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In Rekordzeit ist die neue Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Lauenburg fertiggestellt worden. Gestern Nachmittag rollten die ersten Fahrzeuge über das 16 Millionen Euro teure Bauwerk, fast zwei Jahre früher als geplant. Foto. tja
In Rekordzeit ist die neue Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Lauenburg fertiggestellt worden. Gestern Nachmittag rollten die ersten Fahrzeuge über das 16 Millionen Euro teure Bauwerk, fast zwei Jahre früher als geplant. Foto. tja

Neue Kanalbrücke fertiggestellt

tja Lauenburg. Um Punkt 13.34 Uhr rollten gestern Nachmittag, 9. Oktober, die ersten Fahrzeuge über die neue Brücke im Zuge der Bundesstraße 5 über den Elbe-Lübeck-Kanal. Kurz vorher hatte Bettina Kalytta, die Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), gemeinsam mit Thomas Dreißig von der Baufirma Wayss & Freytag sowie den WSA-Bauleitern Stefan Lühr und Uwe Diercks, ein symbolisch schwarz-rot-goldenes Band zerschnitten und die Straßenbrücke für den Verkehr freigegeben. In Rekordzeit wurde das 16-Millionen-Euro-Projekt realisiert.

„Es hat alles wunderbar geklappt“, freute sich Bettina Kalytta über den Bauverlauf und lobte die gute Zusammenarbeit der Bauleiter des WSA mit den Arbeitern von Wayss & Freytag. Am 1. März 2012 hatten die Bauarbeiten begonnen, seit dem 17. April 2013 rollte der Verkehr über die Behelfsbrücke. „Voraussichtlich im Mai 2015 werden wir das Gelände besenrein haben“, sagte Lühr gestern. Denn: Vorher muss die Behelfsbrücke weg, außerdem müssen Tausende Kubikmeter Boden abgefahren werden, die für den Anschlussdamm für die Behelfsbrücke benötigt worden waren.

„Das Bauen hat hier richtig Spaß gemacht, so sollte es immer sein. Es war gut geplant und vorbereitet, wir konnten voll durchstarten“, erklärte Dreißig. Wayss & Freytag hatte mit seinem Baukonzept den Zuschlag im Rahmen einer internationalen Ausschreibung erhalten und durch einige Änderungen den ursprünglichen Zeitrahmen, der von einer Bauzeit bis zum Spätsommer 2016 ausgegangen war, massiv verkürzt. Dazu sagt Bauleiter Stefan Lühr: „Wir sind hoch zufrieden, wie das hier abgelaufen ist.“

Im November soll mit Hilfe eines 1000-Tonnen-Krans die Behelfsbrücke zurückgebaut werden, danach wird auch der Anschluss an die Bundesstraße 209 in den Endzustand gebracht. Sobald der Erdbau am Ostufer des Kanals abgeschlossen ist, soll auch die neue Zufahrt zur Palmschleuse angelegt werden.

Pro Tag rollen rund 20000 Fahrzeuge über die Brücke. „Der Schwerlastanteil ist enorm, beinahe jedes fünfte Fahrzeug ist ein Lastwagen“, berichtet Uwe Diercks. Die neue Straßenbrücke über den Elbe-Lübeck-Kanal war notwendig geworden, weil das vorhandene Bauwerk eine genietete Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1939 den zunehmenden Verkehrsbelastungen im Laufe der Jahre immer weniger gewachsen war.

Die Verkehrsfreigabe am Donnerstagnachmittag lief reibungslos. Techniker hatten die neuen Ampeln bereits vorbereitet, nachdem das symbolische Band durchtrennt war, mussten die Lichtzeichenanlagen nur noch eingeschaltet werden. Absperrbaken, Pylonen und Sperrgitter lenkten die Autofahrer dann in die richtige Richtung. „Die Brücke ist toll geworden, die Neugier hat mich hierher getrieben“, sagte Helmut Goden. Uwe Harloff pflichtete ihm bei: „Die Farbgebung sieht richtig toll aus“, sagte er. Das Grün der Stahlbögen und das Rot des Mauerwerks passen zu den Farben der Schleuse.