Donnerstag , 29. September 2016
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Baugrundstücke sind in der Gemeinde Mechtersen nur selten zu kaufen. Und das wird auch so bleiben. Eine Entwicklungsplanung mit Augenmaß hat jetzt der Gemeinderat beschlossen. Foto: A/sel
Baugrundstücke sind in der Gemeinde Mechtersen nur selten zu kaufen. Und das wird auch so bleiben. Eine Entwicklungsplanung mit Augenmaß hat jetzt der Gemeinderat beschlossen. Foto: A/sel

Wachstum in kleinen Schritten – Gemeinderat Mechtersen will dörflichen Charakter des Ortes erhalten

jk Mechtersen. „Wir haben in diesem Flächennutzungsplan realisiert, was wir schon lange haben wollten“, sagte Anke Bartsch von der Freien Liste Mechtersen (FLM) zufrieden. Zuvor hatte der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung die Stellungnahme der Gemeinde zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes (FNP) der Samtgemeinde Bardowick beschlossen.

In der zehnten und letzten Sitzung des Jahres hatten sich die Ratsdamen und herren auf insgesamt sechs Flächen verständigt, auf denen Mechtersen in den nächsten zehn Jahren wachsen soll. „Das Dorf soll von sich heraus wachsen. Wir wollen keine Satelliten schaffen und daher keine großen Neubaugebiete ausweisen“, sagte Bartsch weiter. Wichtig sei ihr auch der Erhalt der Ortsbild prägenden Bestandsgebäude sowie die vorrangige Nutzung vorhandener Straßen und Erschließungen, um Ressourcen zu schonen. Roland Krause (CDU) brachte es auf einen kurzen Nenner: „Mechtersen ist in den letzten zehn Jahren um 50 Einwohner gewachsen. So soll es weitergehen.“ Udo Veleba (SPD) fügte hinzu, dass auch die „Erfahrungen mit dem Baugebiet Westerfelde“ Einfluss auf die Entscheidung über das Entwicklungskonzept gehabt hätten: „Dort ist die Inklusion ja gelungen und keine reine Schlafstadt entstanden. Die Neubürger gehören dazu; wir sind alle Mechtersener.“ Dies sei mit einem neuen großen Baugebiet nicht unbedingt zu gewährleisten, befürchtete Veleba und nannte als aus seiner Sicht negatives Beispiel Reppenstedt, das „kein Dorf mehr“ sei.

Eine Entwicklungsfläche sieht der Rat an den Straßen Wechelweg/Im Brink durch das Füllen von Erschließungslücken. Weiteren Raum für die künftige Entwicklung sollen eine ebenfalls bereits erschlossen Fläche nahe der Straße „An der Marsch“ sowie zwei Flächen im Außenbereich am Bruchweg bieten. Allerdings sei eine der Flächen, auf der östlichen Seite des Bruchweges, zwischen Bahndamm und einem landwirtschaftlichen Anwesen im gegenwärtigen FNP als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, erklärte Bürgermeister Uwe Luhmann (CDU). „Wir sehen dieses Gebiet aber als Teil des Ortes an und wollen, dass der Schutzgebietsstatus herausgenommen wird, damit Mechtersen dort ein Mischgebiet ausweisen kann“, sagte er. Die einzige größere Fläche, die sich der Rat für die weitere Dorfentwicklung mit einer einzeiligen Bebauung vorstellen kann, liegt im Gebiet „Im Bruchfelde“. Diese Fläche soll allerdings noch nicht im nächsten Flächennutzungsplan als Baugebiet ausgewiesen werden. Einstimmig verabschiedete der Rat die Stellungnahme zum Entwicklungskonzept der Samtgemeinde.

One comment

  1. Lieber Leute, ich als langjähriger Ex Bewohner kann nur sagen das es nicht gelungen ist. Denn die Ortseinfahrt links mit der Bebauung sieht aus wje im Neubaugebiet Vögelsen.Da kannste den anderen auf den Teller gucken.