Mittwoch , 28. September 2016
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Mutig, mutig: Geschützt mit Neoprenanzügen nehmen 23 Schwimmer am traditionellen Neujahrsschwimmen der DLRG in der Elbe teil. Foto: tja
Mutig, mutig: Geschützt mit Neoprenanzügen nehmen 23 Schwimmer am traditionellen Neujahrsschwimmen der DLRG in der Elbe teil. Foto: tja

Traditionelles Neujahrsschwimmen: Keine Scheu vor kaltem Wasser

tja Lauenburg. 23 Mutige zog es beim traditionellen Neujahrsschwimmen bei Lauenburg in die Elbe. Und die war glaubt man den Schwimmern gar nicht so kalt, wie sie vom Ufer aus wirkte. Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte zu dem Spektakel eingeladen und neben den Bürgermeistern aus Lauenburg, Andreas Thiede samt Frau Angela, und Schnakenbek, Christian Pehmöller, auch 20 Rettungsschwimmer aus den Einheiten in Lauenburg, Geesthacht, Büchen, Mölln und Lüneburg am Start.

„Ich bin das erste Mal dabei und komme im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder“, sagte Ann-Kristin Vehse. Die 23-Jährige schaffte es allein durch die Körpertemperatur, das durch den Anzug dringende Elbwasser auf eine erträgliche Temperatur zu bringen.

Eine Premiere war das Neujahrsschwimmen auch für Angela Thiede, die ihrem Mann in der Sache in nichts nachstehen wollte.

Obwohl alle Beteiligten bei dem Bad in der Elbe viel Spaß hatten, steht durchaus ein ernster Anlass hinter der Aktion: Die DLRG demonstriert damit, dass sie jederzeit einsatzbereit ist, um in Not geratenen Menschen zu helfen. „Wir sind für die Menschen da“, versicherte Hans-Dieter Struck, der stellvertretende Vorsitzende des DLRG-Bezirks Oberelbe. Er lobte die besondere „Seilschaft“, die Politiker und Rettungsschwimmer demonstrieren würden. So lag es an Rettungschwimmer Janko Lucks, der die Reihe der Schwimmer anführte, alle sicher die 800 Meter lange Schwimmstrecke vom Rufer-Platz elbabwärts zum Bootshaus zu führen.

Dass die DLRG nicht nur im Wasser qualifiziert hilft, sondern auch an Land einsatzbereit ist, zeigen die Zahlen, die der DLRG-Rettungsdienst 2014 leistete. Der Rettungswagen (RTW), den die Wasserretter im Auftrag des Kreises besetzen, absolvierte 1400 Einsätze, die ehrenamtlichen First Responder waren gut 50 Mal unterwegs. „Die Stationierung des Rettungswagens in Lauenburg ist ein großer Erfolg“, sagte Norbert Brackmann.

Er ist nicht nur Mitglied der DLRG, sondern engagiert sich als Politiker auch für die Interessen der Lauenburger. Mit Nachdruck hatte er dafür gekämpft, dass die medizinische Notfallversorgung der Lauenburger durch einen in der Stadt stationierten RTW verbessert wird. „In mehr als 90 Prozent unserer Einsätze sind wir innerhalb der Hilfsfrist beim Patienten“, sagte Norbert Brackmann zufrieden.