Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Abgebaut worden ist jetzt der Erbstorfer Adventskranz, der wohl größte der Welt. Wochenlang hatte der Kranz für Aufsehen gesorgt und ungezählte Gäste in den Adendorfer Ortsteil gelockt. Foto: nh
Abgebaut worden ist jetzt der Erbstorfer Adventskranz, der wohl größte der Welt. Wochenlang hatte der Kranz für Aufsehen gesorgt und ungezählte Gäste in den Adendorfer Ortsteil gelockt. Foto: nh

Adventskranz in Erbstorf: Abschied vom grünen Giganten

pet Erbstorf. Dreieinhalb Wochen hatte es gedauert, ihn zu bauen. Vier Wochen lang, während der gesamten Adventszeit, sorgte der wohl größte Adventskranz der Welt, den die Erbstorfer Jugendfeuerwehr neben dem Feuerwehrhaus gebaut hatte, dann deutschlandweit für Schlagzeilen. Jetzt ist der Platz wieder frei: Innerhalb von zwei Tagen räumten Feuerwehrleute und viele Helfer den 22,40 Meter im Durchmesser messenden Koloss ab.

Wochenlang war der Adventskranz ein beliebter Treffpunkt für Erbstorfer, Adendorfer und zahllose Gäste gewesen, die sich dort zu Gesprächen, Glühwein, Bratwurst und an den Adventssonntagen auch zu einem bunten Programm trafen.

Neben der Geselligkeit war das Sammeln für einen guten Zweck ein weiterer Hintergrund der Aufsehen erregenden Aktion das Ergebnis steht jetzt fest: Die stolze Summe von 8888 Euro kam zusammen, die zu gleichen Teilen an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und die Erbstorfer Jugendfeuerwehr geht. Spenden und der Erlös aus Bratwurst- und Getränkeverkauf trugen dazu bei. Im Rahmen einer Feier soll das Geld am Sonnabend, 31. Januar, überreicht werden.

Neben Feuerwehrleuten halfen auch Erbstorfer Bürger beim Rückbau des Adventskranzes mit, berichtet Harald Warncke vom Festausschuss der Feuerwehr. Darüber hinaus stellte ein Unternehmer Radlader und Trecker samt Muldenanhänger zur Verfügung. Damit wurde der Kranz abgeräumt und zum Osterfeuerplatz abtransportiert, wo ein Teil beim „Knütfest“ der Erbstorfer Jugendfeuerwehr am Sonnabend, 17. Januar, ab 15 Uhr, verbrannt werden soll. Warnecke: „Auch wer seinen Tannenbaum mitbringen möchte, ist herzlich eingeladen.“

Die Bewirtung erfolgt durch die Jugendfeuerwehr mit Heißgetränken und Bratwurst. Natürlich habe man die Diskussion um das Verbrennen von Tannenbäumen verfolgt, erklärt Warncke. Von der Neuregelung sei man „wenig angetan, angesichts der Rechtslage wird es sich wohl aber um das letzte Knütfest in Erbstorf handeln“.
Wiederverwendet werden die großen Strohrundballen, die rund um den Adventskranz als Kerzen gedient hatten: nämlich als Einstreu im Kuhstall von Landwirt Carsten Blecken, der die Ballen zur Verfügung gestellt hatte.

Besonders freuten sich die Erbstorfer Brandschützer über das Echo aus der Adendorfer und besonders der Erbstorfer Bevölkerung. Das sei in einer Dankeskarte mit den Worten „Ein Dorf findet zusammen! Danke“ zusammengefasst.