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Seniorin fällt auf „Enkeltrick“ herein +++ Polizei sucht Zeugen

Lüneburg. Mit dem „Enkeltrick“ ergaunerten sich Betrüger am Donnerstag, 22. Januar,  mehrere tausend Euro Bargeld bei einer Seniorin im Roten Feld in Lüneburg. Die Täter hatten sich zuvor am Telefon als Verwandte der 79-Jährigen ausgegeben und behauptet, man benötige das Geld für den Kauf einer Wohnung. Später am Nachmittag war ein vermeintlicher Gehilfe des Notars an der Haustür der Frau erschienen, um das Geld abzuholen.

Der Mann wird wie folgt beschrieben:

  • ca. 35 bis 40 Jahre alt
  • ca. 1,80 bis 1,90m groß
  • kurze braune Haare
  • normale, schlanke Figur
  • sprach deutsch ohne Akzent
  • dunkel gekleidet

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Hinweise nimmt die Polizei Lüneburg, Tel. 04131-29-2215, entgegen.

„Rate mal, wer hier spricht“

Mit dieser oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Das rät die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.