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Spontan hatten sich die Menschen auf dem Lüneburger Marktplatz versammelt und bekundeten ihre Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags in Paris. Vom Markt führte ihr Weg durch die Bäckerstraße vor die Landeszeitung. Foto: t&w
Spontan hatten sich die Menschen auf dem Lüneburger Marktplatz versammelt und bekundeten ihre Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags in Paris. Vom Markt führte ihr Weg durch die Bäckerstraße vor die Landeszeitung. Foto: t&w

Attentat von Paris: ein Zeichen der Solidarität aus Lüneburg

off Lüneburg. Rund 60 Menschen aus Stadt und Kreis bekundeten am Sonntagnachmittag ihre Solidarität mit den Menschen in Paris. Spontan hatte sich die Gruppe auf dem Lüneburger Marktplatz versammelt, während in Frankreich Hunderttausende zum großen Trauermarsch zusammenkamen. „Wir stehen heute hier, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen blinden Hass und brutale Gewalt“, sagte Initiatorin Petra Kruse-Runge.

Die Fraktionssprecherin der Grünen im Kreistag verkündete: „Wir können und wollen nicht dulden, dass Menschen in Lebensgefahr geraten, weil sie ihren Beruf auf ihre ureigene Weise ausüben.“ Die Getöteten der Redaktion „Charlie Hebdo“ seien kompromisslos in ihren Ansichten gewesen. „Und genau dies muss erlaubt sein. Es geht um fundamentale Werte wie Presse- und Kulturfreiheit.“ Gemeinsam marschierte die Gruppe durch die Bäckerstraße zum Platz Am Sande, „zu unserem Presseorgan der Landeszeitung“, und sang gemeinsam „Die Gedanken sind frei…“.

Einige Teilnehmer des Treffens und ihre Motive:

Carlotte Klement, 27, aus Lüneburg: „Ich habe fünf Jahre lang in Paris gelebt und gearbeitet und fühle mich mit den Menschen und der Stadt besonders verbunden. Es ist absolut schockierend, dass dort so etwas passieren konnte. Ich war vor kurzem in London, in Berlin und auch dort hätte so ein Anschlag passieren können. Ich möchte mich mit dieser Aktion solidarisch zeigen mit den Betroffenen.“

Bernd Constantin, 58, aus Bleckede: „Ich möchte ein Zeichen setzen gegen jede Form von Gewalt und Intoleranz.“

Bärbel Sasse, 53, aus Adendorf: „Ich bin aus Solidarität hier und möchte ein Zeichen setzen gegen islamistische Extremisten. Es ist schrecklich, wie hier der Koran missbraucht wird. Was mich freut ist, dass auch muslimische Gemeinschaften die Tat auf das Schärfste verurteilen, sich soldarisch mit den Betroffenen zeigen.“

Melanie Dieckmann-Kirks, 52, aus Lüneburg: „Ich möchte zeigen, dass ich mit den Menschen und den Betroffenen in Paris fühle. Die letzten fünf Tage müssen schrecklich für sie gewesen sein, die Angst, nicht zu wissen, was weiter passiert, ob es vorbei ist oder die Gewalt weiter geht.“