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Auch die Verwendung des aufgestellten Zeltdaches soll die neue Gestaltung der 2010 eingeweihten Waldbühne Salzhausen berücksichtigen. Foto: be
Auch die Verwendung des aufgestellten Zeltdaches soll die neue Gestaltung der 2010 eingeweihten Waldbühne Salzhausen berücksichtigen. Foto: be

Salzhäuser Waldbühne soll bepflanzt werden

emi Salzhausen. Wird sich bald ein Leuphana-Student mit dem Thema „Tourismus in Salzhausen“ befassen? Das jedenfalls sieht ein Antrag der Gruppe SPD/Grüne/Mestmacher vor, der am Donnerstag, 12. Februar, ab 19.30 Uhr Thema im Ausschuss für Kulturelles, Vereinsförderung, Dorferneuerung und Landschaftspflege der Gemeinde Salzhausen ist. Auch ein Gestaltungskonzept für die Waldbühne am Paaschberg wird dann behandelt.

„Bisher wird der Ort nicht so gut angenommen, denn wir sind dort sehr witterungsabhängig“, sagt Gemeindedirektor Wolfgang Krause. Da eine richtige Bühne bis zu 80000 Euro kosten und einen professionellen Betreiber erforderlich machen würde, denke man nun als Alternative über eine Bepflanzung nach. Carsten Janßen vom Lüneburger Planungsbüro Patt wird das neue Konzept in der Sitzung im Rathaus Salzhausen präsentieren.

Vorgesehen ist, die Bühne durch drei versetzt angeordnete Hain- oder Rotbuchenhecken in einen vorderen und einen hinteren Bereich einzuteilen. Die Gestaltung soll als eine Art natürlicher Bühnenhintergrund dienen und den Schauspielern einen Schutzraum bieten, in dem sie vom Publikum nicht gesehen werden. Die Hecken sollen rund vier Meter hinter einer gedachten Verbindungslinie der beiden äußersten Sitzterrassenendstücke beginnen.

Entlang des Zauns, der die Waldbühne vom Kindergartengrundstück abtrennt, soll zusätzlich eine rund 1,20 Meter hohe Hecke gepflanzt werden, um den Blick der Zuschauer auf den Kindergarten mit seinen gelben Fenstern abzumildern.

Optional könnten zusätzlich schräg und gerade aufgestellte, geschälte, natürlich gewachsene Douglasien-/Lärchen- oder auch Robinienstämme für eine waldähnliche Kulisse sorgen. Eine weitere Option wäre, die Teilflächen an den Übergängen zu den Tribünen mit Waldsteinie, Goldbeere, farbenfroh zu betonen. Um den Elektrokasten vor den Zuschauern abzuschirmen, könnte auch er bepflanzt oder bemalt werden.

Eine erste Kostenschätzung hat ergeben, dass für die Baustelleneinrichtung sowie für Erd-, Pflanz- und Saatarbeiten Kosten in Höhe von rund 13500 Euro anfallen würden.

Weitere Tagesordnungspunkte sind das Kulturbudget 2014 und ein Antrag der Gruppe SPD/Grüne/Mestmacher zum Thema „Tourismus in Salzhausen“. Nach Ansicht der Antragsteller wird dem Wirtschaftsfaktor „Touristik“ in Salzhausen im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Nähe, beispielsweise Amelinghausen, zu wenig Bedeutung beigemessen. Um die eigenen Potenziale zu erkennen und Handlungsvorschläge zu bekommen, beantragt die Gruppe um ihren Sprecher, das Thema als Bachelor-Projekt der Leuphana anzubieten. „Wir könnten so kostengünstig eine wissenschaftliche Analyse mit entsprechender Agenda zum Thema erhalten“, schreibt Ernst-Hinrich Hornbostel.