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Bananen schälen und stückeln ist für die Drittklässler Tom, Marten, Jamila und Adelina (v.l.) dank des Schulobstprogramms zu einer leichten Aufgabe geworden. Foto: t&w
Bananen schälen und stückeln ist für die Drittklässler Tom, Marten, Jamila und Adelina (v.l.) dank des Schulobstprogramms zu einer leichten Aufgabe geworden. Foto: t&w

EU-Schulobstprogramm läuft an Grundschule Hasenburger Berg +++ mit LZplay-Video

mm Lüneburg. Zu Beginn des Schuljahres hat die Landesregierung das EU-Schulobstprogramm an niedersächsischen Schulen eingeführt. In Lüneburg haben sich dafür einige Grund- und Förderschulen beworben. Sie bekommen nun frisches Obst und Gemüse ins Haus geliefert. Wie die Grundschule Hasenburger Berg.

9 Uhr: Für die Schüler in der Klasse 3b ist jetzt Zeit für einen kleinen Pausensnack. Aber keinen Schokoriegel, sondern einen gesunden Happen. Dafür haben vier Schüler Bananen geschält, gestückelt und serviert.

Die Bananen stammen vom Hof Elbers, einem Demeter-Betrieb in Nettelkamp nahe Uelzen. Natürlich aber nicht originär. Die Plantage liegt Tausende Kilometer entfernt in der Dominikanischen Repu­blik. Auf dem Hof Elbers werden die gelben Früchte erst schulfertig verpackt. Bäuerin Anke Hennings und ihre Helfer befüllen die Schulobsttüten. „Uns ist es eine Herzensangelegenheit, Kinder an Obst und Gemüse heranzuführen“, sagt die Landwirtin. Jeder Schüler bekommt pro Lieferung eine Portion Obst oder Gemüse von 100 Gramm. Für jede Lieferung bekommen die Landwirte Geld von der EU. Für eine Schülerportion gibt es 35 Cent Zuschuss, die Belieferung einer ganzen Schulklasse kann also mit rund acht Euro verbucht werden.

Drei Mal pro Woche rollt ein Transporter aus Nettelkamp am frühen Morgen vor dem Schulgebäude an. An Bord sind dann beispielsweise Äpfel, Bananen, Möhren, aber auch Paprika, Kiwis oder Sellerie. Die Angebots­palette an frischem Obst und Gemüse für die Schüler ist groß.

Seit Oktober beliefert Hof Elbers die Grundschule Hasenburger Berg und die Anne-Frank-Schule. Noch weitere Schulen in Lüneburg beziehen frisches Obst und Gemüse, das aber von anderen Lieferanten aus der Region.

Angekommen in der Grundschule Hasenburger Berg, werden die Bananen zum Verzehr vorbereitet. Allerdings zählten sie bei den Schülern nicht unbedingt zu den beliebten Obstsorten, weiß Klassenlehrerin Susann Sanders. Zu den Favoriten rechnet sie Paprika und Kiwi. Doch: „Die Kiwis sind noch schwierig zu essen im Moment, weil noch Löffel fehlen“, sagt Sanders.

Sonst liegt aber alles bereit. Messer, Teller und Schalen wurden vom Förderverein mit Unterstützung der Lüneburger Sparkasse gesponsert. Und auch eine Bio-Abfalltonne wurde aufgestellt, bezahlt von der GfA Lüneburg. Darin verschwinden geschälte Überbleibsel wie die Bananenschalen. Mit der kompostierten Erde soll bald ein Schulgarten angelegt werden.