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Volle Konzentration und Ausdauer zeigten der neunjährige Jesper und seine Mitschüler beim Rope Skipping mit Workshop­Leiterin Gaby Hinrichs. Foto: t&w
Volle Konzentration und Ausdauer zeigten der neunjährige Jesper und seine Mitschüler beim Rope Skipping mit Workshop­Leiterin Gaby Hinrichs. Foto: t&w

Rope Skipping in der Hermann-Löns-Schule

us Lüneburg. Der Start war ein bisschen wie beim Einlauf der Fußball-Nationalmannschaft, als die 26 Jungs hintereinander und mit akustischer Untermalung und Beifall in die Turnhalle der Hermann-Löns-Schule kamen. Und die Situation war auch eine besondere, denn die Schüler nahmen an einem Workshop teil, den es nicht alle Tage an der Schule gibt. Er nennt sich „Skipping Hearts“, ist ein Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung und hat das Ziel, Kinder übers Seilspringen zu mehr Bewegung zu motivieren. Die Hermann-Löns-Schule setzte noch eins drauf und machte daraus einen Projekttag nur für Jungs.

„Seilspringen wird ja eher mit Mädchen in Verbindung gebracht“, sagt Schulleiterin Katharina Esther Gottschling. „Wir wollten diese Sportart deshalb bewusst mal an Jungs he­ranführen und zeigen, was man mit einem Seil alles machen kann.“ Um den Kreis überschaubar zu halten, beschränkte die Schule die Teilnehmer auf die Schüler der drei dritten Klassen.

Die mussten sich am Vormittag in der Turnhalle einfinden, um mit Workshopleiterin Gaby Hinrichs die Übungen mit den giftgrünen Seilen einzustudieren. Bereits zwei Stunden später dann kam der große Auftritt, vor ihren Mitschülern der zweiten, dritten und vierten Klassen sowie Eltern und Großeltern zeigten die Drittklässler, was sie zuvor gelernt hatten.

„Ausdauer, Kondition und Koordination Seilspringen fordert einen mehr als man denkt“, weiß Gaby Hinrichs, die selbst begeisterte Anhängerin des „Rope Skipping“ ist, wie das sportliche Seilspringen heute genannt wird. Seit anderthalb Jahren betreut die Dahlenburgerin die Workshops, sie hat die Aufgabe ehrenamtlich für die Deutsche Herzstiftung übernommen. „Laufen, Springen, Ballspielen sind heute für viele Kinder leider nicht mehr selbstverständlich, das Spielen am Computer ist ihnen oftmals wichtiger. Das führt nicht selten zu Übergewicht und kann später dann das Risiko erhöhen, am Herzen zu erkranken. Deshalb versuchen wir, sie mit diesem Projekt zu gewinnen.“

Dass das Konzept aufgeht, konnte man bei der Vorführung live erleben. Nicht nur die 26 Schüler zeigten vollen Einsatz bei der Präsentation ihrer zuvor einstudierten Übungen, auch die übrigen Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache und honorierten das Dargebotene stets mit kräftigem Applaus. Richtig aus der Puste kamen Phil und Jesper, die sich bei den Übungen kräftig ins Zeug gelegt hatten. „Es hat riesig Spaß gemacht, vor allem mit der Musik dazu, da hat man gleich noch mehr Lust“, berichtet Phil aus der Klasse 3a. Gaby Hinrichs kennt das schon. „Vorher finden viele das total ätzend, doch danach sind alle begeistert und nehmen das Seil in die Hand, auch die Mitschüler, die nicht dabei sein konnten.“