügen für alle Beteiligten.

Jaulend und kläffend machen die englischen Foxhounds des Hamburger Schleppjagdvereins am Start auf sich aufmerksam. Die Hunde führten am Sonnabend mit ihren Spürnasen den Reiterreigen an. Foto: t&w
Jaulend und kläffend machen die englischen Foxhounds des Hamburger Schleppjagdvereins am Start auf sich aufmerksam. Die Hunde führten am Sonnabend mit ihren Spürnasen den Reiterreigen an. Foto: t&w

Die Schleppjagd imitiert die Jagd nach einem Fuchs. Geschossen wird nicht. Hauptsächlich geht es darum, in rasantem Tempo Hindernisse im freien Gelände zu überwinden. Wie die Schleppjagd genau funktioniert, erklärt der Präsident der Einemhofer Reiter, Olaf Findorff: „Ein Reiter legt eine Fährte, die sogenannte Schleppe, die die Hunde erschnüffeln müssen. Hinter der Meute folgen die erfahrenen Reiter, die mit ihren Pferden über die Hindernisse springen. Im Feld dahinter kommen die Reiter, die nicht springen wollen.“ Das Schlusslicht bildeten am Sonnabend drei ausgebildete Sanitätshelfer sowie zwei Ersthelfer der Johanniter-Reiterstaffel.

„Manchmal stürzen Reiter oder die Pferde verletzen sich“, sagt Martina Leffrang, Leiterin der Staffel. „Unsere Reiter sind deshalb auch in Erster Hilfe am Pferd ausgebildet.“
Gastreiterin Franziska Schlosser aus Hamburg betont: „Man sollte schon sattelfest sein, alle Gangarten reiten können und Springerfahrung haben.“ Unter diesen Voraussetzungen sei das Jagdreiten „einfach eine tolle Verbindung aus Sport in der Natur und der Zusammenarbeit mit Hunden“. Diesmal ging ohnehin alles gut.