Mittwoch , 28. September 2016
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Der Ententeich im Kurpark präsentiert sich derzeit in keinem guten Zustand. Das will die Stadt ändern, dafür nimmt sie 80.000 Euro in die Hand. Foto: t&w
Der Ententeich im Kurpark präsentiert sich derzeit in keinem guten Zustand. Das will die Stadt ändern, dafür nimmt sie 80.000 Euro in die Hand. Foto: t&w

Kurparkteich kommt in Bewegung

us Lüneburg. Ein nur wenig erbauliches Bild bietet derzeit der Teich im Lüneburger Kurpark. Nahezu wasserlos präsentiert er sich den Besuchern, die dort in diesen Tagen vorbeikommen. Die städtische Tochtergesellschaft Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) hat kürzlich das Wasser abgelassen, um den Teich von Müll und Schlamm zu befreien. Nun soll das Gewässer mit einem biologischen Klärsystem versehen werden, das der weiteren Verschlammung entgegenwirken soll.

Grafik: stadt
Grafik: stadt

„Die herabfallenden Blätter der Laubbäume, aber auch die Hinterlassenschaften der zahlreichen Enten setzen dem Teich stark zu“, erläutert Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung, Friedhöfe und Forsten bei der Stadt, den Hintergrund für die laufende Maßnahme. In einem ersten Schritt soll zunächst der Schlamm beseitigt werden, der sich seit der letzten Entschlammungsaktion im Sommer 2010 angesammelt hat. Zurheide hofft nun auf einsetzenden Frost, „dies würde die Arbeiten erleichtern“.

Im kommenden Jahr dann soll der Teich ein biologisches Klärbecken erhalten. Dazu wird im südlichen Teil des Teiches ein rund 20 Quadratmeter großes Absetzbecken errichtet, an das sich westlich davon ein rund 100 Quadratmeter großes Schilfbecken anschließt. Mittels eines im Teich verlegten Pumpsystems wird das Teichwasser zirkulierend über das Absetzbecken und anschließend durch das Schilfbecken geführt, um die im Wasser enthaltenen Schwebeteilchen zu binden. „Die Reinigung des Wassers funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei den Naturfreibädern“, erläutert Zurheide. „Glasklares Teichwasser wird es aber auch künftig nicht geben.“ 80000 Euro hat die Stadt für die Maßnahme in den Haushalt einstellen lassen.

Nach Abschluss der Arbeiten sollen auch die kürzlich aus dem Teich entnommenen Fische wieder eingesetzt werden, außerdem will die Stadt zusätzliche Karpfen einbringen lassen. Um der Verschlammung weiter entgegenwirken zu können, sollen die auf der Teichinsel stehenden Bäume ausgeastet und die dort stehende Erle mittelfristig gefällt werden, kündigt Zurheide an.