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Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke hat eine Schuldenuhr am Rathaus anbringen lassen. Den Schuldenstand niedersächsischer Kommunen und viele weitere Daten kann man seit Kurzem auf einem Portal im Internet vergleichen. Foto: t&w
Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke hat eine Schuldenuhr am Rathaus anbringen lassen. Den Schuldenstand niedersächsischer Kommunen und viele weitere Daten kann man seit Kurzem auf einem Portal im Internet vergleichen. Foto: t&w

Schulden auf einen Blick

emi Lüneburg/Bienenbüttel. Im Fenster an der Giebelseite des Rathauses Bienenbüttel zeigt jetzt ein Monitor den Schuldenstand der Gemeinde an rund 9,1 Millionen Euro beträgt der aktuell. „Ziel der Schuldenuhr ist es, bei Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei Entscheidungsträgern ein dauerhaftes Bewusstsein für eine generationengerechte Politik zu schaffen“, erklärt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Welche Wertpapierschulden und Kredite der Gemeinden in ganz Niedersachsen auf den Schultern ihrer Einwohner lasten, ist ab sofort im Internet vergleichbar.

Bürger, Kommunen, Unternehmen, Behörden und Planungsverantwortliche können seit Kurzem unter der Adresse www.regionalmonitoring.niedersachsen.de Daten aus den Themenfeldern Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung, Soziales, Bildung sowie öffentliche Finanzen abrufen. Bisher waren die Zahlen und Fakten des Landesamtes für Statistik nur gedruckt oder statisch als Regionalreports erhältlich. Jetzt sind sie sowohl als interaktive Karten als auch in Tabellen online einsehbar.

Ein Blick in das Fenster an der Giebelseite des Bienebüttler Rathauses verrät den aktuellen Schuldenstand der Gemeinde. Foto: t&w
Ein Blick in das Fenster an der Giebelseite des Bienebüttler Rathauses verrät den aktuellen Schuldenstand der Gemeinde. Foto: t&w

Wie viele Menschen leben in meinem Landkreis? Wie alt sind sie? Wie sieht es mit der Kinderbetreuung aus? Diese und weitere Fragen beantwortet das Statistik-Portal. So lassen sich auch über Einwohner-Bewegungen im Kreis Lüneburg Schlüsse ziehen.

Eine beschriftete Karte zeigt an, dass im Jahr 2012 die meisten Menschen kreisweit in die Stadt Lüneburg gezogen sind: 85,4 Zuzüge je 1000 Einwohner weist die Darstellung aus. Auf Platz 2 liegt Adendorf mit 78,6, auch Bardowick (74,6), Ostheide (74,0) und Gellersen (71,3) durften viele Neubürger begrüßen. Im Vergleich mit den Einheits- und Samtgemeinden im Kreis Uelzen stand der Kreis Lüneburg bei den Zuzügen gut da, einzig Amt Neuhaus (42,7) bildet einen Ausreißer.

Nimmt man die Fortzüge im selben Jahr hinzu, ändert sich das Bild. Lüneburg hatte demnach 2012 nicht nur die meisten Zuzüge, sondern mit 77,4 je 1000 Einwohner auch die meisten Fortzüge im Kreis, dahinter liegen Dahlenburg (72,0), Gellersen (66,5) und Ostheide (63,8).

Die kreisweit meisten Zuzüge in Relation zu den Fortzügen hatte Adendorf (17,9) die Kommune ist damit Spitzenreiter beim Wanderungssaldo 2012. Dahinter folgen Bardowick (14,6), Ostheide (10,2) und Lüneburg (8,0). Gellersen (4,8) und Ilmenau (5,5) fallen im kreisweiten Vergleich ab, den schlechtesten und einzig negativen Wert im Kreis weist Dahlenburg (-11,0) auf. Der Niedersachsenwert beträgt laut Regionalmonitoring 24,5.

Wer wissen will, wie hoch der Ausländeranteil in den Einheits- und Samtgemeinden an der Gesamtbevölkerung ist, wird auf dem Statistik-Portal ebenfalls fündig. Den höchsten Prozentsatz im Kreis wies im Jahr 2011 Dahlenburg auf (9,5), gefolgt von Lüneburg (8,0) und Adendorf (4,6). Die wenigsten Ausländer im Kreis lebten zu der Zeit in Amt Neuhaus (1,8). Niedersachsenweit lag der Wert 2011 bei 6,9.

Das Online-Regionalmonitoring zeigt zurzeit die größte Zahl an Indikatoren im Themenbereich Bevölkerung/Demografie an. In den kommenden Monaten soll das Spektrum Schritt für Schritt erweitert werden, zunächst im Bereich Wirtschaft. An einer Weiterentwicklung des Regionalmonitorings speziell für mobile Endgeräte wie Tablets wird gearbeitet. Für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen wurde eine Vorlesefunktion integriert.