Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Halloween steht vor der Tür - am Abend des 31. Oktober wird es an vielen Orten Lüneburgs wieder schaurig zugehen. Aber: was hat es mit dem Spektakel eigentlich auf sich? Foto: A./t&w
Halloween steht vor der Tür - am Abend des 31. Oktober wird es an vielen Orten Lüneburgs wieder schaurig zugehen. Aber: was hat es mit dem Spektakel eigentlich auf sich? Foto: A./t&w

Heute spukt es +++ Mit Infos zu Halloween in Lüneburg und DIY-Tipps

Ein Blick in die Supermarktregale und Schaufenster der Warenhäuser verrät es: Fratzenkürbisse, Fledermäuse und Co. tummeln sich zu Hauf, Halloween steht vor der Tür. Am 31. Oktober wird es mit Einbruch der Dunkelheit wieder schauderhafte Wesen aus ihren Verstecken ziehen. Sie alle verbindet ein Ziel: Im Diesseits gemeinsam ausgelassen feiern.fleder

Für die Halloween-Party wird tief in die Trickkiste, nicht selten auch in die Geldbörse gegriffen. Gruseln und schocken soll es auf der ganzen Bahn, dafür hält der Handel allerlei Absonderliches vom Gummigehirn über das Vampirgebiss aus Plastik bis hin zum Kunstblut parat. Leuten, die es individueller mögen, oder lieber sparen, erweist sich das Internet als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Bei der Suche unter dem Stichwort „Halloween“ tun sich neben den gewerblichen Anbietern, die sich auf den Vertrieb des üblichen Karneval-Brimboriums spezialisiert haben, immer mehr private Ideen-Schmieden in Form von Blogs auf: Längst steht Halloween im Zeichen von DIY? ( engl. für Do it yourself, also „Mach es selbst, anstatt es zu kaufen, sei kreativ“)

Im Netz wimmelt es nur so von sogenannten Tutorials: Video-Anleitungen, in denen kreative Köpfe Schritt für Schritt einen Schaffensprozess dokumentieren und den Nutzer damit zum Nachmachen bewegen wollen. In diesem Fall: das perfekte Grusel-Make-Up, ein ekelerregender Party-Imbiss, das Schnitzen eines Halloween-Kürbis – und, und, und.

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Auch wir haben einmal ein paar kreative Ideen im Video-Format zusammen getragen, selbst Rezepte ausprobiert und musikalische Anregungen für die private Party gesammelt. Auf einer digitalen Landkarte lassen sich darüber hinaus Veranstaltungen für Groß und Klein in Lüneburg finden – dem Halloween-Vergnügen sollte damit nichts mehr im Wege stehen. Während sich der eine vor dem heimischen Spiegel aber bereits am Grusel-Make-Up probiert, stellt sich der andere möglicherweise noch zwei entscheidende Fragen: Hallo-was? Und vor allem: warum?
Die folgende Infobox hält darum die wichtigsten Hintergrundinformation zum Thema Halloween bereit.

Was bedeutet Halloween?
Das Wort leitet sich von dem englischen Begriff All Hallows Eve ab. Er bezieht sich auf den Abend vor Allerheiligen, dem christlichen, römisch-katholischen Fest, das jährlich am 1. November gefeiert und an dem aller Heiligen gedacht wird sowie auf den am 2. November folgenden Festtag Allerseelen, dem Gedenktag für alle Verstorbenen.

Warum feiert man Halloween?
Die Wurzeln Halloweens liegen im katholischen Irland. Lange galt in der Forschung das keltische Samhain-Fest als Grundlage – der Tag, an dem sich die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits kurzzeitig auflöst, Menschen und Tote damit aufeinander treffen. Dieser Gedanke ist heute aber nicht unumstritten. Sicher ist dagegen, dass es in Irland schon im ausklingenden Mittelalter üblich war, das Totengedenkfest Anfang November verkleidet und mit Paraden zu feiern. Irische Einwanderer brachten das Brauchtum im 19. Jahrhundert mit in die USA, wo es sich zu einem der bedeutendsten, alljährlichen Ereignisse entwickelte. In den 90er Jahren kehrte der Halloween-Brauch nach Europa zurück. Die christlichen Wurzeln dieses Festtags sind inzwischen jedoch weitestgehend verdrängt, im Mittelpunkt der kommerzialisierten Form steht heutzutage der Anlass zum ausgelassenen Feiern. Übrigens: Die evangelisch-lutherische Kirche feiert am 31. Oktober mit dem Reformationstag seit fast 500 Jahren das Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther. Den Glauben an Hexen oder den Teufel hatte der Mönch und Theologieprofessor, der 1517 bekanntlich mit 95 Thesen zu Sünde und Erlösung die Spaltung der Kirche in Protestanten und Katholiken einleitete, bereits überwunden.

Wozu die Verkleidung?
Wie auch beim Ursprung der hierzulande beliebten Karnevalsveranstaltungen, liegt die eigentliche Idee der Verkleidung darin, das Böse abzuschrecken, es zu verjagen. Dass die Kostüme heutzutage vorwiegend Bezug zum Morbiden haben und wenig bis gar keinen Platz für Niedliches lassen, ist eine Entwicklung, die sich etwa seit der Mitte des 20. Jahrhunderts stärker ausprägt.

Was hat es mit den Kürbisfratzen auf sich?
Einer irischen Sage nach habe es der Schurke Jack Oldfield zu stande gebracht, den Teufel höchstpersönlich auszutricksen und ihm das Versprechen zu entlocken, dass er nach seinem Tode nicht in die Hölle müsse. Als sein Todestag tatsächlich gekommen war, ließ man ihn weder durch die Himmelspforte, noch in die Hölle ein. Aus Mitleid soll der Teufel Jack Oldfield eine hohle Rübe und eine glühendes Stück Kohle gegeben haben, damit er sich eine Laterne machen kann, die ihm den Weg aus der Dunkelheit ins Fegefeuer leuchtet. Anstelle der Rübe trat in den USA der Kürbis, man ritzte eine Fratze, die an den Schurken Oldfield erinnern sollte und stellte eine Kerze hinein – die sogenannte Jack O‘ Lantern (Jack O. Laterne) war entstanden. Dem Brauchtum entsprechend stellte man sie als Abwehrmaßnahme gegenüber allem Bösen rund um sein Haus herum auf.

Ob Sie nun eine Halloween-Party suchen oder einen entsprechenden Basteltreff für Kinder – die Landkarte zeigt Ihnen Veranstaltungen in Lüneburg, die sich dem Gruselthema in der laufenden Woche verschrieben haben. Dafür einfach auf eines der Symbole klicken – schon öffnet sich ein Info-Fenster.

Internet-Blogger geben DIY-Tipps

Allen Damen, die mit ihrem Halloween-Kostüm in diesem Jahr zwischen Hexen, gefallenen Engeln und Vampirinnen herausstechen möchten, zeigt die Internet-Bloggerin Herzgewitter auf Youtube den passenden Tipp. Mit ihrem Schmink-Tutorial bedient sie sich übrigens an der mexikanischen Tradition, das Totenfest zu begehen. Dort feiert man am 31. Oktober mit dem Día de los Muertos – dem Tag der Toten – ein farbenfrohes Volksfest, da die Seelen der verstorbenen Familienmitglieder für diesen Abend wieder zurückkehren sollen.

Bastian ist der selbsternannte Wohnprinz, er hat sich auf Youtube einen entsprechenden Kanal geschaffen, auf dem er in regelmäßigen Abständen Tutorials mit kreativen Einrichtungs-Tipps hochlädt. In diesem Fall hat er einige Ideen für die Halloween-Dekoration im Gepäck.

Raffinierte Halloween-Snacks zum Selbermachen

DSC_0906 Für alle, die sich auch mit etwas weniger Aufwand zufrieden geben, aber sich an einem kleinen Hingucker auf dem Buffet erfreuen, haben wir die eine oder andere kleine Snack-Idee parat. Wie wäre es zum Beispiel damit, althergebrachte und bewährte Party-Leckerbissen wie den Käsespieß unter dem Halloween-Motto ein wenig abzuwandeln? Für diese kleinen Hexenbesen benötigt man eine Viertelscheibe Käse (z.B. Gouda), eine Salzstange und entweder etwas Geschenkband wie auf dem Bild, oder aber Schnittlauch. Den Käse mit einem Messer etwa ab der Mitte der Scheibe von oben nach unten einschneiden. Anschließend die Scheibe um das Ende der Salzstange wickeln, verknoten, fertig. Tipp: Mit Geschenkband hält es besser, mit Schnittlauch ist der ganze Besen essbar. (Gesehen bei Lisa Tinanyi auf mein-feenstaub.blogspot.de)

DSC_0866Ebenfalls simpel aber ein Hingucker und selbst für Arachnophobiker geeignet, sind diese kleinen Krabbler. Man benötigt dafür Doppelkekse, Lakritzschnecken, Schokolinsen und etwas Zuckerguss. Eine Lakritzschnecke aufrollen und in etwa 2-3 cm lange Stücke schneiden – dies werden die Beine. Jeweils drei davon links und rechts zwischen die Keksscheiben schieben, bei Bedarf mit dem Zuckerguss fixieren. Zum Schluss zwei gleichfarbige Linsen als Augen mit Zuckerguss auf der Oberseite platzieren – fertig.
Übrigens: Die Spinnen funktionieren ebenso, wenn man sie aus Hackfleisch zubereitet. Dann aber Salzstangen als Beinchen verwenden und Ketchup- oder Senfkleckse für die Augen.

DSC_0955Besonders einfach herzustellen sind die Bananengeister und Mandarinen in Miniaturkürbis-Optik. Alles, was man dafür benötigt, sind Bananen, Mandarinen, Schokotropfen und etwas Grünes, das als Stängel für den Mini-Kürbis herhalten kann. Dies funktioniert zum Beispiel mit dem Ende einer Gewürzgurke oder einem Stück Sellerie. Die Bananen halbieren, drei Schokotropfen als Gesicht jeweils am spitzen Ende eindrücken, fertig. Die Mandarinen pellen und den Stängel drapieren. (Gesehen auf mykikabu.blogspot.de)

Gruseln erwünscht: 10 Tipps für den Plattenteller

Eine Halloween-Party steht und fällt nicht zuletzt auch mit der Liederauswahl – was nützt die beste schauerliche Dekoration, das gruseligste Kostüm, wenn die Musik buchstäblich am Thema vorbei spielt? Wir haben darum ein paar Songs zusammengetragen, die ihr bestes zur Grusel-Athmosphäre beitragen und darum auf keinen Fall in der Halloween-Playliste fehlen dürfen.

1. Screamin‘ J. Hawkins – I put a Spell on you
2. Cindy und Bert – Der Hund von Baskerville
3. Helloween – I want out
4. Bobby Picket & The Crypts – Monster Mash
5. Ray Parker jr. – Ghostbusters
6. Black Sabbath – Children of Doom
7. Michael Jackson – Thriller
8. Die Ärzte – Monsterparty
9. The Ramones – Pet Sematary
10. The Rocky Horror Show – Time Warp