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Die Verkehrsführung an der Kreuzung Schießgrabenstraße/Lünertorstraße, auch Scholze-Kreuzung genannt, ist nun ein weiteres Mal geändert worden. Foto: A./us
Die Verkehrsführung an der Kreuzung Schießgrabenstraße/Lünertorstraße, auch Scholze-Kreuzung genannt, ist nun ein weiteres Mal geändert worden. Foto: A./us

Es geht wieder geradeaus an der Scholze-Kreuzung

us Lüneburg. Gut drei Wochen hat der Test an der Scholze-Kreuzung gedauert, nun kam die Einsicht der Stadtverwaltung: Das Geradeausfahrverbot für Fahrzeuge aus Richtung Bleckeder Landstraße hat sich nicht bewährt. „Das war uns schnell klar geworden“, sagt Uta Hesebeck, Bereichsleiterin Straßenbau bei der Stadt Lüneburg. Gewerbetreibende hätten reklamiert, dass viele ihrer Kunden nicht mehr den Weg zu den Geschäften und Anliegern rund um die Lünertorstraße gefunden haben. Am Montag soll die Fahrbahnführung und Ampelschaltung an der Kreuzung daher erneut geändert werden, ein komplettes Zurück zur alten Variante ist aber nicht geplant.

„Wir wollen auf jeden Fall die neue Rechtsabbiegerspur beibehalten, denn dadurch ist der Abfluss des Verkehrs in Richtung Schifferwall deutlich besser geworden“, sagt Uta Hese­beck. Wie berichtet, hatte die Stadt im vergangenen Monat nicht nur die Ampelschaltung, sondern auch die Fahrspuren an der Scholze-Kreuzung geändert. Seitdem konnten Autofahrer nur noch links oder rechts abbiegen, nicht aber weiter geradeaus fahren in Richtung Alter Hafen. Das hatte zu Unmut bei Anwohnern und nun auch bei Gewerbetreibenden geführt.

Da die Spur für Rechtsabbieger beibehalten werden soll, müssen sich Geradeausfahrer und Linksabbieger künftig eine Spur teilen. Weil damit aber der Geradeausverkehr in Richtung Alter Hafen weiter in die Straßenmitte rückt und so frontal auf den von Westen aus der Lünertorstraße kommenden Gegenverkehr stoßen würde, soll dieser erst zeitversetzt Grün bekommen. Mit anderen Worten: Fahrzeuge, die von Westen aus der Lünertorstraße kommen, erhalten eine gesonderte Grünphase, die ihnen die freie Fahrt in alle Richtungen ermöglicht.

„Diese neue Grünphase wird nur etwa 4 bis 5 Sekunden dauern, das müsste für das geringe Verkehrsaufkommen aus diesem Gebiet reichen“, glaubt Uta Hesebeck. Da aber auch diese Zeit in die Ampelphase eingeplant werden muss und die Stadt den 90-Sekunden-Umlauf so lange dauert es von einer Grünphase bis zur nächsten nicht verlängern will, wird künftig die Grünphase für den Verkehr auf dem Stadtring entsprechend gekürzt. „Eine andere Lösung sehen wir zurzeit nicht.“ Als neue Testphase will sie die Änderung zwar nicht bezeichnen, eine erneute Anpassung schließt sie aber auch nicht aus: „Optimieren müssen wir ständig.“ Die Arbeiten zur Änderung der neuen Regelungen an der Scholze-Kreuzung finden am Montag zwischen 9.30 und 10 Uhr statt.

Auch an der benachbarten Scharff-Kreuzung gibt es eine Neuerung: Autofahrer, die von der Scholze-Kreuzung kommend dort rechts in die Altenbrückertorstraße abbiegen wollen, müssen seit kurzem warten, bis die neu installierte Ampel mit rotem Rechtsabbiege-Pfeil erloschen ist. „Damit soll Fußgängern, die an der Stelle die Altenbrückertorstraße überqueren wollen, mehr Sicherheit gegeben werden“, erläutert Uta Hesebeck. Für Radfahrer gilt diese Regelung nicht, sie können weiterhin auch bei Fußgänger-Grün die Kreuzung queren oder rechts abbiegen.

One comment

  1. Ich finde die jetzige Ampelschaltung sehr gut. Allerdings müssen sich noch viele Autofahrer, an die parallel zur Autoampel geschaltete Radfahrerampel, gewöhnen. Viele biegen, wenn die Fussgängerampel auf ROT springt rücksichtslos rechts ab. Wollen „IHR RECHT“ mittels Hupe gewaltsam duchsetzen und verkennen, dass die geradeausfahrenden Radfahrer immer noch GRÜN haben!
    Da sollte die Polizei kontrollieren um Schlimmeres zu Vermeiden!