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Foto: A./be
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Polizeibericht: Zugbegleiter niedergestoßen

Lüneburg.  Einen 27-jährigen Schwarzfahrer aus Barnstorf nahmen Bundespolizisten gestern, 21. Januar, am Lüneburger Bahnhof fest. Unterwegs im Metronom von Hamburg nach Lüneburg  hatte der Mann zuvor den 37-jährigen Zugbegleiter niedergestoßen, weil es ihm bei der Kontrolle seines ungültigen Tickets offenbar nicht schnell genug ging. Der Zugbegleiter stürzte zu Boden, zog sich eine Hand- und Fußprellung zu und musste den Dienst abbrechen.

Der aggressive 27-Jährige erhielt eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und der Erschleichung von Leistungen.

 

One comment

  1. Bedenkliche Vorverurteilung.

    Zu den Grundlagen unseres Rechtstaates gehört die Unschuldsvermutung.
    Das heißt, daß jeder Bürger bis zu einem eventuellen rechtskräftigem Urteil als unschuldig zu gelten hat.

    Wenn der geschilderte Sachverhalt tatsächlich so in einem Polizeibericht stehen sollte (Überschrift) so haben die Polizeibeamten diesen Grundsatz, der für jeden Rechtstaat unentbehrlich ist, grob mßachtet, indem sie den Betroffenen als Schwarzfahrer titulierten.
    Desweiteren sollte aber auch gute journalistische Praxis sein, die Unschuldsvermutung ernst zu nehmen, und ihr in der Wortwahl Ausdruck zu geben.