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SVG-Kapitän Scott Michael Kevorken mag die Weihnachtsmarkt-Atmosphäre. Weihnachten ist hier viel unverfälschter als in den Staaten. Foto: be
SVG-Kapitän Scott Michael Kevorken mag die Weihnachtsmarkt-Atmosphäre. Weihnachten ist hier viel unverfälschter als in den Staaten. Foto: be

Weihnachten in Lüneburg für SVG-Kapitän Scott Michael Kevorken

so Lüneburg. Menschenmassen quälen sich bei Regen und fiesem Wind durch die Bäckerstraße. Doch ihn sieht man auf seinem Weg zum Gesprächstermin schon von weitem, er ragt im wahrsten Sinne des Wortes heraus. Kein Wunder, bei einem Gardemaß von 2,06 Metern. „Das ist nicht das Wetter, das ich zu Weihnachten aus Süd-Kalifornien gewohnt bin“, sagt er grinsend. Und prompt kommt einem dieser furchtbare Ohrwurm „It never rains in Southern California“ von Albert Hammond in den Sinn. Doch Scott Michael Kevorken kann auch mit dem ungewohnten norddeutschen Winter gut umgehen. Der 23-jährige Kapitän von Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg fühlt sich in seiner neuen Umgebung richtig wohl.

„Weihnachtsmärkte gibt es in meiner Heimatstadt in der Form nicht“, sagt Scott, als er auf genau jenem für das Foto posiert. Weihnachtsmärkte und Los Angeles? Nein, das würde nun wahrlich nicht passen. „Ich finde diese Märkte toll“, sagt er, „sie haben eine unglaublich schöne Atmosphäre.“ Und es gibt Glühwein. „Ich trinke keinen Alkohol“, sagt Scott und fügt im besten anglo-germanisch hinzu: „Fast keinen. Im a big Glühwein-Fan.“ Nicht nur deshalb steht für Scott Michael Kevorken fest: „Weihnachten in Deutschland ist einfach unverfälschter. In den Staaten ist vieles künstlicher, komplett auf Kommerz ausgerichtet.“

Im Sommer dieses Jahres wagte der Mittelblocker den großen Schritt, wechselte zum Bundesliga-Aufsteiger SVG Lüneburg. Bereut hat er das noch keine Sekunde: „Es war das beste, was ich machen konnte. Ich habe Kumpels, die nach Europa, zum Beispiel Frankreich, gewechselt sind und überhaupt nicht klargekommen sind. Bei mir ist es das genaue Gegenteil. Ich mache hier nicht nur sportlich tolle Erfahrungen.“ Lüneburg ist für ihn eine „great, small city“, eine tolle, kleine Stadt. „Aber es fühlt sich irgendwie wie eine große Stadt an. Allein schon durch die Uni und die vielen jungen Leute.“

Der Wechsel von Los Angeles nach Lüneburg ist für ihn auch ein Wechsel des Lebensrhythmus: „Es ist hier alles ein bisschen langsamer. Neulich habe ich an der Kasse hektisch nach Geld gesucht. Die Verkäuferin sagte zu mir Ganz ruhig, machen sie sich keinen Stress. Das hat mir gefallen.“ Manchmal komme es vor, dass er sich ein wenig einsam fühlt. Aber das gehe schnell vorbei. Schließlich hat das globale Dort namens Welt längst Kommunikationsmöglichkeiten, die auch riesige Distanzen im Nu vergessen lassen. „Ich schicke meiner Familie viele Bilder, wir skypen fast täglich. Meine Mutter fleht mich jedes Mal an: Schick mir bitte mehr Bilder vom Marktplatz.“

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