Donnerstag , 8. Dezember 2016
Aktuell
Home | Lokales | Gellersen | Faszinierende Baukunst: Hornissen hinterlassen riesiges Nest +++ mit LZplay-Video
In diesem riesigen Hornissennest fand ein Insektenvolk auf dem Hochsitz von Jochen Rosseburg aus Kirchgellersen Unterschlupf. Foto: dth
In diesem riesigen Hornissennest fand ein Insektenvolk auf dem Hochsitz von Jochen Rosseburg aus Kirchgellersen Unterschlupf. Foto: dth

Faszinierende Baukunst: Hornissen hinterlassen riesiges Nest +++ mit LZplay-Video

dth Kirchgellersen. Das wohl beeindruckendste Schaustück für sein Umweltbildungsprojekt „Lernort Natur“ hat Kirchgellersens Hegeringleiter Jochen Rosseburg aus seinem Hochsitz mit nach Hause genommen. Über Monate teilte sich der Jäger im vergangenen Jahr den kleinen, geschlossenen Ausguck bei der Kirchgellerser Tongrube mit einem Hornissennest, bis es so groß wurde, dass er dann doch lieber Abstand hielt. „Hornissennester habe ich in Hochsitzen, wo viel die Sonne drauf steht, schon einige gefunden. Aber das hier ist um ein Vielfaches größer, zirka 30 mal 60 Zentimeter.“

Jochen Rosseburg hat schon viele gewöhnliche Hornissennester in Hochsitzen entdeckt (links im Bild). Doch so einen Kaventsmann wie hier auf dem Tisch hat er vorher noch nicht zu Gesicht bekommen.  Foto: dth
Jochen Rosseburg hat schon viele gewöhnliche Hornissennester in Hochsitzen entdeckt (links im Bild). Doch so einen Kaventsmann wie hier auf dem Tisch hat er vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. Foto: dth

Rosseburg: „Es fing im Juni an. Ich saß alleine im Hochsitz, die Tür war nicht richtig geschlossen, da kommt eine einzelne Hornisse herein, eine richtig dicke Königin und summt um mich herum und setzt sich oben an die Decke und suchte sich einen guten Platz. Mich hat sie in Ruhe gelassen.“ Das blieb auch so, als die folgenden Wochen der Nestbau begann. Im Hochsitz keinen Meter über Rosseburgs Kopf. Er sagt: „Und andere Leute beklagen sich, wenn die in ihrem Haus irgendwo im Dachstuhl nisten.“

Nachdem die streng geschützten Tiere zum Jahresende ausgeflogen und das Nest verwaist war, nahm Rosseburg es kürzlich vorsichtig aus dem Hochsitz heraus und hält es nun als Anschauungsobjekt vor, etwa für interessierte Schulklassen, die am Umweltbildungsprojekt „Lernort Natur“ teilnehmen. Rosseburg: „Wahnsinn, was da für eine Arbeit drin steckt.“

One comment

  1. Da kann man ja nur gratulieren! Solch ein großes Volk mit diesem großen Kunstwerk von Nest beobachten zu können, ist schon etwas ganz besonderes. Es war letztes Jahr ein gutes Hornissenjahr. Es gab genug Futter für die Larven. Und auch die Temperaturen spielten mit. Ich habe schon oft Hornissenvölker beobachtet und auch fotografiert. Auf Hochständen kann man sie öfters beobachten. Auch in alten Nistkästen, die dann „überquellen“ .. sehr interessante Gebilde sind es allemal. Leider fehlen ihnen immer mehr natürliche Möglichkeiten für ihr Nest.
    Es ist eine tolle Idee, das große Nest zu zeigen, solange es nicht zerfällt… und vor allem nicht zu sehr seinen typischen Geruch ausstrahlt.