Aktuell
Home | Lokales | Wittorfer Klappbrücke: „Nicht optimal, aber besser als vorher“
Jens-Michael Seegers (v.l.; Betrieb Straßenbau und -unterhaltung, SBU), Andreas Dobslaw (Polizei), Ina Heise (SBU), Michael Herbst (Bürgermeister Wittorf) und Dirk Bonow (Straßenverkehrsbehörde Landkreis) halten die einspurige Verkehrsführung über die Klappbrücke für gut. Foto: dth
Jens-Michael Seegers (v.l.; Betrieb Straßenbau und -unterhaltung, SBU), Andreas Dobslaw (Polizei), Ina Heise (SBU), Michael Herbst (Bürgermeister Wittorf) und Dirk Bonow (Straßenverkehrsbehörde Landkreis) halten die einspurige Verkehrsführung über die Klappbrücke für gut. Foto: dth

Wittorfer Klappbrücke: „Nicht optimal, aber besser als vorher“

dth Wittorf/Lüneburg. Zuletzt hatte sich manch Autofahrer tierisch geärgert, wenn er mit seinem Fahrzeug unsanft über die Betonschwelle an der Wittorfer Klappbrücke gerumpelt ist. Und Landwirte beklagten sogar angesichts der Verkehrsberuhigungsmaßnahme aus Beton Schäden an ihren Anhängern, wenn sie schweres Gerät geladen hatten. „Das ist bei manchem Schlepper ganz schön auf die Hydraulik gegangen“, sagt Wittorfs Bürgermeister Michael Herbst. Das hat jetzt ein Ende. Beim Ortstermin besichtigte er mit Vertretern von Polizei, Straßenverkehrsbehörde und dem kreiseigenen Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) nun die neue Verkehrssituation zum Schutz der Wittorfer Klappbrücke und der Nerven der Anwohner. Herbst: „Es ist nicht optimal, aber besser als vorher.“
Wie berichtet, hatte der SBU als Verkehrsversuch die Betonschwelle in die Fahrbahn am Ortsausgang eingebaut, um den Verkehr, der über die Brücke rollt, abzubremsen. Immerhin passieren laut einer Verkehrszählung im Mai täglich rund 1800 Pkw und 150 Lkw die Brücke, darauf wies Ina Heise vom SBU hin. Die Schwelle hatte aber nur teilweise den gewünschten Effekt, da Fahrer aus dem Ort hinaus in Richtung St. Dionys auf der Brücke bremsen mussten und sie erst recht in Schwingung versetzten.
Rund 15000 Euro und zwei Arbeitstage hat das Entfernen und Entsorgen der Schwelle verschlungen, berichtet SBU-Leiter Jens-Michael Seegers. Stattdessen darf die Brücke jetzt nur noch einspurig mit Tempo 30 befahren werden. Dazu ist der Verkehr aus Richtung St. Dionys in den Ort hinein nun angehalten, auf die Bremse zu treten und zuerst den Gegenverkehr gewähren zu lassen. Seegers: „Unser Ziel ist es, so die Geschwindigkeit zu reduzieren. Und es funktioniert.“
Dirk Bonow von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Lüneburg sagte: „Wir werden noch größere Schilder an beiden Seiten anbringen, damit hinterher keiner sagen kann, er hätte es nicht gesehen.“ Zudem sei auf der Brücke die Fahrbahn auf 3,75 Meter verengt worden, sagt Seegers, dies sei aber auch für den landwirtschaftlichen Verkehr noch breit genug. Und Andreas Dobslaw von der Polizeiinspektion Lüneburg sagte: „Verkehrsberuhigung ist immer gut. Hoffentlich wird es hier auch akzeptiert.“