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Arbeitsmarkt auf solidem Fundament + + + Mit Arbeitsmarktbericht

rast Lüneburg. Die Arbeitslosenquote für Hansestadt und Landkreis Lüneburg schnellte von Ende Dezember auf Ende Januar von 5,8 auf 6,5 Prozent in die Höhe, stieg um 596 auf 6009 betroffene Frauen und Männer. Kein Grund zur Besorgnis für Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen: „Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit folgte dem für diese Jahreszeit typischen Trend: Sie stieg saisonbedingt an.“ Die Arbeitslosigkeit blieb aber deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Januar 2014 betrug sie noch 6,9 Prozent, damals gab es 368 Erwerbslose mehr.

Dies sei ein Zeichen dafür, dass der regionale Arbeitsmarkt auf einem soliden Fundament stehe und die Zunahme keine konjunkturellen Gründe habe. Einstellungen, die in den vergangenen Monaten von Betrieben vorgenommen wurden, seien nachhaltig. Zudem setzten Betriebe daran, Fachkräfte im Unternehmen zu halten. „Die Prognosen und Befragungen, wie etwa der Geschäftsklimaindex, lassen eine vorsichtig optimistische Stimmung erkennen. Wir sind zuversichtlich, dass der Frühling die übliche Schmelze der Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr sogar stärker ausfallen lässt“, so Passier.

Im Januar meldeten sich 1713 Personen neu oder erneut arbeitslos, 47 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1126 Frauen und Männer ihre Erwerbslosigkeit, 61 weniger als 2014. „Erwartungsgemäß nahm die Jugendarbeitslosigkeit mit Ende der dreieinhalbjährigen Ausbildungen zu“, weiß Passier. Insgesamt waren 513 Jüngere unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, 92 mehr als vor Jahresfrist. Vor einem Jahr gab es 37 Betroffene mehr. „Nicht alle jungen Fachkräfte konnten vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden, andere suchten eine neue He­rausforderung, ohne aber direkt eine Anschlussbeschäftigung zu finden“, so der Agentur-Chef: „Für Unternehmen, die Fachkräfte suchen, ist dies ein guter Zeitpunkt, die Belegschaft um neue Kollegen zu erweitern.“

Der Bestand an offenen Stellen ist gegenüber Dezember um 34 auf 1289 gesunken, das sind allerdings 20 Stellen mehr gegenüber Januar 2014. Arbeitgeber meldeten 230 neue Jobs, 117 weniger als vor einem Jahr.

>>>Arbeitsmarktreport Januar 2015