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Der Ewer auf seiner Rückfahrt vom Hansetag in Lübeck: Im vergangenen Juni durfte das Lastschiff die marode Schleuse in Wittorf mit einer Sondergenehmigung passieren. Foto: achim gründe/nh
Der Ewer auf seiner Rückfahrt vom Hansetag in Lübeck: Im vergangenen Juni durfte das Lastschiff die marode Schleuse in Wittorf mit einer Sondergenehmigung passieren. Foto: achim gründe/nh

Eine Zukunft für die Ilmenau – Verein setzt sich für den Fluss und seine Schleusen ein

ca Lüneburg. Aktiv sind die Mitglieder schon seit Monaten, doch nun ist alles auch offiziell auf dem richtigen Weg: Das Amtsgericht hat den Verein Historische Ilmenau jetzt ins Vereinsregister eingetragen. Mit diesem Gremium glauben die Aktiven, sich und ihrem Anliegen besser Gehör verschaffen zu können. So haben sie für Januar einen Gesprächstermin im Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Lauenburg vereinbart, Thema ist natürlich die Ilmenau.

Wie berichtet, setzt sich der im Moment 85 Mitglieder zählende Verein dafür ein, dass die Schleusen in Bardowick, Wittorf und Fahrenholz samt ihrer Nadelwehre nach altem Vorbild erhalten bleiben. Auch solle der Fluss als historische Wasserstraße weiterhin genutzt werden können. Die Ilmenau ist bis in den Lüneburger Hafen am Stintmarkt eine Bundeswasserstraße, für die Kosten der Unterhaltung kommt Berlin auf. Der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sind die Kosten zu hoch, da kaum noch Boote zwischen der Mündung in Hoopte und der Salzstadt unterwegs sind. Auch ökologische Gründe spielen eine Rolle in der Argumentation, warum die Schleusen möglicherweise durch „Sohlegleiten“ ersetzt werden sollen.

Dem Verein um Gustav Rieckmann, Bernd Strauch und Jens-Peter Fiedler an der Spitze passt die Richtung nicht. Zum einen wollen sie mit Ewer und einem alten Binnenschiff weiter in Richtung Elbe aufbrechen können, zum anderen fürchten sie, dass der Wasserstand des Flusses sich so verändert, dass Gebäude Schaden nehmen können. Auch touristisch sei die Ilmenau mit ihrem Angebot interessant.

So haben sich nicht nur Privatleute in dem Verein zusammengefunden. Fiedler sagt: „Wir haben auch die Kreise Lüneburg und Harburg sowie Kommunen unter unseren Mitgliedern.“ Der Verein wolle sich zum Beispiel auch engagieren, um an einem regionalen Enwicklungskonzept für die Elbtalaue mitzuarbeiten und sich dann um entsprechende Fördermittel zu bemühen.

So soll es im Januar beim WSA auch darum gehen, welche Schlüsse die Behörde aus einer sogenannten Machbarkeitsstudie zur Zukunft der Ilmenau aktuell zieht und wie sich das Amt vorstellt, unter anderem die Schleusen zu erhalten. Denn bekanntlich ist die Schleuse in Wittorf bis auf Ausnahmen wegen Baufälligkeit für den Schiffsverkehr gesperrt.