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Eine aktuelle Kaufkraftstudie belegt deutliche Unterschiede in Niedersachsen. Zu den zehn kaufkraftschwächsten Gemeinden des Landes zählt das Amt Neuhaus. Foto: A./t&w
Eine aktuelle Kaufkraftstudie belegt deutliche Unterschiede in Niedersachsen. Zu den zehn kaufkraftschwächsten Gemeinden des Landes zählt das Amt Neuhaus. Foto: A./t&w

Kaufkraftstudie: Unbeliebter Top-Ten-Platz für Amt Neuhaus

ahe Lüneburg. Die Kaufkraft im nördlichen Landkreis Lüneburg ist um einiges höher als im Süden. Das geht aus einer aktuellen Kaufkraftstudie der CIMA Beratung + Management GmbH hervor. Die Gesellschaft mit Sitz in Lübeck hat auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes die Ausgaben privater Konsumenten untersucht. Danach gibt jeder Bürger in Niedersachsen im Schnitt 5656 Euro jährlich im Einzelhandel aus. Der Wert liegt geringfügig unterhalb des Bundesdurchschnitts von 5668 Euro. Zu den zehn kaufkraftschwächsten Gemeinden des Landes zählt das Amt Neuhaus, wo die Bürger im Schnitt jährlich nur 4908 Euro im Einzelhandel ausgeben.

Die Kaufkraftverteilung in Niedersachsen stellt sich polarisiert dar: Auf der einen Seite die Räume des südlichen Hamburger und des Bremer Speckgürtels sowie der Großraum Hannover-Braunschweig, wo die Menschen im Schnitt deutlich mehr Geld zum Ausgeben zur Verfügung haben. An der Spitze liegt Isernhagen mit 7005 Euro pro Jahr und Bürger. Auf der anderen Seite haben weite Teile des ländlichen Raums ein unterdurchschnittliches Kaufkraftniveau. Am wenigsten Geld steht den Bürgern der Samtgemeinde Nordhümmling im Emsland zur Verfügung, dort geben die Bürger im Schnitt nur 4703 Euro pro Jahr im Einzelhandel aus.

Im Landkreis Lüneburg liegen neben dem Amt Neuhaus auch Bleckede und Dahlenburg unter dem Landesdurchschnitt, beide jeweils um 5 bis 10 Prozent, sowie die Samtgemeinde Ostheide um bis zu 5 Prozent. Alle anderen Gemeinden und Samtgemeinden liegen bei der Kaufkraft um bis zu fünf Prozent über dem Landesschnitt, die Stadt Lüneburg sogar um bis zu zehn Prozent.

Dahin fließt das Geld

Das meiste Geld geben die Bürger im Schnitt für Lebensmittel aus, rein rechnerisch im Landesdurchschnitt 2083 Euro pro Jahr. Für Gesundheit und Körperpflege fließen 791 Euro, Kleidung und Wäsche lassen sie sich 480 Euro kosten. Die weiteren Ausgaben im Überblick:

  • Unterhaltungselektronik, Fotografie:↔476 Euro
  • Baumarktartikel, Gartenbedarf:↔ 474 Euro
  • Möbel, Antiquitäten: ↔316 Euro
  • Uhren, Schmuck: ↔226 Euro
  • Sportartikel, Fahrräder: ↔161 Euro
  • Schuhe, Lederwaren: ↔160 Euro
  • Bücher, Schreibwaren:↔ 117 Euro
  • Zeitschriften, Schnittblumen: ↔92 Euro
  • Glas, Porzellan, Hausrat: ↔89 Euro
  • Heimtextilien: ↔73 Euro
  • Hobbybedarf, Zooartikel:↔ 63 Euro
  • Spielwaren: ↔57 Euro