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Philipp Mundinus zeigt, was an Silvester den Lüneburger Himmel bunt machen wird. Gefragt seien statt Böller eher Batterien, die Dutzende Lichteffekte erzielen. Foto: t&w
Philipp Mundinus zeigt, was an Silvester den Lüneburger Himmel bunt machen wird. Gefragt seien statt Böller eher Batterien, die Dutzende Lichteffekte erzielen. Foto: t&w

Es glitzert, funkelt und knallt – aber bitte vorsichtig +++ mit Expertentipps

jdr Lüneburg. Heute Abend feiern wir den Jahreswechsel, da darf für viele eine Sache nicht fehlen: ein ausgiebiges, buntes Silvesterfeuerwerk. Regaleweise warten in Lüneburger Geschäften Raketen, Böller und Fontänen darauf, von Pyrofreunden gekauft zu werden.

„Einen Durchschnittskäufer gibt es da nicht“, weiß Philipp Mundinus, Geschäftsführer von Oskar Mundinus Eisenwaren. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer und Frauen gleich kaufen.“ Auffallend sei aber, dass sich die Zeiten zumindest insofern geändert hätten, als dass es heute nicht mehr nur darum gehe, möglichst viel Lärm zu erzeugen. „Die Leute wollen etwas fürs Auge, das reine Knall, Bumm, Peng des sogenannten Chinaböllers war gestern“, erklärt Mundinus. Darum gebe es auch nicht viele Neuheiten, die Entwickler tüftelten vielmehr an einer Verlängerung der Effektzeiten. So brennt die leistungsstärkste Batterie aus Mundinus Sortiment rund 85 Sekunden bei 150 Schuss, das Ganze für knapp 80 Euro.

Neben diesem Renner, da ist sich Philipp Mundinus sicher, wird aber auch in diesem Jahr wieder die Diamantsonne gefragt sein. „Die ist seit Jahren ein Klassiker: Man besfestigt sie beispielsweise an der Hauswand und kann dann mehr als eine Minute den rotierenden Silberfunken zuschauen.“

 Knallen macht Spaß, ist aber nicht ungefährlich. Deshalb geben Sicherheitsexperten Tipps:

  • Nicht nur zum Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch für die Sicherheit sollte auf die richtige Kleidung geachtet werden. Gerade Fleece und Kunststoffgewebe sind leicht entflammbar und sollten deshalb nicht getragen werden.
  • Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Auf Balkonen und Terrassen sollten leicht entflammbare Gegenstände weggestellt, Fenster und Türen geschlossen werden.
  • Sie sollten Ihr und benachbarte Gebäude genau beobachten. Einschlagende Raketen sollten, soweit möglich, unverzüglich entfernt werden.
  • Die Gebrauchsanweisung eines Feuerwerkskörpers vor Gebrauch genau durchlesen.
  • Knallkörper niemals in geschlossenen Räumen verwenden. Raketen nur im Freien mit Sicherheitsabstand zu anderen Menschen, Autos und Gebäuden zünden. Zudem sollten Raketen aus großen Flaschen, die in Kästen stehen, gestartet werden.
  • Nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal anzünden.n  Beim Anzünden verwendet man am besten sogenannte Sturmfeuerzeuge.
  • Feuerwerk darf nur vom 31. Dezember bis 1. Januar abgebrannt werden und nur von Personen ab 18 Jahre. Pyrotechnische Munition darf mit Schreckschuss- und Signalwaffen nur vom 31. Dezember, 15 Uhr, bis zum 1. Januar, 5 Uhr, verschossen werden.n  Besonders gefährlich – und daher verboten – sind nicht zugelassene oder selbstgebaute Knallkörper.n  Keinesfalls sollten pyrotechnische Artikel unter, auf oder gar nach fahrenden Fahrzeugen geworfen werden.
  • Mit Feuerwerkskörpern niemals nach Personen werfen oder auf Personen schießen.
  • Kinder und Jugendliche nur ungefährliche Artikel abbrennen lassen und dabei beaufsichtigen.
  • Raketen senkrecht in eine feststehende Flasche stecken. Dann erst die Schutzkappe abziehen und zünden.
  • An Haustiere denken, wenn das Feuerwerk beginnt; schreckhafte Tiere nicht allein lassen, für „Schalldämpfung“ (Türen, Fenster und Jalousien schließen) sorgen.
  • Sollte etwas schiefgehen, Feuerwehr und Rettungsdienst anrufen unter 112 und die Polizei unter 110.