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Dr. Reiner Faulhaber feiert heute seinen 80. Geburtstag. Nach seiner Zeit bei der Stadt bekleidete er viele Ehrenämter. Foto: t&w
Dr. Reiner Faulhaber feiert heute seinen 80. Geburtstag. Nach seiner Zeit bei der Stadt bekleidete er viele Ehrenämter. Foto: t&w

Lüneburgs früherer Oberstadtdirektor feiert 80. Geburtstag

as Lüneburg. Es war ein Sonntag und ein Feiertag, als er am 6. Januar 1935 in Oppeln/Oberschlesien das Licht der Welt erblickte. „Meine Mutter hat gesagt: Wer an so einem Tag geboren wird, wird in seinem Leben Glück haben. Und sie hat Recht gehabt“, sagt Dr. Reiner Faulhaber. In seinem Berufs- wie auch Privatleben lief alles wie geschmiert. Sein eigenes Glück, seine unbändige Lebensfreude und Zugewandtheit waren aber auch das Fundament dafür, dass sich Dr. Faulhaber ehrenamtlich in dieser Stadt für viele andere Menschen engagierte. Am heutigen Dienstag feiert er seinen 80. Geburtstag. Die LZ sagt: Herzlichen Glückwunsch.

Wie viele seiner Generation hat Dr. Faulhaber Krieg und Vertreibung erfahren. Doch ohne Bitterkeit, wie er sagt, „dank einer fürsorglichen Mutter“. Seine Familie Vater, Mutter und zwei ältere Brüder fand schließlich in Lüneburg wieder zusammen, wo er das Johanneum besuchte. Nach Studienjahren in Hamburg, Berlin und Göttingen stieg der Jurist als Pressechef beim damaligen Bundesinnenminister Ernst Benda ein. Eine spannende Zeit für den jungen Regierungsrat. 1974 wurde er Kreisdirektor beim Landkreis Lüneburg, 1984 Nachfolger von Hans-Heinrich Stelljes als Oberstadtdirektor von Lüneburg. Es war die zupackende, freundliche Art, die viele an dem Verwaltungschef schätzten. Stets in Bewegung im Geiste und im Wirken. Unter seiner Ägide wurde unter anderem das Klinikum ausgebaut, die Altstadt saniert, die Verkehrsberuhigung auf den Weg gebracht. Sein Steckenpferd war und ist aber die Kultur, die er maßgeblich gefördert hat das Theater war ihm dabei größte Herzensangelegenheit.

Dem Gemeinwohl freudig weiter verpflichtet sah sich Dr. Faulhaber auch, nachdem er 1997 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ehrenamt in kulturellen und karikativen Einrichtungen war für ihn Ehrensache. Zehn Jahre lang war er Vorsitzender der Loewe-Stiftung, außerdem Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Lüneburg, saß im Kuratorium der Universitäts-Gesellschaft sowie im Beirat des Vereins Campus, war stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises Theater und, und, und. Offen und freundlich auf die Menschen, auf die Dinge und neue Ideen einzugehen, das zeichne Faulhaber aus, hat ihm einst Oberbürgermeister Ulrich Mädge attestiert. Für sein Engagement wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens sowie mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet.

„Man darf den Jungen nicht die Chance nehmen, ihre Vorstellungen zu verwirklichen“, hatte Dr. Faulhaber anlässlich seines 75. Geburtstages erklärt und sich vom Großteil seiner Ehrenämter getrennt. Ausnahme Nummer 1: das Theater. Als Ehrenmitglied des Ensembles und des Freundeskreises Theater engagiert er sich weiter. „Kultur trägt nicht nur zur Atmosphäre einer Stadt bei, sie ist auch weicher Faktor für Wirtschaftsansiedlungen. Das Lüneburger Theater steht für hohes künstlerisches Niveau“, deshalb dürfe die Einrichtung nicht an der Finanzausstattung scheitern. Aber auch im Beirat des Vereins Campus ist er weiter tätig, und für die LZ wirkt er seit fünf Jahren als Ombudsmann er ist unser Leseranwalt bei Beschwerden zum journalistischen Handwerk.

Selbstredend wird der Jubilar weiter in Bewegung bleiben, und das nicht nur auf Schusters Rappen wie in den vergangenen Jahren mit Ehefrau Karin. Gemeinsam haben sie Deutschland durchwandert, über 3000 Kilometer zurückgelegt und dabei die Vielfalt der Kulturschätze genossen. In kommenden Jahren wolle er mehr das Private genießen mit Ehefrau und seiner Familie, sagt Dr. Faulhaber. Theater, Oper und Literatur werden dabei Elixiere seiner Lebensfreude sein.

One comment

  1. Dr. Reiner Faulhaber,Die LZ sagt: Herzlichen Glückwunsch. Ich schließe mich dem an. Bleiben Sie gesund.