Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Der Ostheider ,,Dörferbus mit den ehrenamtlichen Fahrern und Koordinatoren (v.l.): Heinz Ehrlich, Fritz Decker, Raphaela Reiß, Stephanie Meyer, Klas-Doeter Deipel, Bernd Hein und Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer. Foto: nh
Der Ostheider ,,Dörferbus mit den ehrenamtlichen Fahrern und Koordinatoren (v.l.): Heinz Ehrlich, Fritz Decker, Raphaela Reiß, Stephanie Meyer, Klas-Doeter Deipel, Bernd Hein und Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer. Foto: nh

Der „Dörferbus“ macht mobil – Kommunaler Fahrdienst in der Samtgemeinde Ostheide gestartet

kre Barendorf. Seit Anfang des Monats rollt der „Dörferbus“ in der Samtgemeinde Ostheide. Ein weißer Transporter mit dem Wappen der Samtgemeinde auf der Fahrer- und der Beifahrertür. Am Steuer: 14 ehrenamtliche Fahrer, die abwechselnd den Fahrdienst übernehmen. „Jetzt hoffen wir, dass der Dörferbus auch genutzt wird“, sagt Ostheides Bürgermeister Norbert Meyer (SPD), denn das Projekt ist zunächst als Versuch für ein Jahr geplant.

Mit dem Angebot will die Samtgemeinde die Mobilität innerhalb der Samtgemeinde verbessern. Denn wer kein Auto besitzt und nicht gerade in Neetze, Barendorf oder Bavendorf also entlang der Schnellbuslinien wohnt, der kommt nur schlecht aus seinem jeweiligen Ort weg. Und ganz problematisch wird es für den, der etwa aus Neetze nach Barendorf zur Samtgemeinde muss, um beispielsweise Verwaltungsangelegenheiten zu regeln. Eine Querverbindung zwischen den beiden Ostheider Gemeinden gibt es nämlich nicht. Das heißt also: Die Neetzer müssen zunächst mit dem Bus nach Lüneburg fahren und dort umsteigen in den Bus nach Barendorf. Genauso langwierig gestaltet sich dann auch der Rückweg: Von Barendorf gehts zunächst mit dem Bus nach Lüneburg und von dort zurück nach Neetze. Doch nun soll der „Dörferbus“ für mehr Mobilität bei all denen sorgen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Die sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation kein eigenes Auto leisten können, für die Taxi- und selbst Busfahrten zu teuer sind. Auch Asylbewerber, die in der Samtgemeinde Ostheide untergebracht sind, dürfen den ,,Dörferbus“ nutzen. Genauso, wie Personen, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen und daher nicht mobil sind.

Vor ihrer ersten Fahrt müssen die Fahrgäste ihre Bedürftigkeit bei der Samtgemeinde nachweisen, dann erhalten sie einen Fahrausweis. ,,Dieses Procedere versuchen wir aber so unbürokratisch wie möglich zu handeln“, verspricht Dennis Neumann von der Samtgemeindeverwaltung Ostheide.

Neu ist die Idee des kommunalen Fahrdienstes nicht: In Bienenbüttel und in Amelinghausen gibt es bereits solche Initiativen, in Bleckede startet sie demnächst. Und in Dahlenburg und in Scharnebeck werden ebenfalls entsprechende Überlegungen angestellt.

Der „Dörferbus“ in Ostheide wird zweimal wöchentlich montags und donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr auf Abruf fahrbereit sein. Angesteuert werden Fahrtziele im Samtgemeindegebiet und in Lüneburg. Die Fahrtwünsche müssen allerdings zwei Tage vorher unter Tel.04137/800831 oder 800833 angemeldet werden. Außerdem wird es einmal im Monat, immer dienstags, eine „Ämterfahrt“ zum Rathaus in Barendorf geben.