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Die drei Farben Rot, Gelb und Grün stehen  für gesunde Ernährung  und für die neue Aktion ,,Brot für die Welt, für die Pastor Willi Mann (l.), Superintendentin Christine Schmid und Superintendent Christian Cordes um Spenden werben. Foto: be
Die drei Farben Rot, Gelb und Grün stehen für gesunde Ernährung und für die neue Aktion ,,Brot für die Welt, für die Pastor Willi Mann (l.), Superintendentin Christine Schmid und Superintendent Christian Cordes um Spenden werben. Foto: be

Drei Farben für ein besseres Leben

rast Lüneburg. Wenngleich die Spenden bei der 55. Aktion „Brot für die Welt“ 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr mit 400 Euro weniger leicht rückläufig waren, erzielte der Kirchenkreis Lüneburg mit 75432,75 Euro das zweithöchste Ergebnis innerhalb der Landeskirche. Auch die 33072,22 Euro des Kirchenkreises Bleckede (minus 250 Euro) sind eine beeindruckende Bilanz. Mit der am 1. Advent, 30. November, startenden 56. Aktion soll an diese Erfolge angeknüpft werden. Die Spenden fließen unter dem Motto ,,Drei Farben für ein besseres Leben“ in Projekte im afrikanischen Ruanda, bei denen es um gesunde Ernährung geht.

,,Weniger ist leer“ hieß das Aktionsmotto im Kampf gegen die Unterernährung in den vergangenen Jahren, in den nächsten drei Projektjahren heißt es ,,Satt ist nicht genug“. Den Hintergrund erläutert Pastor Willi Mann, der Lüneburger Brot-für-die-Welt-Beauftragte: ,,Knapp eine Milliarde Menschen sind unterernährt, eine weitere Milliarde ist mangelernährt. Die Aktion unterstützt nun besonders Projekte, die eine Nahrungsvielfalt im eigenen Anbau ermöglichen, sprich in den Gärten in Ruanda, also für eine gesunde Ernährung sorgen.“ Die drei Farben stehen dabei für Pflanzen- und Gemüsearten wie Maniok (Gelb), Paprika (Rot) und Spinat (Grün).

Bleckedes Superintendent Christian Cordes sagt: ,,Wir bieten in Kooperation mit CSC, unserer Partnerorganisation vor Ort, Hilfe zur Selbsthilfe an. Brot für die Welt wird weiter das Kleine direkt in der Region fördern.“ Er weiß aber auch: ,,Durch die neue Zielsetzung kommen auch die Industrieländer mit in den Blick.“ Willi Mann ergänzt: ,,Bei der Fehl­ernährung stehen Deutschland und die USA mit an vorderster Stelle.“ In erster Linie würden aber natürlich weiter die Länder der Dritten Welt unterstützt. Lüneburgs Superintendentin Christine Schmid weist auf einen anderen Aspekt hin: ,,Aufgrund der weltweiten Flüchtlingsproblematik erscheint die Förderung von Maßnahmen zur Schaffung und zum Erhalt des Lebensunterhalts im Heimatland wie eben Ruanda in einem neuen Licht.“

Pastor Mann erläutert: „Fast jedes zweite Kind in Ruanda leidet an Mangelernährung, das beeinträchtigt das Wachstum und das Denkvermögen. Die Organisation CSC hilft armen Familien in der Region Muhanga im Südwesten Ruandas beim Anlegen von Hausgärten. Dort ernten sie Papaya, Spinat und vieles mehr für eine ausgewogene Ernährung. Die Bohnen liefern etwa Proteine und Kalium, die Paprika Vitamine, der Spinat Mineralstoffe und Süßkartoffeln gewürzt mit frischen Kräutern spenden Energie.

Die zentralen Kollekten für Brot für die Welt sind am 1. Advent, Heiligabend und Silvester. Darüber hinaus sammeln Gemeinden unter anderem bei Basaren. Beim Christmarkt vor St. Johannis kann das Pfandgeld für die Aktion gespendet werden.