Mittwoch , 28. September 2016
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Viel Lagerplatz für wenig Pakete: Rosemarie Buczilowski (l.) und Margret Haider hoffen noch auf weitere Unterstützer für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton zugunsten bedürftiger Kinder in anderen Ländern. Foto: t&w
Viel Lagerplatz für wenig Pakete: Rosemarie Buczilowski (l.) und Margret Haider hoffen noch auf weitere Unterstützer für die Aktion Weihnachten im Schuhkarton zugunsten bedürftiger Kinder in anderen Ländern. Foto: t&w

Für Hoffnung ist noch Platz

dth Lüneburg. In Erwartung Hunderter Geschenke für bedürftige Kinder hatte Margret Haider händerringend Lagerplatz gesucht und kürzlich mit Hilfe von „Porth Immobilien“ ausreichend Platz im ehemaligen Lucia-Gebäude erhalten nur die Zahl der Geschenke bleibt diesmal deutlich hinter den Erwartungen und Erfahrungen vergangener Jahre zurück. In den besten Zeiten der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ konnte sich die Lüneburgerin vor Spenden fast nicht retten, mehr als 1200 Schuhkartons mit Präsenten für Kinder in ärmeren Ländern kamen einst zusammen. In der nun elften Auflage wurden in den vergangenen Wochen gerade einmal 54 Kartons bei den Sammelstellen in Stadt und Landkreis abgegeben. Für einen Hoffnungsschimmer sorgt unterdessen Rosemarie Buczilowski aus Jelmstorf. Die Ruheständlerin steuert alleine 46 weitere vollgepackte Kartons bei und hofft auf Nachahmer: „Leute! Es wird Zeit!“

Bereits im Januar hatte Buczilowski angefangen, Kleinigkeiten für bedürftige Jungen und Mädchen in Krisenländern zu kaufen und sammelte Sachspenden, wo sie nur konnte. „Ich habe sogar beim Turnen und Kegeln die Leute angeschnorrt“, sagt sie lächelnd. Darüber hinaus hat sie für jeden Karton und damit jedes Kind selbstgestrickte Mützen, Schals und Handschuhe beigelegt. Eine Woche lang sei sie zudem damit beschäftigt gewesen, die Kartons nicht nur in Geschenkpapier einzuschlagen, sondern hat auch noch die Innendeckel mit weihnachtlichen Motiven beklebt.

Und auch eine Grußkarte gehört bei Buczilowski dazu. „Den Text hat mir meine Tochter ausgedruckt, sonst kriege ich bei so vielen Karten irgendwann eine krumme Hand.“ Darin heißt es: „Nun wünsche ich Dir und Deiner Familie ein schönes, friedliches Weihnachtsfest. Viel Spaß und Freude mit Deinem Päckchen. Es kommt aus Deutschland. Ich bin 73 Jahre alt. Liebe Grüße aus meinem Herzen an Euch, Deine Rosemarie.“

Wen die Päckchen genau erreichen, wissen die Spender, wenn ein Dankesbrief zurückkommt. Buczilowski: „Ich schreibe mir seit Jahren mit einem Jungen aus Serbien.“ Organisatorin Haider hat Briefkontakt unter anderem nach Südafrika. Auf die Frage, warum sich die Jelmstorferin, nunmehr seit sechs Jahren regelmäßig so sehr dafür engagiert, sagt sie: „Ich habe Freude beim Packen der Geschenke, wenn ich nur daran denke, dass ein Kind es später öffnet und mit strahlenden Augen davor sitzt.“

Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wird getragen vom Verein „Geschenke der Hoffnung“, einem christlichen Missions- und Hilfswerk. Und so funktioniert die Aktion: Einfach einen Schuhkarton mit Geschenkpapier bekleben, das Päckchen mit Geschenken für Mädchen oder Jungen (Altersklassen 2 bis 4, 5 bis 9,10 bis 14 Jahre) füllen, den Karton mit einem Gummiband verschließen. Als Geschenke hat sich ein Mix aus Spielzeug, Hygieneartikeln, Schulmaterial, Kleidung, Süßigkeiten und einem persönlichen Weihnachtsgruß bewährt und sechs Euro Porto. Anschließend werden die Schuhkartons in einer der ehrenamtlich organisierten Sammelstellen abgegeben und schließlich wird der Versand zentral organisiert.

Hier können Sie noch bis zum 15.11. Schuhkartons abgeben:

  • Evangelische Familienbildungsstätte (Bei der St. Johanniskirche 3, Lüneburg)
  • Loewe-Center, Poststelle (Erbstorfer Landstraße)
  • Margret Haider, Am Ebensberg 32, Lüneburg
  • Familie Haider, Amelungstraße 16, Amelinghausen
  • Katharina Geeb, Bürgerforst 12, Bleckede
  • „Bunter Laden“, Lüneburger Straße 29, Bleckede

Weitere Infos unter www.geschenke-der-hoffnung.org.