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Im e.novum fiel jetzt der Startschuss für die Klimadetektive. Vertreter der teilnehmenden Schulen nahmen von Alice Lippelt-Keck (vorne l.) von der GfA Lüneburg sowie Sascha Komoll (vorne r.) und dahinter Anika Koch, beide von der Energieagentur Klimawerk, die Detektivkoffer entgegen. Foto: t&w
Im e.novum fiel jetzt der Startschuss für die Klimadetektive. Vertreter der teilnehmenden Schulen nahmen von Alice Lippelt-Keck (vorne l.) von der GfA Lüneburg sowie Sascha Komoll (vorne r.) und dahinter Anika Koch, beide von der Energieagentur Klimawerk, die Detektivkoffer entgegen. Foto: t&w

Auf der Spur von Klimaschädlingen in Stadt und Landkreis Lüneburg

mm Lüneburg. Bis zu 78 Millionen Tonnen Treibhausgase sollen bis 2020 weniger in die Luft geblasen werden. Das Ziel ist verankert im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung. Dafür muss reichlich Energie eingespart werden. Auf die Spur von Klimaschädlingen in Stadt und Landkreis Lüneburg begeben sich nun wieder die Klimadetektive.

Die Früchte ihrer Arbeit sollen die rund 200 Grundschüler im Juli nächsten Jahres ernten. Denn dann werden von einer fachkundigen Jury ihre Mini-Kampagnen, die für das Klimaschutzprojekt auf die Beine gestellt werden sollen, ausgezeichnet. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Für den Wettbewerb haben sich 15 Klassen aus neun Grundschulen angemeldet. „Das sind mehr als im letzten Jahr, was zeigt, dass die Bereitschaft der Schulen, klimafreundliche Projekte zu entwickeln, größer geworden ist“, sagt Sascha Komoll, Geschäftsführer der Klimawerk Energieagentur bei der Auftaktveranstaltung im e.novum. Dort hat die Klimawerk Energieagentur ihren Sitz, sie organisiert in Kooperation mit der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA) sowie Stadt und Landkreis Lüneburg den Schulwettbewerb.

Unterrichtsmaterialien werden vom Kreismedienzentrum bereitgestellt. Reichlich nützliche Helferlein wie Thermomessgeräte oder Luftfeuchtigkeitsanzeiger sind in einem Detektivkoffer zu finden. Den nahmen jetzt Vetreter der teilnehmenden Schulen im e.novum entgegen. Auch Referendarin Anna Rebekka Hintz von der Schäfer-Ast-Grundschule in Radbruch schulterte einen Koffer. Für sie ist das Klimaschutzprojekt „eine willkommene Abwechslung“. Schüler könnten darüber leicht einen Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt herstellen.

Denn zu Hause sollen sie Klimaschädlinge aufspüren, aber auch in der Schule. Für zu Hause gibt es Spartippkarten, die Schüler sollen schauen, wo Strom verbraucht wird und welche Geräte nicht dauerhaft auf Standby stehen müssten. Für den Wettbewerb sollen sie eine Minikampagne entwickeln, dafür sind Ideen im Bereich Ressourcenverbrauch und -einsparung erwünscht. Entwurf, Durchführung und Dokumentation werden bewertet. Dabei können Klassen auch zusammenarbeiten. „Auch ein Misserfolg einer Kampagne ist völlig legitim. Dann muss nur erläutert werden, woran es gehapert hat“, sagt die Projektbeauftragte vom Klimawerk, Anika Koch. Auch wird die Jury zusätzlich die Gestaltung eines Foto­kalenders bewerten.

Zu gewinnen gibt es: einen Besuch im Kinder- und Jugendtheater Lüneburg, einen Natur-Schultag im Kletterwald Scharnebeck, eine Märchenführung im Kloster Lüne, eine Rathausführung, die Teilnahme an einem Energieworkshop, ein Schülerfrühstück im Kaufhaus Karstadt und eine Entdeckungstour durch die Elbtalaue.