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Apotheker Ulrich Steiger (r.) und der aktuelle Vorsitzende des Guten Nachbarn, Wolfgang Klose, sind begeistert. Der Kalender „Lüneburger Stadtansichten“ hat dieses Mal so viele Spenden in die Kasse der Hilfsaktion gespült wie noch nie. Foto: t&w
Apotheker Ulrich Steiger (r.) und der aktuelle Vorsitzende des Guten Nachbarn, Wolfgang Klose, sind begeistert. Der Kalender „Lüneburger Stadtansichten“ hat dieses Mal so viele Spenden in die Kasse der Hilfsaktion gespült wie noch nie. Foto: t&w

Stadtansichten von Apotheker Steiger ein Renner

pet Lüneburg. „Unsere Kunden waren in diesem Winter besonders spendenfreudig“, freut sich Ulrich Steiger, Inhaber der Lüneburger Einhorn Apotheke Am Sande. Zum zwölften Mal hat Steiger den Kalender „Lüneburger Stadtansichten“ zugunsten des Guten Nachbarn herausgegeben, und der Erlös ist so hoch wie noch nie: Schon 7000 Euro wurden an die Hilfsaktion von Wohltätigkeitsorganisationen und Landeszeitung überwiesen.

Seit 2004 geben Ulrich und sein Bruder Thilo Steiger ihren Kalender heraus, der komplette Erlös geht stets an den Guten Nachbarn. Fast 60 000 Euro sind so bisher zusammengekommen. Nicht nur die aktuellen Kalender seien in den vergangenen Wochen gegen großzügige Spenden gut nachgefragt gewesen, so Steiger. Auch die Kalender der Vorjahre, die fast alle noch vorrätig sind, wurden verlangt. Eine Auflage von 4000 Exemplaren hatte Steiger in Auftrag gegeben, in der Einhorn Apotheke sind noch ausreichend Exemplare vorrätig. Steiger: „Wir sind noch gut bestückt.“
Auch Ende dieses Jahres wollen Ulrich und Thilo Steiger wieder einen Kalender mit den „Lüneburger Stadtansichten“ herausgeben. „Die Arbeiten dafür haben schon begonnen.“ Im Internet wird nach interessanten Bildern gesucht, das Stadtarchiv und das Archiv des Lüneburg-Chronisten Hans-Joachim Boldt sind weitere ergiebige Quellen. „Aber es wird natürlich immer schwerer, interessante Aufnahmen zu finden. Und auch immer teurer“, hat Ulrich Steiger festgestellt.

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Eine Ansicht der Wachsbleiche von 1927 mit der Miniatur des großen Wasserturms, eine Ansicht des Fürstentummuseums aus dem Jahre 1904 und der Kleinen Bäckerstraße von 1903 sowie ein Blick über den Platz Am Sande in Richtung Westen von 1903 sind nur einige der Schmuckstücke im Kalender für 2015. Aber nicht bei allen Aufnahmen lässt sich das Entstehungsjahr feststellen. Am meisten Rätsel gibt Steiger das aktuelle Januar-Blatt auf.

Es zeigt eine Aufnahme der heutigen Wallstraße – wann das Bild entstanden ist, ist unbekannt. Zu sehen sind die Türme der St. Johanniskirche und der längst abgerissenen Kirche St. Marien, daneben das Gebäude des ehemaligen Johanneums, noch ohne Seitenflügel, dann Ratswasserturm, Stadtwall und -graben und am rechten Bildrand das „Sonninsche Gestänge“, mit dessen Hilfe mehr als 80 Jahre lang die Pumpen der Saline angetrieben wurden.

Immerhin, so Steiger, lässt sich das Entstehungdatum einkreisen, denn das Johanneum wurde Anfang der 1870er-Jahre gebaut, das Sonninsche Pumpgestänge wurde 1865 stillgelegt, dürfte dann nicht mehr so lange gestanden haben, das Spitzdach des Ratswasserturms soll 1875 entfernt worden sein. „Das Bild dürfte also zwischen 1870 und 1875 entstanden sein“, ist sich Steiger sicher.