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Andrea Schmidt (l.) und Anne-Kathrin Zimmermann freuen sich auf viele Besucher. Am Sonntag starten in Bleckede die erstenNordischen Gastvögeltage im Biosphaerium.
Andrea Schmidt (l.) und Anne-Kathrin Zimmermann freuen sich auf viele Besucher. Am Sonntag starten in Bleckede die erstenNordischen Gastvögeltage im Biosphaerium.

Geflügelte Fremde in der Elbtalaue

cw Bleckede. Der Herbst ist die Zeit der Vogelschwärme: In riesigen V-Formationen ziehen sie gen Süden, um dem kälter werdenden norddeutschen Wetter zu entfliehen. Doch während die einen gehen, kommen die anderen: Im Winterhalbjahr landen die Nordischen Gastvögel in der Elbtalaue. Viele unterschiedliche Arten von Schwänen, Gänsen und Enten, die aber ausschließlich im Herbst und Winter in der Elbtalaue zu sehen sind.

Das Biosphaerium lädt deshalb ab Sonntag, 19. Oktober, das erste Mal zu der dreiwöchigen Veranstaltungsreihe „Nordische Gastvögeltage“ ein. Dabei geht es zum einen darum, die geflügelten Fremden näher kennenzulernen. Zum anderen soll deutlich werden, dass auch das Winterhalbjahr in der Region einiges zu bieten hat.

Insgesamt gibt es 15 verschiedene Veranstaltungen in Kooperation mit regionalen Anbietern. „Da ist für jeden etwas dabei“, sagt Andrea Schmidt vom Biosphaerium. „Sowohl für Senioren als auch für Kinder und Familien.“ Vom Gänsebüfett über die Kanuexkursion zu den Seeadlern bis hin zur Kinderferienaktion „Ganz viel Gans“.

Passend zum Thema wird am Sonntag, 26. Oktober, um 15 Uhr eine Sonderausstellung präsentiert, die sich mit den Gastvögeln, deren Herkunft und Lebensweise befasst. Konzipiert wird sie von Anne-Kathrin Zimmermann aus Osnabrück, die derzeit im Rahmen ihres Studiums der Landschaftsentwicklung ein dreimonatiges Praktikum im Biosphaerium absolviert. Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. März, danach soll sie auf Wanderschaft gehen. „Wünschenswert wäre, wenn sie sowohl entlang der Elbtalaue als auch außerhalb gezeigt wird, um auf diese Gastvögel aufmerksam zu machen“, hofft Andrea Schmidt.

Die Gäste kommen aus dem nördlichen Russland. Dazu gehören unter anderem Bläss-, Weißwangen- und Saatgänse oder auch Zwerg- und Singschwäne. Wie lange die Gäste in Norddeutschland bleiben, hängt immer vom Wetter ab. „Es kann das ganze Winterhalbjahr lang sein, es kann aber auch sein, dass sie weiter ziehen“, erklärt Andrea Schmidt. „Wenn es sehr kalt wird, ziehen sie sogar bis in die Benelux-Staaten.“

Die Idee zu den „Nordischen Gastvögeltagen“ entstand auch aus den vielfältigen Angeboten des Naturkalenders ein Veranstaltungskalender, den das Biosphaerium online anbietet. „Wir haben rund 360 Termine und zwar das ganze Jahr über“, so Andrea Schmidt. „Da ergibt es sich quasi von selbst, das Ganze unter ein Dach zu holen und zu ergänzen.“

Wenn die Veranstaltung gut angenommen wird, soll sie zu einem festen Programmpunkt im Biosphaerium werden. Schmidt: „Ich denke, das ist eine schöne Sache und wir hoffen, dass sich viele Besucher dafür interessieren.“ Die ausführlichen Termine finden sich unter www.naturkalender-elbtalaue.de.