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Seit Jahren nimmt Profischwimmerin Esther Ritter am 24-Stunden-Schwimmen teil, in diesem Jahr zum ersten Mal mit Baby Josua. In dem Schwimmring speziell für Säuglinge wollte sie ihren Sohn mitnehmen, doch Josua  war das Wasser für längere Touren eindeutig zu kalt. Foto. t&w
Seit Jahren nimmt Profischwimmerin Esther Ritter am 24-Stunden-Schwimmen teil, in diesem Jahr zum ersten Mal mit Baby Josua. In dem Schwimmring speziell für Säuglinge wollte sie ihren Sohn mitnehmen, doch Josua war das Wasser für längere Touren eindeutig zu kalt. Foto. t&w

24-Stunden-Schwimmen im Salü: Kleine und große Rekorde für Nachbarn +++ mit LZplay-Video

off Lüneburg. 679 Teilnehmer, 1777 Kilometer und 24 Stunden durchgehend Programm: Zum achten Mal öffnete das Lüneburger Sportbad am Wochenende zur Benefizaktion für den Guten Nachbarn, schwammen Laien und Profis, Kinder und Senioren ihre Bahnen für die Hilfsaktion von Wohlfahrtsverbänden und Landeszeitung. Jüngster Teilnehmer: der drei Monate alte Josua. Ältester Schwimmer: der 78 Jahre alte Frank Schmidt. Und Rekordschwimmer mit insgesamt 32 Kilometern: Ben Strätz.

Für den drei Monate alten Josua war es der erste Besuch seines Lebens im Sportbad, für Mama und Profischwimmerin Esther Ritter das erste 24-Stunden-Schwimmen mit Baby. 2012 und 2013 erschwamm sie mit jeweils mehr als 40 Kilometern Rekorde und war fast 20 Stunden nahezu ununterbrochen im Wasser. Dieses Mal wollte sie zumindest ein paar Bahnen ziehen, Sohn Josua dafür in einem Schwimmring speziell für Säuglinge mitnehmen. Doch dem Winzling reichte eine Bahn, dann hatte er genug vom kühlen Nass. Mama und Sohn zogen um in eins der wärmeren Becken des SaLü. Doch dabei sein, ist alles. „Und für diese tolle Aktion war es mir den Versuch auf jeden Fall wert“, sagte Esther Ritter.

Keinen Rekord, dafür eine neue persönliche Bestleistung schaffte Neele Wiesmann aus Bienenbüttel. Mit gerade mal elf Jahren schwamm sie insgesamt 18,2 Kilometer und war mit Unterbrechung elf Stunden im Wasser. „Am Samstag war ich von 10 bis 18 Uhr hier“, erzählte sie, „am Sonntag von 5 Uhr früh bis 10 Uhr.“ Dann ertönte nicht nur für sie, sondern für die gesamte Aktion der Schlusspfiff und SaLü-Chef, Dirk Günther, zog erstmals aus allen Teilnehmern drei Gewinner. Dabei war neben Anne Kozian und Wilfried Rohde auch die elfjährige Neele. „Das ist ein toller Abschluss“, sagte sie stolz und sichtlich erschöpft.

Unterstützt wird das 24-Stunden-Schwimmen von zahlreichen Sponsoren, pro Teilnehmer wird ein Euro gespendet, je 10000 geschwommene Meter fließen weitere zehn Euro in die Spendenkasse. Undenkbar wäre die Aktion allerdings auch ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, darunter zum Beispiel ein Team der Lüneburger Sportvereinigung (LSV), der DLRG und in diesem Jahr erstmals auch der Bundeswehr. „Man hatte gefragt, ob wir helfen können“, sagte Niklas Kather, Stabsunteroffizier bei der 5. Kompanie des Aufklärungslehrbataillons 3 „Lüneburg“. „Und es haben sich sofort zwölf Leute von uns gemeldet.“ Er selbst ist am Sonnabend extra aus Elmshorn nach Lüneburg gekommen, um von 10 bis 17 Uhr Bahnen zu zählen. „Ich helfe gerne, wenn wir gebraucht werden“, sagte er, „und das hier ist doch eine tolle Aktion.“

Wie jedes Jahr geht der Spendenerlös des Schwimmens an die Aktion Guter Nachbar, die seit 1958 unverschuldet in Not geratene Menschen aus Stadt und Kreis unterstützt. „Wir freuen uns über jeden Cent, der hier zusammenkommt“, sagte der Vorsitzende der Hilfsaktion, Wolfgang Klose. „Und wir bedanken uns beim Team des SaLü, den vielen ehrenamtlichen Helfern und den vielen Teilnehmern, dass sie diese Aktion seit so vielen Jahren zu einem Erfolg machen.“
Die Gewinner Anne Kozian und Wilfried Rohde werden gebeten, sich im SaLü zu melden.