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3,138 Millionen Euro erhält das Theater Lüneburg in den kommenden vier Jahren jeweils vom Land Niedersachsen  nicht genug, finden die Abgeordneten des Kreistags. Foto: A/t&w
3,138 Millionen Euro erhält das Theater Lüneburg in den kommenden vier Jahren jeweils vom Land Niedersachsen nicht genug, finden die Abgeordneten des Kreistags. Foto: A/t&w

Mehr Geld fürs Theater aber nicht genug

pet Lüneburg. Mehr Unterstützung für das Theater Lüneburg hatten sich alle Mitglieder des Lüneburger Kreistags gewünscht aber eine kurzfristige Alternative zu dem vom Land Niedersachsen vorgelegten Vertrag, der die Lüneburger Theaterfinanzierung für die nächsten vier Jahre regelt, sahen alle nicht. Einstimmig votierte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in der Ritterakademie für den Vertrag, der heute auch im Lüneburger Stadtrat auf der Tagesordnung steht.

Bisher hat das Land pro Jahr 2,8 Millionen Euro an das Theater Lüneburg überwiesen. Insgesamt 3,138 Millionen Euro beträgt ab 2015 der Förderbeitrag, darin enthalten sind Tariferhöhungen für das Personal sowie 145000 Euro für sogenannte „Anreizprogramme“ die wurden bisher auch schon beantragt und ausgezahlt, sind künftig automatisch in der Förderung enthalten. Für 2015 gibt es einen einmaligen Sonderbeitrag in Höhe von 43000 Euro.

Für die SPD-Fraktion hob der Adendorfer Rainer Dittmers die Bedeutung des Theaters Lüneburg für den gesamten Landkreis, aber auch die angrenzenden Regionen hervor. 43000 Euro mehr in 2015 seien „schon ein gutes Zeichen. Jetzt hoffen wir natürlich alle, dass dieser Betrag auch in den kommenden Jahren fließt und auf eine Erhöhung der Landesförderung in den nächsten Jahren“. Denn, so Dittmers: „Man kann nach wie vor nicht von einer langfristig gesicherten Finanzierung des Theaters ausgehen.“

Ähnlich sah das auch Evelin Tiedemann (CDU), die auf drohende Liquiditätsprobleme des Theaters hinwies und forderte: ,,Es muss weiter mit dem Land verhandelt werden, das ist unerlässlich.“ Oliver Glodzei (Grüne) erklärte: „Der Jubel über diese Vereinbarung hält sich in Grenzen, 43000 Euro mehr liegen deutlich unter den Erwartungen.“ Immer weiter, so Glodzei, gehe die Schere zwischen der üppigen Finanzierung der Staatstheater und der Finanzierung der Stadttheater auseinander.

Eine „völlig unzureichende Vereinbarung“ habe das Land vorgelegt, erklärte Niels Kämpny (FDP) und schloss sich Glodzei an: ,,Die vorhandenen Mittel für die Theaterförderung müssen fairer verteilt werden. Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Staatstheater in Hannover, Braunschweig und Oldenburg soviel besser dastehen.“ Und auch Bernd Jaschke (Linke) forderte eine ,,bessere Verteilung der Mittel“ ein.

Eine „kraftvolle Zustimmung“ zur vorliegenden Zielvereinbarung hatte sich Rainer Dittmers gewünscht. Die gab es dann auch: 56 Hände hoben sich für den Vertrag verbunden mit der Hoffnung auf Verbesserungen für die Zukunft.