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Die Eisbrecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg werden zurzeit auf der Hitzler-Werft gewartet. Normalerweise liegt die Eisbrecherflotte in Geesthacht vor Anker. Foto: tja
Die Eisbrecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg werden zurzeit auf der Hitzler-Werft gewartet. Normalerweise liegt die Eisbrecherflotte in Geesthacht vor Anker. Foto: tja

Experten brechen das Eis

tja Lauenburg. Hamburgs Hafenbehörde, die Hamburg Port Authority (HPA), hat bei der Lauenburger Hitzler-Werft den Bau von zwei Eisbrechern in Auftrag gegeben. Zusätzlich gibt es eine Option, dass zwei weitere Eisbrecher gebaut werden. Schon im September 2015 sollen die beiden ersten Spezialschiffe an die HPA ausgeliefert werden.

Die Hitzler-Werft hatte die internationale Ausschreibung zur Konstruktion und zum Bau der Eisbrecher gewonnen. „Wir haben uns durch unsere Erfahrungen in dem Bereich durchaus einen Namen gemacht“, sagt Werner Büker, Prokurist bei Hitzler. Hintergrund: Die Werft hat in den vergangenen Jahren mehrere neue Eisbrecher gebaut, die auf der Elbe und der Oder im Einsatz sind. „Die Eisbrecher für die HPA werden komplett neu konstruiert, denn im Hamburger Hafen herrschen durch den Einfluss der Nordsee ganz andere Rahmenbedingungen als auf der Oberelbe oder den Kanälen“, berichtet Büker. So waren bisher für die Flachwasserbereiche am Ufer spezielle Bauweisen gefragt, jetzt ist ein hoher Tiefgang nötig, um bei hohen Wellen Stabilität zu gewährleisten.

2,20 Meter wird der Tiefgang der HPA-Eisbrecher, die 18 Meter lang und sechs Meter breit werden, maximal betragen. „Bei so einem neuen Auftrag ist es immer wichtig, die Philosophie des Auftraggebers genau zu verstehen“, erklärt Büker. So sollen die Spezialschiffe nicht nur als Eisbrecher zum Einsatz kommen, sondern auch die Schuten, mit denen der Hafenschlick umgeschlagen wird, schieben. Zwei Mann gehören zur Besatzung der Schiffe, die von 588 Kilowatt starken MAN-Motoren angetrieben werden.

„Im Januar kommen die ersten Bauteile, dann erfolgt die Kiellegung und im September wollen wir die beiden ersten Eisbrecher abliefern“, sagt Büker. Derweil werden die Eisbrecher, die das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Geesthacht stationiert hat, auf der Werft gewartet. „Das WSA Lauenburg hat dafür ein gutes Management, die Schiffe werden regelmäßig vor der Saison gewartet und es fallen dadurch immer nur kleine Reparaturen an“, sagt Büker.