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Die Kapelle auf Gut Schnellenberg leuchtet in Anmut und Schönheit. Besitzer Wasmuth von Meding hat für die Restaurierung auch Zuschüsse der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten. Foto: A/t&w
Die Kapelle auf Gut Schnellenberg leuchtet in Anmut und Schönheit. Besitzer Wasmuth von Meding hat für die Restaurierung auch Zuschüsse der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten. Foto: A/t&w

Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt Projekte in der Region vor

ca Lüneburg. „Tue Gutes, und rede darüber“ zum Beispiel, um andere zu animieren, sich auch zu engagieren. Das könnte das Motto einer Broschüre der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sein, die sich mit Baudenkmälern in der Region beschäftigt und die seit heute vorliegt.

Wer in Lüneburg lebt, ist reich beschenkt, denn an jeder Ecke stößt man auf Kostbarkeiten. Egal, ob man die Anmut des Brömse-Hauses Am Berge bestaunen möchte oder über den augenzwinkernden Witz der Figuren an der Baumstraße 3 lächelt, immer wieder wird ein Lüneburg-Bummel belohnt. Im Brömse-Haus, benannt nach einer Patrizier-Familie und heute Sitz der Deutsch-baltischen Kultur-Stiftung, ist eine prächtige Stuckdecke ebenso ein „Hingucker“, wie Deckenmalereien und ein rustikaler Gewölbekeller. Die Figurenreihe an der Baumstraße bedeutet Spott: Eine wohl schwangere Nonne hält sich den Bauch, ein Mönch feiert mit Dudelsack Kritik an der katholischen Kirche nach der Reformation. Kühle Protestanten halten nichts vom Überschwang, der kirchliche Regeln links liegen lässt.

Es braucht den Einsatz von Privatleuten, Vereinen, aber auch von Kommunen und Kirchen, um diese Zeugen einer vergangenen Zeit zu bewahren. Und da es in der Regel der aufwändigen Arbeit von Restauratoren bedarf, ist ein altes Gemäuer nicht nur eine Freude, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. Daher sind Eigentümer froh, wenn sie für Sanierungen und Restaurierungen Zuschüsse erhalten.

Ein Partner ist die Stiftung Denkmalschutz. Deren regionaler Vertreter, Prof. Dr. Paul Georg Lankisch, und seine Mitstreiter im Ortskuratorium setzen sich dafür ein, Geld für lokale Projekte zu erhalten. So gab es etwa einen Zuschuss für das neue Geläut von St. Johannis, den Erhalt einer kunstvollen Tapete im Haus der Familie Kahle an der Neuen Sülze und die Terrakotta-Medaillons an der Industrie- und Handelskammer.

Die Projekte, welche die Stiftung in den vergangenen Jahren in Stadt und Kreis unterstützt hat, sind quasi in der Broschüre versammelt. Autoren erklären fachkundig, welche Bedeutung und Geschichte die Häuser und Objekte haben.

Das Heft ist in der Buchhandlung Lünebuch am Markt gegen eine Spende erhältlich.