Donnerstag , 8. Dezember 2016
Aktuell
Home | Lokales | Dorferneuerung für Barum und Oldershausen – Orte sollen noch schöner werden
Grundlegend erneuert werden soll mit Mitteln aus der Dorferneuerung das Harms Hus in Oldershausen. Foto: be
Grundlegend erneuert werden soll mit Mitteln aus der Dorferneuerung das Harms Hus in Oldershausen. Foto: be

Dorferneuerung für Barum und Oldershausen – Orte sollen noch schöner werden

pet Lüneburg. Die gute Nachricht vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg kam zügig: Erst am 13. Dezember hatten die Gemeinde Barum und die Gemeinde Marschacht für ihren Ortsteil Oldershausen beantragt, den Förderzeitraum im Zuge des Dorferneuerungsprogramms um ein Jahr, auf den 31. Dezember 2016, zu verlängern. Schon wenige Tage später flatterte die positive Antwort aus Lüneburg auf die Schreibtische der Bürgermeister Torsten Rödenbeck (Barum) und Claus Eckermann (Marschacht).

Zum 1. Juli 2007 waren Barum und Oldershausen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden, befristet zunächst bis 31. Dezember 2013, dann wurde der Förderzeitraum bis Ende 2015 verlängert. Projekte, die noch in der Planung sind oder bereits beantragt, aber noch nicht genehmigt, führten jetzt dazu, dass die Gemeinden eine Verlängerung des für sie geltenden Förderzeitraums beantragten.

Im gemeinsam verfassten Antrag der beiden Gemeinden heißt es: „Da für 2015 aufgrund der nach wie vor ausstehenden neuen Richtlinie zur Dorferneuerung und wegen der noch nicht frei gegebenen EU-Fördermittel derzeit keine zeitnahe Bewilligung von weiteren beantragten öffentlichen Maßnahmen absehbar ist, erscheint die Durchführung von umfangreichen öffentlichen Vorhaben mit Abschluss innerhalb des Jahres 2015 bereits zu diesem Zeitpunkt wiederum als fraglich.“

In Oldershausen ist das die grundlegende Erneuerung von Teilen des Harms Hus, die bereits 2014 beantragt wurde und für die mittlerweile der Zuwendungsbescheid vorliegt. Vorgesehen ist, so Bürgermeister Eckermann, die Sanierung der Fachwerkwand und der Fenster an der Nordseite des Gebäudes.

Aber, so Planer Volker Warnecke vom gleichnamigen Planungsbüro, „aufgrund der umfangreichen Voruntersuchungen und weiterer Vorabstimmungen wird der Maßnahmenbeginn erst etwa Mitte 2015 zu erwarten sein“. Sichheitshalber sei der „Zeitraum zur Abrechnung gegenüber der Förderbehörde in das Jahr 2016 verlegt worden, was letztlich die nochmalige Verlängerung des Förderzeitraums bedingte“.

Großes haben auch die Barumer noch vor: So ist bereits der Antrag gestellt, die Neugestaltung mit der Erneuerung der maroden und in ihrer Ausbauweise überdimensionierten Alten Dorfstraße fortzusetzen. Volker Warnecke: „Diese Maßnahme ist bereits mit den Anliegern abgestimmt, und nach Erteilung der Zuwendung durch die Förderbehörde könnten mit dem detailliert ausgearbeiteten Leistungsverzeichnis sofort Angebote eingeholt werden.“

Und auch die Schulstraße in Barum soll erneuert werden, eine Maßnahme, die sich mit Blick auf den Verkehr, insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten der Schul- und Kindergartenkinder „als besonders dringlich darstellt“ (Warnecke).

Realisierte Projekte
Mit Wirkung vom 1. Juli 2007 wurden Barum (Kreis Lüneburg) und Oldershausen (Harburg) als kreisübergreifendes Projekt in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Seitdem hat sich in den Gemeinden einiges getan. So wurde 2010 in Barum eine Fußgängerbrücke über den Schöpfwerkskanal gebaut, ein Jahr später wurde der Straßenraum Zur Horburg neu hergestellt, 2012 wurden Gotenweg und Dorfplatz neu gestaltet. 2014 wurde der Weg Zum Sportplatz erneuert. In Oldershausen wurden 2011 Fenster und Anstrich in Teilbereichen des Harms Hus erneuert. Völlig neu gestaltet wurde in den Jahren 2011 und 2012 die Ortsdurchfahrt (Kreisstraße 81), 2013 wurde der Sportplatzweg erneuert. Darüber hinaus wurden in beiden Gemeinden private Maßnahmen finanziell bezuschusst. In Barum wurden vier öffentliche Projekte mit 940000 Euro bezuschusst (Gesamtinvestition: 1,46 Millionen Euro), dazu 14 private Projekte (112000/380000 Euro). In Oldershausen wurden fünf öffentliche Projekte mit 378000 Euro (einschließlich EU-Mittel aus dem LEADER-Programm) gefördert (Gesamtinvestition: 760000 Euro). Im privaten Bereich flossen 178000 Euro an Dorferneuerungsmitteln in 15 Projekte (Investition: 600000 Euro). pet