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Trotz des angekündigten Blitzermarathons fahren zahlreiche Autofahrer zu schnell und müssen Verwarnungen oder Ordnungsstrafen zahlen. Foto: be
Trotz des angekündigten Blitzermarathons fahren zahlreiche Autofahrer zu schnell und müssen Verwarnungen oder Ordnungsstrafen zahlen. Foto: be

Heute blitzt es fast überall im Land

lz Lüneburg. Achtung Autofahrer: 24 Stunden dauert der Blitzermarathon der Polizei. Die Aktion startete heute, Donnerstag, um 6 Uhr zeitgleich in allen Bundesländern. Auch in der Region werden sich lageangepasst Polizei und Kommunen an dieser Verkehrssicherheitsaktion beteiligen.

„Überhöhte Geschwindigkeit ist weiterhin die Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr“, sagt Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. „Zu vergessen ist dabei auch nicht, dass die Schule in Niedersachsen gerade wieder begonnen hat und am Wochenende die ABC-Schützen eingeschult werden. Das ist ein Grund mehr, verstärkt auf den Tacho zu achten.“

Der Minister weist erneut darauf hin, dass die Aktion nichts mit Abzocke zu tun hat: „Uns interessiert nicht die Summe der Verwarn- und Bußgelder“, so Pistorius „wir wollen auch langfristig weniger Unfälle durch hohe Geschwindigkeit auf unseren Straßen, um nichts anderes geht es.“ Niedersachsen verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme von 38 im Straßenverkehr tödlich verunglückten Menschen, insgesamt 201 Verkehrstote. Zu hohes Tempo war dabei der Hauptgrund.

Rund 770 Polizisten werden in Niedersachsen beim kommenden Blitzmarathon an 499 Messstellen die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten überwachen. Im letzten Jahr sind rund zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Todesopfern auf den Land-, Bundes und Kreisstraßen, also außerhalb von Städten und Ortschaften passiert. Deshalb werden die Messorte auch hauptsächlich in diesen Bereichen liegen, aber natürlich werden wegen des Schulanfangs auch Blitzer in der Nähe von Schulen stehen.

Geplante Messorte in der Region befinden sich unter anderem hier:
– 4/B 209, Ostumgehung Lüneburg
– B4, Uelzen, Tätendorf- Eppensen-Jelmstorf
– B191, Dannenberg – Dömitz
– B195, Amt Neuhaus
– B209, Embsen – Amelinghausen
– B216, Dannenberg – Göhrde
– B216, Lüneburg – Oldendorf/Göhrde
– B493, Lüchow – Gartow
– B71, Uelzen – Suhlendorf
– L221, Bleckede – Lüneburg
– L270, Uelzen – Bad Bodenteich
– Lüneburg, Konrad-Adenauer-Straße

6 Kommentare

  1. Interessant wäre eigentlich mal eine Zahl zu schweren Unfällen, die durch FahrerInnen verursacht wurden, die während der Fahrt intensiv ihr „Wischtelefon“ will sagen Smartfone betreuen mussten. Hier wäre eine intensive Kontrolle durchaus auch angebracht.

    • Man wundert sich oft über die Fahrweise des Wagens vor einem. Er fährt manchmal viel zu langsam, schlängelt hin und her, ist ganz offensichtlich als Abbieger an einer Kreuzung noch bei „rot“ über die Ampel gefahren und was sieht man dann? Ein Handy am Ohr. An einem zarten Frauenohr? Nein! An einem behaarten Männerohr! Ein sehr guter Beobachtungspunkt ist dafür die Kreuzung Aral-Tankstelle / Mc Donalds / Kaufland Richtung Bardowick. Ist schon lustig. Da erlebt man es ständig. Mit dem Handy am Ohr um die Kurve. Aber eben meistens Männer. Kurierfahrer (Sprinter) auf den vorderen Plätzen. Dicht gefolgt von Fahrern richtig teurer Autos. BMW 5-er, große SUV’s und dergleichen. Da frage ich mich immer, ob bei diesen teuren Autos kein Geld mehr für eine Freisprechanlage über war oder die Bank die nicht mehr finanzieren wollte. Das ist schon lustig zu beobachten.

      Nun gut. Ich sehe auch manchmal Frauen im Auto mit dem Handy am Ohr. Aber die telefonieren doch grundsätzlich gerne und lange. Warum sollten sie dann ein vielleicht gerade vor Aufbruch begonnenes Gespräch abbrechen wenn man es im Auto fortführen kann. Ohnehin haben sie meist eine andere Lebenseinstellung – aber mögen wir sie nicht trotzdem oder gerade deswegen? Und die Moral von der Geschicht: Fixiere dich auf telefonierende Frauen nicht.

      • Man möge mir mal auf die Srpünge helfen, wo ist denn ein Kommentar zu finden zu dem Ihr letzter Satz passt? “
        Fixiere dich auf telefonierende Frauen nicht.“
        Statt FahrerInnen kann man (politisch korrekt?) auch Fahrerinnen und Fahrer sagen.

        An der beschriebenen Kreuzug mag die Beobachtung der telefonierenden Männer in Sprintern wohl zutreffen, da in der Goseburg ein großer Paket-Kurrierdient zu finden ist und die Fahrer ab und an von ihren Disponenten kontaktet werden. In diesem Knochenjob sind bei den Paketzustelldiensten (egal welcher) leider kaum Frauen zu finden.

  2. Dieser Blitzmarathon ist für mich eine PR-Aktion. Trotz der Ankündigung und Listen von Kontrollpunkten im Internet habe ich aber dennoch gerade Heute genügend Raser auf der Ostumgehung erlebt. Leider stand zu der Zeit aber kein Aktionsblitzer an der Strecke. Nur wo stationäre Geräte stehen, die bekannt sind, wird vorher extrem abgebremst (Schiss haben sie doch, aber keinen Charakter) und danach wieder richtig Gas gegeben.

    Ich erlebe es täglich und manchmal fühlt man sich als Autofahrer, der sich an vorgeschriebene Geschwindigkeiten hält durch die Drängelei von „Rasern“ fast wie ein Aussätziger. Schade nur, dass sie viel zu selten erwischt werden. Aber die Polizei kann sich nicht nur um diese Thematik kümmern.

    Der Vorwurf einer Abzocke ist jedoch nicht ganz vom Tisch zu wischen. Nicht bezogen auf die polizeilichen Kontrollen, aber der Radarwagen des Landkreises steht meist wirklich nicht an Unfallschwerpunkten, sondern dort, wo der höchste Ertrag zu erwarten ist. Das ist dann doch Abzocke.

  3. Hallo Mitbürger Jürgen und Oscar!

    Habt Ihr gelesen, was die Statistiker der EU herausgefunden haben? Fleisch und Brot sind bei uns im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viel zu teuer! Echt billig zu haben sind in Deutschland nur Milchprodukte, Eier und Alkohol. Und was bedeutet das für uns arme deutsche Schlucker? Dass wir in Zukunft von Brandy Flip leben müssen (viel Brandy, 1 ganzes Ei und Sahne nach gusto).

    Etwas Zucker und eine Prise Muskatnuss sollten allerdings noch drin sein für „Opel“ und „Jürgen Klopp“. Mit dieser hinlänglich bekannten Kombination aus Kühlermarke und Dreitagebartvisage, fühlen wir uns ehrlich gesagt nicht gerade unterversorgt. Und nun kommt Frau Müller, Ex-Henkel- und Schwarzkopfshampoo-Managerin, als neue Vorstandsmitgliedin der Adam Opel AG, Ressort Marketing, und beschenkt uns via Bild.de mit Hammersätzen wie „Bei Opel muss der Blitz wieder blitzen“. Und dass sie dafür „ein Feuerwerk an Marketing-Maßnahmen realisieren und die ganze Klaviatur der Instrumente spielen“ werde. Wow. Und wie beschreibt Tina Müller diese phantastische neue Werbesymphonie, diesen ihren Geistesblitz in einem kurzen Pitch? – „Wir brauchen mehr Jürgen Klopp!“

    Also Köm runterkloppen und rinjürgeln ins Blitzgewitter! Aber aufgepasst: Steht hinter dem Blitzgerät eine Mauer, blitzt es vielleicht noch kurz, doch dann wird’s richtig dunkel.

    Heute ist zwar der Tag nach dem bundesweiten Blitzmarathon, aber auch heute wird Ihr Tempo kontrolliert. Was viele nicht wissen: 14.700 Polizisten stehen seit gestern bereit, Geschwindigkeitsübertretungen auch im Internet gnadenlos zu ahnden. Viele Blitzerstandorte sind allerdings bekannt. Vermeiden Sie gewagte Überholvorgänge auf der Klickstrecke „100 Fashion-No-Gos für Berufsanfänger“ bei Sueddeutsche.de. Überfliegen Sie nicht zu hastig Ulf Poschardts epochalen Essay „Wahrer Liberalismus braucht Träume – von Geld und schnellen Autos“ bei „Welt online“. Spulen Sie Youporn-Videos nicht bis zum Cumshot vor. Und rasen Sie keinesfalls auf der Suche nach einer Pointe an das Ende dieses Text— BLITZ! ZU SPÄT!! Das macht 80 Euro und einen Monat Surfverbot, bitteschön.