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V. l. n. r.: Oberbürgermeister Ulrich Mädge, MdL Andrea Schröder-Ehlers, MdB Hiltrud Lotze, MdB Lars Klingbeil, Landrat Manfred Nahrstedt. Foto: nh
V. l. n. r.: Oberbürgermeister Ulrich Mädge, MdL Andrea Schröder-Ehlers, MdB Hiltrud Lotze, MdB Lars Klingbeil, Landrat Manfred Nahrstedt. Foto: nh

Bewegung in Verhandlungen über Kasernen

Berlin/Lüneburg. Die zukünftige Nutzung der Lüneburger Bundeswehrkasernen war Thema eines Gesprächs im Rathaus. Dort trafen sich auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Hiltrud Lotze die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der Landrat des Lüneburger Landkreises Manfred Nahrstedt und der Bundestagsabgeordnete und Verteidigungspolitiker Lars Klingbeil. „Ziel des Treffens ist es, wieder Bewegung in die stockenden Verhandlungen zu bekommen“, sagt Hiltrud Lotze.

Im Fokus der Gesprächsrunde stand die Nachnutzung von Flächen der Theodor-Körner-Kaserne (TKK). Dort hat die Stadt Sportplätze und Gewerbeflächen vorgesehen. „Die Zusagen, im Februar 2014 Teilflächen ab 2018 an die Hansestadt Lüneburg abzugeben, wurden im September 2014 mit der Begründung „Eigenbedarf“ widerrufen. Das Bundesverteidigungsministerium macht ohne nachhaltige Begründung dicht“, beschreibt Ulrich Mädge die Situation.

Ausführlich sprachen die SPD-Politiker über den hiesigen Bedarf an neuen Flächen. „Nicht nur in Lüneburg, sondern auch im Landkreis brauchen wir noch Gewerbeflächen für die weitere Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes“, sagt Manfred Nahrsted. Einige Flächen seien bereits im Gespräch. Nun sollten zügig Verhandlungen beginnen, doch bisher stünden viele Zuständigkeiten nicht fest.

Für die nächsten Wochen fordern die SPD-Abgeordneten daher vom Bund vor allem eins: Klarheit. „Wir brauchen verlässliche Angaben und Informationen“, so Andrea Schröder-Ehlers. Lars Klingbeil und Hiltrud Lotze wollen sich dafür in Berlin einsetzen. „Ich werde mit den entsprechenden Stellen Rücksprache halten und auf die Problematik hinweisen“, sagt Lars Klingbeil.

14 Kommentare

  1. Tolles Foto wieder

    Thema: Heiteres Versteckspiel unter Sozis.

    Sicher, im Fokus der Gesprächsrunde stand die Nachnutzung von Flächen der Theodor-Körner-Kaserne. Doch jetzt löst sich die gewaltige Anspannung des mehrminütigen konzentrierten gemeinschaftlichen Deliberierens gerade in der Vorfreude aufs gesellige Mittagsmahl in der behaglichen Atmosphäre der historischen Lüner Mühle.

    Herr Oberbürgermeister Ulrich Mädge und die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers scheinen sich königlich darüber zu beömmeln, dass es ihnen, von ihren drei Kollegen unbemerkt, nur wenige Sekunden zuvor gelungen ist, das Nasivin-Fläschchen der Bundestagsabgeordneten Hiltrud Lotze blitzschnell hinter die Luftbildaufnahme an der Wand zu schieben, während der Bundestagsabgeordnete und Verteidigungspolitiker Lars Klingbeil und Landrat Manfred Nahrstedt zwar begreifen, dass es irgendetwas ungeheuer Lustiges gibt, sich aber meinen, während sie ratlos verunsichert in die Schultern gehen, fragenden Blickes an den Lichtbildkünstler „nh“ wenden zu müssen, der den kleinen Streich mit dem verräterisch angestrengt amüsierten Bemühen um eine professionell versteinerte Miene beobachtet hat: „Hilf uns auf die Sprünge, Burschi, was war Nasivin nochmal?“

  2. @ Tolles Foto wieder

    Klasse Bildbeschreibung! Dank an Sie und an die LZ-Bildredaktion! Sie haben uns einen lachtränenreichen Moment beschert!

    Aber Manni, der so supergerne „als Dienstleister für schnelle Entscheidungen stehen“ und von jedermann liebgehabt werden möchte, ist sonst doch eigentlich nicht so schwer von Begriff.

    Könnte er andernfalls praktisch ununterbrochen „dafür sein“ (und über dieses, sein unermüdliches „Dafürsein“, dermaßen unermüdlich unterrichten), dass „die Attraktivität des Landkreises Lüneburg als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter steigt“ und mit dieser „Attraktivität“ auch „unser Platz in der Spitzengruppe der niedersächsischen Landkreise in der Metropolregion Hamburg“?

    Und würde sein Motto sonst wohl „Hoch hinaus!“ lauten?

    Bei alledem ist ihm „der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ganz wichtig“!

    Wer ihm also zu erklären wünscht, was „Nasivin nochmal” ist, der kann „alle zwei Monate während seiner Bürgersprechstunde in der Kreisverwaltung Lüneburg, Auf dem Michaeliskloster 4,“ durch den „Eingang Landrat“ gehen und Manfred Nahrstedt aufsuchen, um ihn über den intensiven Frische-Kick des neuen „Nasivin® mentholfrisch Salinsprays“ aufzuklären, und ihn sogar ausprobieren lassen, wie dessen einzigartige Kombination aus hochkonzentrierter hypertoner Kochsalzlösung, Dexpanthenol und erfrischendem Menthol natürlich abschwellend, reinigend und verkrustungslösend bei Schnupfen und verstopfter Nase hilft.

    Im Jahre 2015 kann man Verstopfungsprobleme des Riechorgans mit unsern Manni auch ohne Anmeldung in der Zeit von 17.00 bis 18.00 Uhr am 5. März, 16. April in Neuhaus im Haus des Gastes, 18. Juni, 10. September und am 26. November 2015 in seinem Büro besprechen.

    Darüber hinaus hat er ein Bürgertelefon (04131-26-1000) geschaltet und freut sich immer auf unsere therapeutischen Erläuterungen Fragen, Anregungen und Ideen zur Nasenpflege und auch zur Technik des Nasenhaartrimmens im Landkreis Lüneburg. (http://www.manfred-nahrstedt.de/)

  3. Sie haben uns einen lachtränenreichen Moment beschert!uns? Sitzen Sie aus Sparsamkeitsgründen mit mehreren vor dem Computer?

    • Ja, Herr Asül, denn ob Sie es nun glauben oder nicht, nicht nur in Reppenstedt, sondern auch in Lüneburg gibt es noch lernwillige, sprachlich und beruflich gut in die Stadtgesellschaft integrierte Großfamilien in überteuerten Dreizimmerwohnungen am Rande von Prekariatsghettos à la Kaltenmoor, die nur einen einzigen altersschwachen Computer für Kind und Kegel besitzen und in denen trotzdem alle Erwachsenen die absurden Geländegewinn-Possen der herumalbernden lokalpolitischen SPD-Prominenz genießen möchten, die sich nach „mehrminütigem konzentriertem gemeinschaftlichem Deliberieren gerade in der Vorfreude aufs gesellige Mittagsmahl in der behaglichen Atmosphäre der historischen Lüner Mühle“ von einem LZ-„Lichtbildkünstler“ zum Zwecke des einträchtigen medialen Weggrinsens drückender sozialer Probleme fotografieren lässt.

  4. Künstler und seine Freiheiten

    Der neue Duden – Was uns die neue deutsche …

    … Rechtschreibung eigentlich sagen will:

    Al-bum — Explosion des ganzen Universums
    Aus-puff — Bordell geschlossen
    Di-lemma — Andere Schreibweise für „Die Schafe“
    Ein-wand-frei — Ein Haus mit nur drei Wänden

    Erd-kunde — Ein Landkäufer
    Fass-ade — Nie wieder saufen
    Feld-herr — Mann auf der Wiese
    Fis-kus — Bösartiges Knutschen

    Geistes-abwesenheit — Gespenstermangel
    Golf-strom — Deutsche Autobahn
    In-sekt — Modischer Schaumwein

    Kata-strophe — Gedichtet am Tag nach dem Rausch
    Miss-verständnis — Die schönste Psychologin
    Mini-mum — Ganz kleiner Mut

    Näh-maschine — Gerät, das die Arbeit verweigert
    Ohr-feige — Mensch, der sich vor den Ohren fürchtet
    Schlaf-rock — Sehr langweilige Musik

    Grüner Star — Joschka Fischer
    Steuer-knüppel — Waffe zur Eintreibung staatlicher Abgaben
    Stuhl-gang — Bande, auf Raub von Sesseln spezialisiert hat

  5. »Ein Hurra auf die Skepsis! Zweifeln ist so geil. Zweifeln als Herangehensweise an Welt und Wahrnehmung, als Grundeinstellung gegenüber dem unablässigen Behauptungshagel ist fast schon eine Form von Notwehr.

    Die Skepsis versucht, durch behutsamen Zweifel, durch punktgenaues Hinterfragen zu verstehen. Sich zweifelnd Wissen erarbeiten, sich anstrengen, sorgfältig sein, denken, fragen und wieder nachdenken, leise sein, statt laut und unüberprüft herumzuglauben. Den Wert der Skepsis für die moderne Wissenschaft und damit für die durchtechnisierte Welt von heute kann man kaum hoch genug einschätzen. Die Frage „Aber stimmt das überhaupt?“ kann der Beginn einer Wissensreise über das Warum und das Wie bis hin zum vorläufigen Verständnis sein.

    Aber es gibt keine gute Idee, die nicht auch Wirrläufer produziert. Skepsis ist da keine Ausnahme. Die Medienmaschinerie hat im Verbund mit dem Internet einen schlechten Bastard der Skepsis ans bildschirmfahle Licht gebracht. Ein düsterer, dümmlicher Zwilling der Skepsis, den es schon immer gegeben haben mag, der aber durch das Netz besonders sichtbar wurde und aus allen Spalten quillt: die bitterfalsche Pseudoskepsis, die mit ihren Dummheiten und Vorurteilen stets ganz vorne mit dabei sein will.

    Nichts glauben, schon gar nicht „den Heuchlern da oben“ !!! Drei Ausrufezeichen. „Lügenpresse“ !!!!!! Noch mehr Ausrufezeichen. Doch Skepsis fragt, Pseudoskepsis ruft aus. Skepsis sucht nach Stärken, Pseudoskepsis lauert auf Schwächen. Skepsis wartet ab, Pseudoskepsis drängt sich auf. Die Schaumkrone der Pseudoskepsis bildet die Verschwörungstheorie, welche die Beweislast mithilfe des Zweifels schlicht umdreht: Zweifel an A werden als Beweis für B betrachtet. Idiotien werden als „Tests“ deklariert. Und im Nachhinein war sowieso jede begangene Dummheit genau andersherum „gemeint“. Wer reagiert, hat verloren. Er hat sich „Schuhe“ angezogen und ist vom Eselsdung zum Esel gemacht worden. „Wer mit einem Scheißdreck rammelt – er gewinne oder verliere: er gehet beschissen davon“, warnte bereits Luther.

    Skepsis in ihrer aufklärerischen Urform bedeutet immer, den eigenen Standpunkt in Frage zu stellen. Die Pseudoskepsis dagegen zweifelt an allem außer an sich selbst.

    Eine tiefe Selbstgerechtigkeit wird von der Pseudoskepsis dick gefüttert. Die fühlt sich gut an. Man kann eine Form von Autosuggestion darin erkennen, eine Reaktion auf die zunehmende und verstörende Komplexität der Welt: Man erfüllt sich den Wunsch nach Klarheit, nach Eindeutigkeit und nach Einfachheit per Dekret: Das ist jetzt aber wahr, weil es wahr sein soll. Gefälligst. Geht gar nicht anders. Kommt ja von mir.

    Nebenbei stellt sich eine merkwürdige Parallele zwischen denen ein, die hysterisch „Lügenpresse“ schreien, und denjenigen Medienleuten, die sich beim besten Willen nicht erklären können, worin dieser Schrei gründen könnte. Das Hinterfragen des eigenen Standpunkts erscheint nicht unbedingt als allergrößte Stärke des deutschen Journalismus. Eigentlich ja von niemandem.

    Das gibt der Pseudoskepsis Nahrung. Da gefällt sie sich und saugt sich fest. Wenn die so sind, darf ich mich überlegen wähnen. Der Vorwand, kritisch zu sein, wird bei der ersten Gelegenheit zum Anschwärzen und Krakeelen, die sich bietet, aufgegeben.

    Eine Pseudoskepsis, eine selbstgerechte, scheinkritische Haltung – sie ist der wahre Nährboden aller Verschwörungstheorien und aller lästigen Gemeinplätze, die sie unaufhörlich herbeischafft.

    Die falsche Skepsis von der Skepsis zu unterscheiden, das könnte die Aufgabe einer neuen Aufklärung sein. Vielleicht.

    Die offenkundig Verwirrten sind überzeugt, dass Flugzeuge im Regierungsauftrag Chemikalien versprühen und dass ehemalige Pressesprecher zweifelhafte Journalisten sein müssen. Und wir anderen, die wir uns sonnen im Licht der selbstbehaupteten Klugheit? Sind wahrscheinlich bloß weniger offenkundig verwirrt. Wir geben uns mehr Mühe. Aber ein Grund für Stolz ist das nicht.«

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-kolumne-pseudoskepsis-zweifelt-an-allem-ausser-an-sich-selbst-a-1016636.html