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Gerade neu gemacht und doch nicht ganz dicht: Beim Dach über dem Taubenhof des Rathauses musste jetzt nachgebessert werden. Foto: t&w
Gerade neu gemacht und doch nicht ganz dicht: Beim Dach über dem Taubenhof des Rathauses musste jetzt nachgebessert werden. Foto: t&w

Tauben bleiben hartnäckig – Stadt muss neue Glasdachkonstruktion im Rathaus-Hof nachbessern

us Lüneburg. Als im Mai vergangenen Jahres der Taubenhof im Lüneburger Rathaus nicht nur ein neues Glasdach, sondern mit „Kleiner Ratshof“ auch gleich einen neuen Namen bekam, hoffte die Stadt, sich nun endlich auch des lästigen Taubendrecks entledigt zu haben. Doch die Verwaltung hat offenbar nicht mit der Hartnäckigkeit der gurrenden Vogelschar gerechnet, die ihre liebgewonnene Heimstätte nicht ganz spurlos aufgeben will. Die Folge: Drei Wochen lang musste jetzt der Innenhof wegen Reinigungs- und Nachbesserungsarbeiten gesperrt werden.

„Wir hatten erhöhten Reinigungsaufwand“, erklärt Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck. Denn trotz der neuen Dachkonstruktion, für die die Stadt 66000 Euro auf den Tisch gelegt hat und die nicht nur vor Vogelschiet, sondern auch vor den Unbilden des Wetters schützen sollte, „spritzt es an den Seiten hindurch“. Ursache waren Tauben, die sich in Nischen an der Wand eingerichtet hatten. „Das sind aber nicht sehr viele, rund 98 Prozent unseres Taubenproblems sind wir los“, sagt die Stadtpressesprecherin.

Doch die wenigen Tauben reichen offenbar aus, jetzt neue Lösungen finden zu müssen, um der Rest-Plage Herr zu werden. „Das Problem haben andere Städte auch. Einige setzen Falken ein, die Jagd auf die Tiere machen“, berichtet Moenck. Auch könne man versuchen, andere Nistplätze anzubieten. Allerdings gehe sie nicht davon aus, dass diese Varianten in Lüneburg zur Anwendung kommen werden. „Das Ausmaß ist ja ein anderes. Wir haben nur noch eine Stelle, die wir in den Griff bekommen müssen.“ Die wurde jetzt erstmal mit Draht so weit bearbeitet, dass sie Tauben keinen Ruheplatz mehr bietet.

Trotz der Undichtigkeiten sei man mit der Dachkonstruktion aber insgesamt sehr zufrieden, bekräftigt Moenck. „Die jetzige Situation mit dem neuen Zugang zum Rathaus über den Hof ist sehr viel benutzer- und denkmalfreundlicher.“ Auch seien der Stadt keine zusätzlichen Kosten entstanden, die Arbeiten hätten noch im Rahmen der Gewährleistung ausgeführt werden können.