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Diskussion über Y-Trasse und ihre Varianten: Politiker warnt vor „großer Enttäuschung“

dth Lüneburg/Winsen. Der Winsener CDU-Landtagsabgeordnete André Bock „hat große Sorge, dass das vom Land Niedersachsen anberaumte Dialogverfahren zu den Varianten zur Y-Trasse am Ende für viele Beteiligte eine große Enttäuschung wird“. Diesen Eindruck habe er gewonnen, nachdem die Landesregierung und die für die Moderation beauftragte Agentur „vom Hoff Kommunikation“ den Wirtschaftsausschuss des Landtags über das „Dialogforum Schiene Nord“ unterrichtet hat. Schriftlich teilt Bock mit: „Grundsätzlich ist das Dialogverfahren nicht zu kritisieren.“ Aber: „Man sollte aufpassen, dass durch starke Ankündigungen nicht zu hohe Erwartungen geweckt werden.“

Skeptisch sieht Bock, wie in acht Sitzungen bei rund 80 Teilnehmern die unterschiedlichen örtlichen Interessen erfasst und fundiert bearbeitet werden sollen. Zumal die Sitzungen in Celle jeweils nur von 10 bis 16 Uhr stattfinden sollen. „Deutlich zu wenig“, kritisiert Bock. Letztlich werde das Dialogforum eher alle Varianten durchsprechen und Anliegen und Einwendungen werden vorgetragen, tiefgründige Diskussionen seien eher ausgeschlossen, gibt Bock den Tenor im Ausschuss wieder.

Dabei war auch Marcel Winter, Sprecher der Agentur „vom Hoff Kommunikation“, die den Dialogprozess organisiert. Er sagt: „Man sollte das Forum erst einmal mit der Arbeit beginnen lassen. In der ersten Sitzung kann das Forum entscheiden, ob wir die Sitzungen über 16 Uhr hinaus verlängern wollen. Wenn ja, dann ist das kein Problem. Es bleibt nur die Frage, ob man nach sieben oder acht Stunden noch vernünftig arbeiten kann.“ Aus seiner Sicht seien die bisher acht festgelegten Termine in der kurzen Frequenz bis November relativ viel und „durchaus ambitioniert“.

Bock zeigt sich hingegen noch über einen Punkt verwundert, und zwar darüber, dass die Landesregierung einen eigenen landeseigenen Arbeitskreis zum Thema plane, in dem alle wichtigen Institutionen vertreten sein sollen. Welche dies seien, wann der Arbeitskreis eingesetzt werde, welche Zielrichtung der Arbeitskreis haben wird, konnte die Landesregierung noch nicht beantworten“.