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Jacob Matschenz hält den Menschen als Till Eulenspiegel immer wieder den Spiegel vor. Foto: ARD/NDR
Jacob Matschenz hält den Menschen als Till Eulenspiegel immer wieder den Spiegel vor. Foto: ARD/NDR

TV-Tipp für Weihnachten: Till Eulenspiegel aus Lüneburg +++

dpa/ahe Lüneburg. Märchen gehören zur Weihnachtszeit wie für viele Gänsebraten mit Rotkohl und Knödeln. An den Feiertagen gibt es Weihnachtliches mit Lüneburg-Garnitur, und zwar für alle im Fernsehen: Das Erste strahlt am Donnerstag und Freitag den Zweiteiler „Till Eulenspiegel“ aus, der zum Teil in der Hansestadt gedreht wurde.

Streng genommen ist Till Eulenspiegel keine Märchenfigur, denn den Mann soll es tatsächlich gegeben haben: geboren 1300 in Kneitlingen (nahe Wolfenbüttel), gestorben 1350 in Mölln. Er gilt als bekanntester Narr der deutschen Geschichte, der seinen Mitmenschen viele Streiche spielte: Er nahm bildliche Redewendungen wörtlich, um die Unzulänglichkeiten seiner Zeitgenossen bloßzustellen und Missstände aufzudecken.

Den Bürgermeister von Lübeck gibt Devid Striesow im Lüneburger Rathaus. Gedreht wurde wie hier unter anderem in der Großen Ratsstube. Foto: ARD/NDR
Den Bürgermeister von Lübeck gibt Devid Striesow im Lüneburger Rathaus. Gedreht wurde wie hier unter anderem in der Großen Ratsstube. Foto: ARD/NDR

In die Rolle des Till Eulenspiegel schlüpft Jacob Matschenz, der nach zehnjähriger Wanderschaft nach Lübeck zurückkehrt und dort auf seine ehemalige Geliebte Kathrin Lüdinghausen (Anna Bederke) und deren aufgeweckte Tochter Marie (Jule Hermann) trifft. Auch begegnet er Bürgermeister Klaas Wüllenwever, der von Tatort-Kommissar Devid Striesow verkörpert wird, der seine Ratsleute zum Krieg gegen die Niederlande und Spanien aufruft, um dadurch die „Perle der Hanse“ zu neuer Stärke und zu neuem Ruhm zu führen.

Regisseur Christian Theede hat mit viel Liebe fürs Detail und guter Ausstattung überwiegend in Lüneburg gedreht, drei Millionen Euro durfte er dafür ausgeben. Im April und im Mai war das Fernsehteam vor Ort, Schauplätze sind das Rathaus, das im TV als Lübecker Verwaltungssitz herhalten muss, das Kloster Lüne sowie auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg.

„Man weiß zwar nicht so genau, wer es war, aber es hat diesen Mann wohl gegeben, und er ist ein angenehmes Stück deutscher Geschichte“, sagte Jacob Matschenz (30) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „Das ist ein Typ, der gerne so in den Tag hineinlebt und Spaß dabei hat, Menschen zu verulken und auch ein bisschen vorzuführen. Er hat wirklich den Schalk im Nacken, macht ziemlich viel Blödsinn und baut auch ganz schön viel Mist, aber er ist dabei kein Moralist. Er führt die Menschen meist nur dann richtig vor, wenn sie glauben, sie seien etwas Besseres.“ Der unterhaltsame Spaß für die ganze Familie ist zu sehen am 1. und 2. Weihnachtstag jeweils ab 16.15 Uhr im Ersten.

 

One comment

  1. es gibt zu wenige till eugenspiegel bei uns und zuviele rattenfänger von hameln.