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Den Betrieb aufgenommen hat jetzt die neue Wendlandbahn des Betreibers erixx, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE). Zum Einsatz kommen zwischen Lüneburg und Dannenberg moderne Triebwagen vom Typ Lint 54. Foto: tj
Den Betrieb aufgenommen hat jetzt die neue Wendlandbahn des Betreibers erixx, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE). Zum Einsatz kommen zwischen Lüneburg und Dannenberg moderne Triebwagen vom Typ Lint 54. Foto: tj

„Wendlandbahn“: Moderne Züge auf romantischer Strecke

tj/lz Lüneburg/Dannenberg. Erfolgreich gestartet ist mit dem Fahrplanwechsel am Wochenende die neue „Wendlandbahn“ zwischen Lüneburg und Dannenberg Ost. Fünfmal täglich werktags, sonnabends vier und sonntags fünf Mal sowie feiertags startet der neue Zug des Betreibers erixx in Lüneburg Richtung Osten. Der erste Zug verlässt die Hansestadt um 7.41 Uhr, der letzte um 20.41 Uhr. In Dannenberg ist die erste Abfahrt um 6.12 Uhr, die letzte um 19.12 Uhr.

Die Fahrtzeit beträgt jeweils eine Stunde und sieben Minuten, unterwegs hält der Zug in Wendisch Evern, Vastorf, Bavendorf, Dahlenburg, Neetzendorf, Göhrde, Leitstade und Hitzacker. Bis Dannenberg ausgeweitet worden ist mit dem Fahrplanwechsel auch der Bereich des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Reisende und Pendler, die den ersten Zug in Dannenberg nehmen, können in Lüneburg in den Metronom umsteigen und erreichen den Hamburger Hauptbahnhof um 8.02 Uhr.

Mit dem Betreiberwechsel kommen auf der Strecke auch völlig neue Triebwagen vom Typ Lint 54 zum Einsatz. Auch für den erfahrenen Lokführer Lars Rechardt ein teilweise neues Fahrgefühl. „Mehr Eisenbahn, mehr Kontakt“, sagte der Salzwedler, der am vergangenen Sonntag den ersten erixx-Zug von Lüneburg nach Dannenberg fuhr. Auch für die beiden ersten Fahrgäste auf der neuen Wendlandbahn, Birgit Schwering und Jens Peters, war die Fahrt in dem Triebwagen eine neue Erfahrung: „Toll, sehr toll“ lobte das Paar, das seine Fahrt in Hamburg begonnen hatte, den Lint 54. „Sauber, übersichtlich, leicht zu besteigen.“ Es sei gut, dass „endlich etwas passiert“ auf der Strecke, die beide „seit 35 Jahren nutzen“.

Der neue Zug ist das Gegenteil zu der Nostalgie, die auch Schaffnerin Britta Schleifer beim Befahren der Strecke empfindet. Ihr Lokführerkollege präzisiert, was gemeint ist: Mehr Kontakt zu Fahrgästen, eine romantische Strecke. „Einfach Eisenbahn pur“. „Genugtuung“ empfindet Torsten Hensel vom Fahrgastrat über die Veränderung und erinnert an die 8500 Unterschriften für die Integration der kompletten Strecke in den HVV. „Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für Lüchow-Dannenberg“, sagt er amüsiert, bevor er in Dannenberg den Zug zurück nach Lüneburg besteigt.

Weitere Informationen zu den Abfahrtszeiten gibts hier.