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Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben gemeinsam mit Mitgliedern der Universität das Richtfest für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg gefeiert. Foto: t&w
Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben gemeinsam mit Mitgliedern der Universität das Richtfest für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg gefeiert. Foto: t&w

Audimax: „Ein Ort der Begegnung und des Austausches“ + + + Mit Fotogalerie und LZplay-Video

Lüneburg. Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben gemeinsam mit Mitgliedern der Universität das Richtfest für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg gefeiert. Das Kernstück der Campusentwicklung für die Modelluniversität bringt Weltarchitektur nach Lüneburg. Der Entwurf für das Gebäude stammt von Daniel Libeskind. Nicht nur Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, auch weitere Redner zeigten sich bereits vom nahezu fertiggestellten Rohbau beeindruckt. Libeskind hob in seiner Ansprache hervor, dass auf einem einst im Nationalsozialismus errichteten Militärgelände nun ein Ort entstehe, der die offene demokratische Gesellschaft repräsentiere. Seine wichtigste Funktion sei es, Menschen zusammenzubringen.

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, hob in ihrer Rede hervor, dass die Leuphana eine Reformhochschule sei, die erfolgreich zukunftsweisende Wege beschritten habe und so weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden sei. Das neue Gebäude sei dafür ein sichtbares und einmaliges Zeichen. Sie sicherte der Universität mit Blick auf die weiteren Schritte bis zur Fertigstellung des Gebäudes die Unterstützung ihres Ministeriums zu.

Dr. Volker Meyer-Guckel, Stiftungsratsvorsitzender der Leuphana, war sich sicher, dass das beeindruckende neue Gebäude den Campus verwandeln werde. Er sprach mit Blick auf die militärisch geprägte Struktur der ursprünglichen Bebauung von einem Miteinander von Gebäuden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit dem neuen Zentralgebäude entstehe nicht nur ein offener und transparenter Ort für die Universität, sondern auch ein Ort, an dem ein Austausch zwischen Universität und Gesellschaft stattfinden werde.

Leuphana-Präsident Sascha Spoun ging in seiner Rede ebenfalls auf die Geschichte des Ortes ein, an dem sich der zentrale Campus der Universität befindet. Es ginge nicht darum, diese Geschichte auszulöschen, sondern deutlich zu machen, dass Unterdrückung und Diktatur überwunden wurden von Versöhnung und Demokratie. In diesem Sinne stehe das neue Zentralgebäude auch dafür, in Frieden und Freiheit miteinander die Zukunft zu gestalten. Das Bauwerk schaffe einen Raum, an dem Menschen zusammenkommen, um voneinander zu lernen. Ohne ein solches Miteinander könne es fruchtbare Wissenschaft und Bildung nicht geben.

Leuphana-Vizepräsident Holm Keller wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, dass das neue Zentralgebäude bei seiner Fertigstellung wohl eines der nachhaltigsten öffentlichen Gebäude Europas sein werde. Das künftige Auditorium Maximum diene im Übrigen auch der Hansestadt Lüneburg als neue Stadthalle. Es werde außerdem einen Raum der Stille geben, ein gemeinsames Vorhaben der beiden Christlichen Kirchen, der jüdischen Gemeinden Niedersachsens und – hoffentlich bald – von zwei Islamischen Vereinigungen.

Das neue Zentralgebäude der Leuphana verfügt über eine Gesamtnutzfläche von 13.200 Quadratmetern. Die Forschung nimmt gut die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes ein. 2.700 Quadratmeter Fläche sind für ein Studierendenzentrum vorgesehen, 2.500 Quadratmeter für ein Seminarzentrum. Ein Auditorium Maximum bietet Platz für 1.200 Besucher.

Die Baukosten sind mit rund 72,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung ist gesichert, auch für mögliche Risiken hat die Universität Vorsorge getroffen. Den Löwenanteil tragen der Bund und Land Niedersachsen, die Europäische Union sowie Stadt und Landkreis Lüneburg. Auch katholische und evangelische Kirche, die Jüdischen Gemeinden Niedersachsen und die Klosterkammer sind, wie auch die Universität selbst, an der Finanzierung beteiligt. Die Fertigstellung des Zentralgebäudes ist für 2016 vorgesehen.

>>>FOTOGALERIE

>>>Video der Leuphana Universität

 

One comment

  1. Hornissen hinterlassen riesiges Nest

    „Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben gemeinsam mit Mitgliedern der Universität das Richtfest für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg gefeiert.“

    Na, dann können die Bürger Lüneburgs, die leider draußen bleiben mussten, ja gar nicht anders, als von der Notwendigkeit des „Überbaus“ ebenfalls überzeugt zu sein. (http://www.zeit.de/2014/31/leuphana-universitaet-lueneburg-libeskind/komplettansicht)

    „Daniel Libeskind hob in seiner Ansprache hervor, dass auf einem einst im Nationalsozialismus errichteten Militärgelände nun ein Ort entstehe, der die offene demokratische Gesellschaft repräsentiere. Seine wichtigste Funktion sei es, Menschen zusammenzubringen.“

    Waren dieser „Ort“ und diese „Funktion“ nicht schon mit dem Umzug der Universität auf den heutigen Campus auf dem Gelände der ehemaligen Scharnhorst-Kaserne erreicht, dessen „damals bundesweit einmalige Konversion“ seit dem Wintersemester 1997/1998 vollendet wurde? Siehe die eindrucksvolle und unaufgeregte Darstellung des ehemals für den Hochschulbau verantwortlichen Regierungsbeamten Klaus Flebbe: (http://d-nb.info/1009528580/34)

    „Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, hob in ihrer Rede hervor, dass die Leuphana eine Reformhochschule sei, die erfolgreich zukunftsweisende Wege beschritten habe und so weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden sei. Das neue Gebäude sei dafür ein sichtbares und einmaliges Zeichen.“

    Muss in Lüneburg „ein sichtbares und einmaliges Zeichen“ für etwas, das ohnehin schon „weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden“ ist, 72, 3 (eventuell aber auch 125) Millionen Euro Steuergelder kosten? Hätte ein bezahlbarer Zweckbau für 20 Millionen mit einem schönen Fahnenmast nicht auch genügt?

    „Dr. Volker Meyer-Guckel, Stiftungsratsvorsitzender der Leuphana, war sich sicher, dass das beeindruckende neue Gebäude den Campus verwandeln werde. Er sprach mit Blick auf die militärisch geprägte Struktur der ursprünglichen Bebauung von einem Miteinander von Gebäuden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit dem neuen Zentralgebäude entstehe nicht nur ein offener und transparenter Ort für die Universität, sondern auch ein Ort, an dem ein Austausch zwischen Universität und Gesellschaft stattfinden werde.“

    Auch in Kaltenmoor gibt es „Gebäude, die unterschiedlicher nicht sein könnten.“ Haben die Hochhausklötze aus dem Stadtteil „einen offenen und transparenten Ort“ gemacht, „an dem ein Austausch zwischen“ Bewohnern „und Gesellschaft stattfindet“? War die Lüneburger Hochschule während der letzten 25 Jahre kein „offener und transparenter Ort (…) an dem ein Austausch zwischen Universität und Gesellschaft stattfinden“ konnte? Falls doch, wozu dann diese gigantische Steuergeldverschwendung? Sollte man nicht „in Köpfe investieren — statt in Beton“?

    „Leuphana-Präsident Sascha Spoun ging in seiner Rede ebenfalls auf die Geschichte des Ortes ein, an dem sich der zentrale Campus der Universität befindet. Es ginge nicht darum, diese Geschichte auszulöschen, sondern deutlich zu machen, dass Unterdrückung und Diktatur überwunden wurden von Versöhnung und Demokratie. In diesem Sinne stehe das neue Zentralgebäude auch dafür, in Frieden und Freiheit miteinander die Zukunft zu gestalten. Das Bauwerk schaffe einen Raum, an dem Menschen zusammenkommen, um voneinander zu lernen. Ohne ein solches Miteinander könne es fruchtbare Wissenschaft und Bildung nicht geben.“

    „Unterdrückung und Diktatur“ wurden in Lüneburg – auch ohne Herrn Spoun und ohne Zentralpalast – vor fast siebzig Jahren „überwunden“ und während dieser Zeit durch „Versöhnung und Demokratie“ befestigt. Die Folge „Bauwerk“-„Miteinander“-„Bildung“ enthält ein überflüssiges Element: Bauwerk — sofern damit das Millionengrab gemeint ist. (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/leuphana-uni-lueneburg-zentralgebaeude-von-libeskind-sorgt-fuer-aerger-a-964827.html)

    „Leuphana-Vizepräsident Holm Keller wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, dass das neue Zentralgebäude bei seiner Fertigstellung wohl eines der nachhaltigsten öffentlichen Gebäude Europas sein werde.“

    „Eines der nachhaltigsten öffentlichen Gebäude Europas“? Was heißt das? Den gleichen Grad an Energieeffizienz hätte man auch mit einem Bau gleicher Nutzfläche für 10 oder 20 Millionen Euro – inklusive „Raum der Stille – erreichen können. Plastikörter ?(http://www.zeit.de/campus/online/2007/47/leuphana-satire/komplettansicht)