Dienstag , 27. September 2016
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Dirk Günther, Geschäftsführer des SaLü, im bereits fertiggestellten Umkleidebereich. Weitere Baumaßnahmen folgen. Foto: be
Dirk Günther, Geschäftsführer des SaLü, im bereits fertiggestellten Umkleidebereich. Weitere Baumaßnahmen folgen. Foto: be

Salü: Mehr Platz für Kurse

rast Lüneburg. Der Bagger rollt am Montag, 16. Februar, an und wird in der Folgezeit beispielsweise den alten Kindergeburtstagsraum inklusive Fassade und Dach, aber auch andere Bereiche des Hauses fressen. Platz geschaffen wird im und am SaLü für ein neues Kursbecken, dessen Bau auf freier Außenfläche beginnt und dann ins Gebäude bis ans Bewegungsbecken reicht. Gleichzeitig werden auch andere Teile des Komplexes erneuert. SaLü-Geschäftsführer Dirk Günther kalkuliert mit 5,5 Millionen Euro für die komplette Baumaßnahme, die Ende März 2016 abgeschlossen sein soll. Beeinträchtigungen für die Kunden lassen sich nicht vermeiden, „die wollen wir aber so gering wie möglich halten“, sagt Günther.

Ausgangspunkt für das Millionen-Projekt ist das Problem mit dem 1972 erbauten Therapiebecken, Günther: „Sole ist hungrig auf Eisen und greift den eisenhaltigen Beton an. Im Therapiebecken war schnell Sole in den Beton gelaufen, eine Sanierung Ende der 70er-Jahre schlug fehl.“ Da dieses Kursbecken ein Filetstück des Hauses und eine Beckensanierung mitten im SaLü nachteilig für andere Bereiche sei, habe man nach einer Alternative gesucht: „Zwischen Uelzener Straße und Kinderbereich befindet sich seit der Sanierung eine unansehnliche Baustraße.“ Hier soll sich nun ein Part des neuen Kursbeckens befinden, der Rest ragt ins Gebäude rein.

Dieses Projekt hat das SaLü in ein neues Gesamtkonzept verpackt, deren ersten beiden, zwei Millionen Euro teuren Baumaßnahmen bereits Ende 2014 abgeschlossen wurden: Der Kellerbereich wurde nach brandschutztechnischen Aspekten saniert und der Fitnessbereich sports & friends konnte deutlich größer und freundlicher gestaltet werden, grenzt direkt an die Kurpark-Fassade an. Auch ein Umkleidebereich ist bereits neugestaltet worden und zeigt sich etwa mit rötlicher Herbstfarbe naturnah.
Zu Beginn der neuen Arbeiten im Februar wird das Bewegungsbecken, das wie alle anderen Bereiche in Betrieb bleibt, durch eine Staubschutz- und Lärmschutzwand eine Ummantelung erhalten. Erneuert wird die Fassade zum Kurpark hin. Und auch die Fassade zur Uelzener Straße erhält ein ganz neues Aussehen, Dirk Günther: „Sie wird gestaltet mit Naturmaterialien. Nächste Woche schauen wir uns die ersten Holzmaterialproben an.“

Hintergrund für die Neugestaltung ist nicht nur das marode Therapiebecken. Günther: „Das Kurssegment explodiert, wöchentlich finden bei uns mehr als 100 Kurse statt.“ Und auch die Zahl der „normalen“ Gäste nehme zu: „An den vergangenen Wochenenden hatten wir jeweils bis zu 2500 Besucher.“ Jährlich würden rund 400000 Gäste verzeichnet.
Die steigenden Besucherzahlen, mit denen das SaLü laut Günther „in Niedersachsen in der obersten Liga spielt“, sind auch Basis für die Finanzierung der 5,5-Millionen-Baumaßnahme: „Die zwei Millionen für die ersten beiden Bauabschnitte konnten wir aus von uns erwirtschafteten Beträgen zahlen.“ Für die noch ausstehenden 3,5 Millionen Euro stehe er bereits in Darlehens-Verhandlungen mit Banken.