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So soll die künftige Fahrzeughalle der DLRG Adendorf-Scharnebeck aussehen. Die DLRG-Vorsitzenden Jürgen Schmidt (l.) und Jörg Verges sowie Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (M.) hoffen auf viele Spenden, die im Rathaus abgegeben werden können. Foto: t&w
So soll die künftige Fahrzeughalle der DLRG Adendorf-Scharnebeck aussehen. Die DLRG-Vorsitzenden Jürgen Schmidt (l.) und Jörg Verges sowie Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (M.) hoffen auf viele Spenden, die im Rathaus abgegeben werden können. Foto: t&w

Schneller Einsatz rettet Leben – DLRG Adendorf-Scharnebeck plant Fahrzeughalle

pet Adendorf. Ob es Ruderer sind, die auf der Elbe bei Artlen­burg kentern, wie in diesem Frühjahr passiert. Ob es Einsätze bei den verschiedenen Elbefluten sind. Oder auch, wenn nach Bomben-Funden in Lüneburg Altenheime evakuiert werden müssen Mitglieder der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sind immer dabei, wenn Not am Mann ist und sie gebraucht werden. Die DLRGler sind engagiert, ihre Ausrüstung ist auf gutem Stand aber: Ihre Fahrzeuge und Boote sind an vier Stellen in Adendorf verstreut, was Einsätze auch einmal verzögern kann.

Das wollen die 650 DLRG-Mitglieder im Alter von sechs bis 90 Jahren, darunter etwa 200 aktive, jetzt ändern: Sie planen eine Fahrzeughalle, in der sie ihre drei Fahrzeuge, dazu zwei Boote mit Bootsanhängern lagern können. ,,Um zukünftig unsere Einsätze schneller und effektiver durchführen zu können, möchten wir unser Gerät und Material zentral an einem Ort unterbringen“, erklärt Jürgen Schmidt, 1. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe. „Wir sind immer mehr gefordert, da müssen und wollen wir Qualität abliefern.“

Ein Grundstück ist bereits gefunden, etwa 2000 Quadratmeter gemeindeeigener Boden an der Daimlerstraße. „Wir haben uns verpflichtet gefühlt, der DLRG da zu helfen“, sagt Bürgermeister Thomas Maack (SPD). Das Areal bleibt im Eigentum der Gemeinde, die nur eine symbolische Pacht verlangt. „Ein Gelände in idealer Lage für uns“, freut sich Jürgen Schmidt.

Ungleich schwerer wird es für die ausschließlich ehrenamtlich arbeitende DLRG, die auch an verschiedenen Gewässern für Sicherheit sorgt und dazu auch Schwimmkurse anbietet, das Gebäude selbst zu finanzieren. Immerhin: Die Planung liegt bereits vor, kostenlos ausgeführt vom Ingenieurbüro Tischler und Verges (Lüneburg).

Jörg Verges ist einer der stellvertretenden Ortsgruppen-Vorsitzenden. Anpacken wollen die DLRGler auch bei den Außenanlagen. Dennoch sind 350000 Euro zu stemmen, denn das Gebäude selbst mit einer Grundfläche von knapp 400 Quadratmetern muss von Fachfirmen errichtet werden.

Die Bauvoranfrage soll demnächst erfolgen, erklärt Jörg Verges. „Wenn wir etwa die Hälfte des benötigten Betrags zusammenhaben, wollen wir den ersten Spatenstich machen. Wir hoffen, das wird im kommenden Jahr sein“, blickt Jürgen Schmidt in die Zukunft.

Geplant ist eine Stahlhalle mit „Sandwichwänden“ und vier Toren. Hinter drei Toren sollen Fahrzeuge und Boote untergebracht werden, um diese im Einsatzfall schnell an den Ort zu bringen. Hinter dem vierten Tor werden Material wie Zelte, Tische, Bänke, Pumpen und Beleuchtungen Platz finden. Weitere Räume, etwa Aufenthalts- oder Sanitärräume, sind nicht geplant. „Wir müssen eben auf das Geld achten“, erklärt Jürgen Schmidt.

Das ist nämlich knapp bei der DLRG, die rein ehrenamtlich arbeitet und die Fahrzeughalle allein finanzieren muss. Mithilfe einer Informationsmappe bitten die DLRGler um Spenden und sie hoffen auf den einen oder anderen Zuschuss. In der Eingangshalle des Adendorfer Rathauses steht eine Spendendose keine gewöhnliche: Sie stellt die künftige Fahrzeughalle maßstabsgerecht dar, Spender können ihren Obolus in einen Umschlag stecken und einwerfen. Spenden sind auch an die DLRG Adendorf-Scharnebeck unter Kontonummer 1019173, Bankleitzahl 24050110, Sparkasse Lüneburg möglich.