Mittwoch , 28. September 2016
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Geschafft: Zumindest für einen Augenblick ließ sich die nervige Krähenkonkurrenz vertreiben, und der Seeadler kann in Ruhe seine Maus vertilgen. Foto: Piter Wichers
Geschafft: Zumindest für einen Augenblick ließ sich die nervige Krähenkonkurrenz vertreiben, und der Seeadler kann in Ruhe seine Maus vertilgen. Foto: Piter Wichers

Mühselige Mäusejagd – Ein Seeadler an der Elbe fotografiert und gefilmt

off Hohnstorf/Elbe. Er ist mit dem Fahrrad auf der Suche nach neuen Fotomotiven, als eine Gruppe Krähen Piter Wichers Aufmerksamkeit weckt. Auf einer überschwemmten Elbwiese hocken die Vögel und ziehen mit ihren Schnäbeln etwas aus der Erde, „Mäuse“, glaubt Wichers, „vielleicht schon tot, vielleicht aber auch noch lebendig“. Der 50-Jährige stellt das Fahrrad ab, holt die Kamera aus der Tasche, legt sich bäuchlings hinter dem Elbdeich auf die Lauer und beobachtet durch das Objektiv die Szenerie. „Irgendwann landete dann ein Seeadler“, erzählt Wichers. Auch ihn scheinen die Krähen angelockt zu haben. Für Wichers die Chance.

Schon oft hat der Hohnstorfer Seeadler an der Elbe fotografiert und gefilmt in ganz unterschiedlichen Situationen. Mal verfolgt ein Kolkrabe den Seeadler, mal gleitet der Greifvogel majestätisch über den Fluss. Nun konnte Wichers den Adler fotografieren und filmen, wie er den Krähen ihre Beute abjagen will. „Der Seeadler landete mitten in der Krähengruppe und suchte wie sie in den Erdlöchern nach Mäusen.“ Für einen Augenblick lassen sich die Krähen von ihm beeindrucken und fliegen aufgeregt davon, doch schon nach wenigen Augenblicken kommen sie zurück zum Ärger des Seeadlers. Mit nach vorn gestrecktem Kopf läuft der Greifvogel los, versucht eine Krähe zu verscheuchen. Die flattert davon. Zumindest kurz. Auf Dauer lassen sich die Vögel allerdings nicht vertreiben. Ein weiteres Naturschauspiel, das Piter Wichers als Foto und im Video festhalten konnte.

Das Video finden Sie auf der Facebook-Seite der LZ unter www.facebook.de/landeszeitung.