Dienstag , 27. September 2016
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Bombenfund: Bombe entschärft, Evakuierung aufgehoben, alle können wieder nach Hause

sp Lüneburg. Nach dem Knall durch die kontrollierte Sprengung des Blindgängers ging alles ganz schnell. Um 23.45 Uhr meldete die Polizei, dass das Gebiet wieder freigegeben ist.

Rund 52 Personen, die im St.-Stephanus-Gemeindezentrum Quartier genommen hatten und weitere rund 150 Personen, die in der St.-Ursula-Schule untergekommen sind, können wieder zurück nach Hause. Wobei die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer von ASB, DRK und Feuerwehr noch eine Weile damit beschäftigt sein werden, um den aus dem Altenheim Domicil evakuierten Bewohnerinnen und Bewohnern behilflich zu sein bei ihrer Rückkehr. Die alten Leute waren soweit noch rüstig in der St.-Ursula-Schule untergekommen bzw. Personen, die mehr Hilfe benötigten, in den Gebäuden der Psychiatrischen Klinik.

Die Hansestadt Lüneburg dankt allen Einsatzkräften und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz sowie allen rund 1600 von der Evakuierung betroffenen Personen für ihre Mitwirkung und ihre Geduld.

+ + + Offizielle Pressemeldung der Polizei + + +

Lüneburg. Der erste Bombenfund im Jahr 2015 – es war der insgesamt 10. im Baugebiet An der Wittenberger Bahn – führte dazu, dass etwa 1700 Lüneburger ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen mussten.

Die Hansestadt Lüneburg hatte Anlaufstellen eingerichtet, wo ca. 200 Betroffenen mit Getränken und Pizza versorgt wurden.

Um 23.42 Uhr war der Spuk nach einem lauten Knall vorbei. Sprengmeister Michael Tillmann und sein Kollege vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengten die 68 kg schwere Fliegerbombe, nachdem sie diese zunächst händisch um 50 m versetzt
hatten.

Die Detonation war deutlich im Stadtgebiet zu hören. Zu gravierenden Sachschäden kam es nicht.

Für die Zeit der kontrollierten Sprengung wurde der Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Uelzen ab 22.45 Uhr für beide Richtungen voll gesperrt.

Etwa 240 Einsatzkräfte u.a. von Feuerwehr, DRK, ASB, KVG, Kirchen, Hansestadt Lüneburg und Polizei waren im Einsatz und gewährleisteten einen reibungslosen Ablauf. Darunter befanden sich auch knapp 50 Beamten der Bereitschaftspolizei in Göttingen.

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Newsticker: Update: 23.45 Uhr

‪#‎Bombenfund‬: Die Evakuierung ist aufgehoben, die Menschen können in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Unser besonderer Dank gilt dem Sprengmeister Michael Tillschneider, allen Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und allen Helfern (u.a. Polizei, Feuerwehr und Hansestadt Lüneburg). Der Rettungsdienst hatte mehr als 80 vor allem ehrenamtliche Kollegen im Einsatz. Rot-Kreuz-Helfer aus Lüneburg und Uelzen sowie Kräfte des ASB agierten vor Ort. In einem 500-Meter-Radius wurden fast 1700 Anwohner evakuiert. Noch in der Nacht geht es retour.

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Newsticker: Update: 23.42 Uhr

Endlich die gute Nachricht: Die Bombe ist erfolgreich gesprengt worden. Bitte mit der Rückkehr nach Hause aber noch ein klein wenig warten, die Polizei muss erst gucken, ob keine Schäden entstanden sind.

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Newsticker: Update: 22.45 Uhr
Das betroffene Gebiet ist jetzt vollständig evakuiert. Sprengmeister Michael Tillschneider kann an die Arbeit gehen.

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Newsticker: Update: 22.10 Uhr
Hier finden Sie aktuelle Fotos der Evakuierung des Seniorenheims Domizil (Fotos: t&w)

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Newsticker: Update: 21.53 Uhr
Sprengmeister Michael Tillschneider soll gegen 22.45 Uhr mit seiner gefährlichen Arbeit beginnen. Eine dreiviertel Stunde kalkuliert er dafür. Und wie alle hoffen, dass es gut geht.

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Newsticker: Update: 21.43 Uhr

Bombenfund – Metronom und Deutsche Bahn melden: Die Metronom-Züge, die vom Lüneburger Bahnhof um kurz vor 22.30 Uhr in Richtung Hamburg und kurz nach 22.30 Uhr in Richtung Uelzen abfahren, können noch genutzt werden. Fernzüge, die den Lüneburger Bahnhof bis 22.30 Uhr tatsächlich (nicht nur geplant) erreichen können, steuern das Ziel Lüneburg an. Das gilt für Züge aus Richtung Hamburg wie auch aus Hannover. Züge, die später hier ankommen würden, werden umgeleitet – es gelten dann die Durchsagen in den jeweiligen Zügen.

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Newsticker: Update: 20.32 Uhr

Die Polizei ist im Zeitplan und beginnt mit der Evakuierung. Das heißt, die Einsatzkräfte klingeln noch mal an allen Türen und überprüfen, dass wirklich alle das betroffene Gebiet verlassen haben bzw. das nun tun. Auch die Absperrpunkte auf den Zufahrtsstraßen sind jetzt besetzt, das heißt, ab sofort darf niemand mehr in das zu evakuierende Gebiet hinein fahren.

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Newsticker: Update: 19.17 Uhr

Ab 20.30 Uhr gelten die Straßensperren, niemand darf mehr in das zu evakuierende Gebiet hinein fahren. An folgenden Ecken werden Straßensperren aufgestellt bzw. steht die Polizei bereit, um den Verkehr umzuleiten:

Willy-Brandt-Straße / Ecke Munstermannskamp
Willy-Brandt-Straße / Amselbrücke
Willy-Brandt-Straße / Rotenbleicher Weg

Wilschenbrucher Weg / Kefersteinstraße
Wilschenbrucher Weg / Feldstraße

Lindenstraße / Rote Straße

Wilschenbrucher Weg / Stresemannstraße

Am Sande / Bei der St. Johanniskirche
Bei der St. Johannniskirche / Altenbrückertorstraße

Scholze-Kreuzung (Lünertorstraße / Altenbrückerdamm)

Dahlenburger Landstraße / Pulverweg
Dahlenburger Landstraße / Altenbrücker Ziegelhof

Schießgrabenstraße

Blümchensaal.

Friedrich-Ebert-Brücke / Pirolweg

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Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg hat wieder für all jene, die sich nicht bei Freunden oder Verwandten einquartieren können, zwei Notunterkünfte eingerichtet: In der St.-Ursula-Schule ab 19 Uhr für alle, die mehr in Richtung Stadt wohnen – für alle, die östlich der Ilmenau wohnen, steht das St.-Stephanus-Gemeindezentrum in Kaltenmoor bereits ab 18 Uhr zur Verfügung. Ansprechpartner der Hansestadt sowie Ehrenamtliche vom Arbeiter-Samariter-Bund und vom Deutschen Roten Kreuz sind vor Ort, halten kalte und warme Getränke parat und bieten auch etwas zu essen an.

Die Hansestadt hat wieder Shuttle-Busse eingerichtet, ab Willy-Brandt-Straße / Ecke Feldstraße zum Quartier in der St.-Ursula-Schule. Östlich der Ilmenau fährt der Bus wieder von Blümchensaal / Ecke Kurt-Schumacher-Straße zum Gemeindehaus St. Stephanus. Die Busse fahren nach Abschluss der Evakuierung am Abend auch wieder zurück.

Im betroffenen Gebiet liegt das Seniorenheim Domicil.

Außerdem liegen darin u.a. das Museum Lüneburg, der Wasserturm, die Oberschule Am Wasserturm (eh. Hauptschule Stadtmitte), die Marienkirche, Teile der Berufsbildenden Schulen – Veranstaltungen, die dort bis 20.30 Uhr beendet sind, können stattfinden. Alles was später ggf. geplant ist, kann nicht stattfinden. Die Infoveranstaltung „Linien in Lüneburg“ der Freunde der Eisenbahn kann heute Abend wie geplant stattfinden. Beginn ist 18:45 Uhr in der Evangelisch-Reformierten-Kirche am Schierbrunnen 4.

Außerdem liegen im Bereich die Parkhäuser Am Wasserturm sowie am Bahnhof.

Wer mit der Bahn nach Lüneburg fährt, sollte Lüneburg spätestens bis 22.30 Uhr (Ankunft) noch erreichen können – und kann dann auch noch sehr zügig zu den Parkhäusern für Autos gehen, um von dort nach Hause zu kommen. Auch der Zug in Richtung Dannenberg,  der um 22.45 Uhr Lüneburg verlässt, darf noch fahren, bevor die Sperrung endgültig in Kraft tritt.

Die Straßensperrungen in das betroffene Gebiet gelten bereits ab 20.30 Uhr.

 
Übrigens:
Das Info-Telefon der Hansestadt Lüneburg ist wie immer zu erreichen unter (04131) 309-3100.

 

bombe 15

Betroffen sind folgende Straßen und Hausnummern:

Altenbrückerdamm 6 bis 9, 9a, 10, 11
Altenbrückertorstraße 1 bis 16
Am Altenbrücker Ziegelhof (alle Nummern)
Am Kaltenmoor 1-9, 10, 10a, 11, 12, 13 bis 21 (nur ungerade Hausnummern)
Am Schierbrunnen 2, 4, 13
Am Schwalbenberg (alle Nummern)
An der Wittenberger Bahn 2, 4, 6, 17, 21
Bahnhofstraße 6 bis 12 (nur gerade), 16, 18, 21 bis 29 (nur ungerade)
Bei der St. Johanniskirche 5, 6, 12
Bei der Ratsmühle (alle Nummern)
Blümchensaal 1 bis 5, 5a, 6, 6a, 8 bis 19, 26, 26a, 28 bis 48 (nur gerade)
Feldstraße 2, 2a
Friedenstraße 8, 8a, 8b, 9 bis 22
Friedrich-Ebert-Brücke
Johannisstraße 14, 16 bis 26, 34 bis 42
Rotenbleicher Weg (alle Nummern)
Schießgrabenstraße 16 bis 19
Schwalbengasse 1 bis 11 (nur ungerade), 18, 20, 22, 36 bis 56 (nur gerade)
Spillbrunnenweg 1, 6, 10 bis 32 (nur gerade)
Stresemannstraße 11, 13, 14, 17,
Vor dem Roten Tore 1 bis 9, 11 bis 23, 25 bis 29, 30, 32, 34, 35, 37 bis 64, 66, 68, 72 a-c
Wandrahmstraße
Willy-Brandt-Straße 1, 2 bis 10 (nur gerade)
Wilschenbrucher Weg 20 bis 72 (nur gerade Hausnummern), 21 bis 35 (nur ungerade)

Wie berichtet: Montagmittag wurde wieder ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Baugebiet Ilmenaugarten an der ehemaligen Wittenberg Bahn gefunden. Gegen 15 Uhr war klar: Es ist eine kleinere, mit einem Aufschlagzünder versehene 150 lbs (ca. 68 kg)  Fliegerbombe. Die Menschen werden ihre Wohnungen in einem Radius von 500 Metern um den Fundort verlassen müssen. Gefunden wurde die Altlast nahe der Friedrich-Ebert-Brücke.

Das Besondere in diesem Fall: Die Fliegerbombe liegt in der Nähe von Kabeln und Leitungen, muss daher etwa 50 Meter in Richtung Westen vom Fundort wegbewegt werden. Sie wird hierzu in einer Art „Hängematte“ von den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes getragen. Laut einer Polizeisprecherin wird Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Bombe daher heute aller Wahrscheinlichkeit nach kontrolliert sprengen. Aufgrund der ungünstigen Position der Bombe dauerte die Berechnung und die Erstellung der Karte heute etwas länger als gewohnt.

Die Polizei sperrte in der Folge den Fundort, welcher nördlich der Friedrich-Ebert-Brücke liegt, ab und alarmierte Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Es ist innerhalb von zwölf Monaten bereits die zehnte Bombe, die dort gefunden wurde. Bekanntlich wurden gegen Ende des Krieges von den Alliierten zweimal Bomben auf das Gebiet Bahnhof und Rotes Feld abgeworfen. Offensichtlich sind dabei viele nicht detoniert.

Bombenfund? Da passiert eh’ nix, ich bleib’ einfach zu Hause!
Solche Gedanken kommen dem einen oder anderen geplagten Anwohner beim erneuten Bombenfund im entstehenden Baugebiet An der Wittenberger Bahn. Wie es sich rechtlich verhält, erklärt Joachim Bodendieck, Leiter des städtischen Ordnungsamtes: „Die Räumung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Rein rechtlich gesehen, ist die Aufforderung, die Wohnungen und Häuser in genannten Umkreis zu verlassen, ein Platzverweis. Der wird von der Polizei auch durchgesetzt.“ – Hintergrund ist schlicht die Gefahr, die von einem Blindgänger ausgeht.

2 Kommentare

  1. Toi Toi Toi Herr Tillschneider passen Sie gut auf sich auf.

  2. Danke Herr Tillschneider . Jetzt können wir wieder ruhig schlafen gehen. Danke auch den ganzen Einsatzkräften.