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Dutzende Spurenordner reihen sich bei der Polizei aneinander. Doch der entscheidende Hinweis auf Katrin Konert fehlt Foto: ca
Dutzende Spurenordner reihen sich bei der Polizei aneinander. Doch der entscheidende Hinweis auf Katrin Konert fehlt Foto: ca

Das Warten auf Katrin Konert – Berlinale-Film beschäftigt sich mit verschwundenem Mädchen

ca Lüchow. Sie wollte als Anhalterin von ihrem Freund in Bergen/Dumme nach Hause trampen. Doch dort, in Groß Gaddau, kam Katrin Konert nie an. Seit dem Neujahrstag 2001 ist die damals 14-Jährige verschwunden. Die Polizei hatte fieberhaft nach ihr gesucht, sogar Jets der Bundeswehr waren im Einsatz, um mit einer Wärmesensorik Spuren des Mädchens zu finden. Alles vergeblich, von der Jugendlichen gibt es bis heute kein Lebenszeichen. In Zusammenarbeit mit der Polizei ist eine Dokumentation über den Kriminalfall entstanden, die morgen, Mittwoch, auf der Berlinale in Berlin zu sehen ist. Am Montag, 23. Februar, 23.15 Uhr zeigt der NDR den Beitrag „Blitzeis Das Warten auf Katrin“.

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Andreas Rusche lässt der Fall nicht los. Bei dem Polizisten in Lüchow laufen die Hinweise auf den Fall Katrin Konert noch immer zusammen. Auch er kommt in der einstündigen Dokumentation zu Wort. Foto: ca

 

Einen Teil des Weges konnten Ermittler wie Andreas Rusche, bei dem noch heute Hinweise zusammenlaufen, rekonstruieren. Danach ging Katrin gegen 19 Uhr 500 Meter von ihrem Freund zu einer Bushaltestelle, dort muss sie in ein Auto gestiegen sein, um die 15 Kilometer Heimweg hinter sich zu bringen. Möglicherweise traf sie so ihren Mörder. Die Polizei hatte mögliche Verdächtige im Visier. Doch die Ermittler konnten am Ende nicht nachweisen, dass sie etwas mit dem Verschwinden Katrins zu tun hatten. Ab und an kamen Hinweise, sogar aus der Türkei, von Personen, bei denen sich Katrin angeblich gemeldet haben sollte, oder aber Zeugen, die glaubten, sie erkannt zu haben. Doch am Ende verlief alles im Sand.

Regisseur Michael Heuer hat Katrins Familie 13 Jahre lang begleitet, ihr Warten und Hoffen auf ein Lebenszeichen. Er hat ihre Angst, aber auch Mitgefühl, das die Familie erlebte, dokumentiert. Er beschäftigt sich mit den Fragen, wie die Familie heute lebt. Wie geht man mit der Ungewissheit um? Glaubt die Polizei noch daran, eine Spur von Katrin zu finden?