Mittwoch , 28. September 2016
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Oberstleutnant Martin Wehn (vorne links) ist der neue Chef des Heeresmusikkorps Hannover.  Wie sein Vorgänger, setzt auch er auf einen bunten Mix verschiedener Musikstile. Foto: nh
Oberstleutnant Martin Wehn (vorne links) ist der neue Chef des Heeresmusikkorps Hannover. Wie sein Vorgänger, setzt auch er auf einen bunten Mix verschiedener Musikstile. Foto: nh

Big Band spielt Beatles-Songs

rast Lüneburg. Muntere und mitreißende Märsche, bekannte Musical-Melodien und moderne Popmusik – ein Mix, mit dem das Heeresmusikkorps Hannover sein Publikum begeistert. Nach bereits fünf gefeierten Auftritten im Lüneburger Theater – noch unter dem Namen Heeresmusikkorps 1 und unter der Leitung von Oberstleutnant Manfred Peter – stellt sich die klingende Visitenkarte der Bundeswehr nun zum sechsten Mal in Lüneburg in den Dienst der guten Sache und spielt zugunsten des Lüneburger Kreisverbandes und des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Das Benefizkonzert beginnt am Donnerstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Theater. Wer dabei sein will, sollte sich sputen, wie in den Vorjahren ist zu erwarten, dass die Veranstaltung schnell ausverkauft ist. Die Eintrittskarten für den Wohltätigkeitsabend sind ab sofort an der LZ-Konzertkasse Am Sande für 10 Euro das Stück zu haben, an der Abendkasse kosten die Karten 11 Euro.
Oberstabsfeldwebel und Musikzugführer Andreas Friedrich sagt: „Unser Programm reicht von sinfonischen Originalkompositionen für Blasorchester von Alfred Reed und Philipp Sparke über klassische Arrangements, hier werden sich vor allem die Freunde der Marschmusik freuen, bis hin zu Rock und Pop, unter anderem sind die vier Pilzköpfe aus Liverpool, die Beatles, mit einem Potpourri ihrer Evergreens im Konzertprogramm vertreten.“

Das Konzert-Konzept ist bewährt, neu ist allerdings der Mann mit dem Taktstock. Nachdem Manfred Peter 2014 in Lüneburg sein vorletztes Konzert vor seinem Ruhestand gab, hat Oberstleutnant Martin Wehn die musikalische Truppe übernommen. Der 37-Jährige spielte schon mit fünf Jahren Klavier, mit elf Jahren kam die Trompete und etwas später das Saxophon dazu. Während seines Grundwehrdienstes 1996 im damaligen Stabsmusikkorps der Bundeswehr in Siegburg entdeckte er sein Interesse an der Offizierslaufbahn des Militärmusikdienstes. 1998 nahm er das Studium zum Kapellmeister an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf auf, das er 2003 mit „Auszeichnung“ abschloss. Sein Weg führte ihn durch mehrere Musikkorps, vor seiner Hannoveraner Zeit war er zuletzt Leiter des Luftwaffenmusikkorps 2 in Karlsruhe.

Das HMK Hannover stellt sich immer wieder gerne in den Dienst der guten Sache, hat seit seiner Gründung 1956 bei Benefizkonzerten weit mehr als eine Million Euro eingespielt. Die Musiker hatten bereits etliche Auslandseinsätze, spielten beispielsweise in Kanada ebenso wie in Aserbaidschan. Landrat Manfred Nahrstedt als Kreisverbands-Vorsitzender des Volksbundes und der Lüneburger Geschäftsführer Jan Effinger freuen sich über das Engagement der Hannoveraner in der Hansestadt. Laut Effinger hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge rund 1,6 Millionen Mitglieder und Sponsoren. Seine Arbeit finanziert er zu 85 Prozent über Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie die jährlichen Straßen- und Haussammlungen. Die restlichen 15 Prozent decken der Bund und die Länder ab.