Donnerstag , 29. September 2016
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Ein gemeinsames Lied zur Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest und dazu ein paar Gespräche  für die Bewohner des Hanseviertels auch eine willkommene Gelegenheit, um die neuen Nachbarn kennenzulernen. Foto: t&w
Ein gemeinsames Lied zur Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest und dazu ein paar Gespräche für die Bewohner des Hanseviertels auch eine willkommene Gelegenheit, um die neuen Nachbarn kennenzulernen. Foto: t&w

Begehbarer Adventskalender im Hanseviertel +++ mit LZplay-Video

ada Lüneburg. Der Regen peitscht durch das Flutlicht der gegenüberliegenden Baustelle, während Kerstin Flohr eine letzte Kerze anzündet. In der kleinen Garage mitten im Hanseviertel machen sie und ihre Familie es sich und ihren Gästen heimelig. Kerzenschein, Kekse und Glühwein alles ist vorbereitet für die Besucher des begehbaren Adventskalenders. Bei der Aktion öffnet vom 1. bis 24. Dezember jeweils eine Familie ihr Garten- oder Garagentor und lädt die Nachbarn zum gemeinsamen Singen, Beten und Plaudern ein. „Ich habe gedacht, das ist die Gelegenheit, um sich kennenzulernen und den Advent zu begehen,“ sagt Kerstin Flohr.

In anderen Stadtteilen gibt es den begehbaren Adventskalender schon länger, im Hanseviertel ist es das erste Mal. Initiiert wurde er von der Kirchengemeinde Lüne und Organisatorin Tanja Wetzel, die das Projekt ebenfalls aus anderen Stadtteilen kannte: „Ich hatte die Idee, dass ich das hier auch ins Leben rufen muss, weil ich das Miteinander so schön finde.“ Sehr schnell habe sie die 24 Tage gefüllt bekommen, sagt Tanja Wetzel, „es gab großes Interesse“.

Es ist dunkel geworden in der kleinen Garage. Das Licht müsse für ein paar Minuten aus, erklärt Kerstin Flohr, denn nun wolle sie eine Geschichte über die Tiere des Waldes erzählen und dort gäbe es schließlich auch kein Licht. Früher habe es auch ein Stück weiter noch ein kleines Wäldchen gegeben, erinnert sich Tanja Wetzel. Heute seien dort Straßen und Häuser gebaut worden. „Wir finden es super spannend, das von Anfang an mitzuerleben“, sagt sie über die Entwicklung des Hanseviertels. Seit drei Jahren lebe sie nun mit ihrer Familie im neuen Viertel und habe nach und nach Nachbarn kennengelernt: „Es ist ein sehr schönes Miteinander hier.“

Mit den neuen Häusern und Straßen kommen auch immer wieder neue Gesichter ins Hanseviertel. „Da ist der begehbare Adventskalender genau die richtige Gelegenheit, um auch diese Leute kennenzulernen,“ sagt Kerstin Flohr.

„Wir sehen uns ja bald wieder“, schallt das letzte Lied des Abends durch die Garage. Vielleicht ja schon morgen, bei den nächsten Nachbarn des begehbaren Adventskalenders.