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Neue Ware wurde gekauft, Gutscheine wurden eingetauscht, nur selten Artikel umgetauscht: Kunden-Schlangen vor den Kassen bei P & C. Foto: be
Neue Ware wurde gekauft, Gutscheine wurden eingetauscht, nur selten Artikel umgetauscht: Kunden-Schlangen vor den Kassen bei P & C. Foto: be

Ein gutes Jahr für den Handel

rast Lüneburg. Frank-Peter Jahns blickt am Sonnabend auf alle mit Mitarbeitern besetzten Kassen im Erdgeschoss von Peek & Cloppenburg, vor denen die Kunden-Schlangen stehen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäft heute.“ Und sehr zufrieden ist er auch mit den vergangenen Monaten, als Vorstandsmitglied des Lüneburger City Managements (LCM) sagt er: „Das war ein gutes Jahr für den Lüneburger Handel, und das gilt für alle Branchen.“ Die Läden füllten sich erst am Nachmittag, doch da boomten die Geschäfte: „Trocken und kalt genau das richtige Wetter für den Handel.“ Ein großartiger Umtausch von fehl gekauften Geschenken blieb allerdings aus. Das begründet Jahns so: „Wir hatten im Vorfeld des Festes viele Gutscheine verkauft, zudem wurden die Kunden beim Kauf von Modeartikeln richtig beraten.“

LCM-Chef Heiko Meyer kann bereits eine positive Bilanz für 2014 ziehen: „Der Lüneburger Handel hat den Umsatz auf Vorjahresniveau halten können, während bundesweit ein Minus verzeichnet werden muss. Ein ausgeglichenes Ergebnis hat es nicht nur wegen, aber auch dank der ,Roten Rosen gegeben.“ Das Ziel für 2015 formuliert Meyer so: „Wir wollen das Umsatzniveau halten. Das wird aber ohne ein Citymanagement schwer, da müssen wir schnell agieren“, sagt er mit Blick auf vakante Positionen bei der Lüneburg Marketing GmbH: „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Stadt voll ist.“

Wer nicht wusste, wohin er mit unliebsamen Geschenken sollte, kam am Sonnabend zur „2. Nacht der langen Gesichter“ ins Glockenhaus. Die Idee brachte Sabine Thümer-Sauerheiß aus ihrer Heimatstadt Nürnberg, wo das Konzept seit 15 Jahren erfolgreich läuft, mit nach Lüneburg: Die Geschenke werden versteigert, 80 Prozent des Höchstgebotes gehen an denjenigen, der das Geschenk zur Verfügung stellt, 20 Prozent an Einrichtungen in Lüneburg sind es die Stiftung Medien- und Onlinesucht und die Kindertafel, die die Auktion auch organisiert hatten und so mehr als 300 Interessierte ins Glockenhaus lockten.

Einige stellten ihre Geschenke sogar kostenlos zur Verfügung wie beispielsweise Ursula Pfeiffer, die mit ihrem Ananas-Schneider und dem Spargel-Schäler nichts anzufangen wusste. Auktionator Bernd Werner von der Stiftung startete mit einem Holzkästchen „das ist sicher 10 Jahre alt“ und fuhr so die ersten 16 Euro ein. Munter brachte er mit dem Loriot-Zitat „Berta, das Ei ist hart“ ein Salz- und Pfefferstreuer-Set im Loriot-Stil für 15 Euro an den Mann, und ein Pilotenkoffer aus echtem Leder ging für 36 Euro weg. Große Freude bei Katharina Kullich und Tochter Martina: Das schicke Klappfahrrad mit Schlüssel und Schloss hätten sie für 48 Euro wahrscheinlich sonst nirgendwo erhalten. Unterstützt wurde die Aktion von Künstler Jan Balyon, der ein Lüneburg-Bild stiftete.

Die Interessenten brachten allerdings nicht nur Geschenke dieses Weihnachtsfestes mit mit „Missisippi Queen“ wurde zwar ein „Spiel des Jahres“ präsentiert, aber das von 1997.