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Vio ist gefragt, die Produktion läuft auf Hochtouren. Foto: A/be
Vio ist gefragt, die Produktion läuft auf Hochtouren. Foto: A/be

Coca-Cola-Konzern will Quell im Lüner Holz in Betrieb nehmen

ca Lüneburg. Das Geschäft mit dem Lüneburger Wasser läuft gut: Mehr als 27 Millionen Kisten Vio und andere Erfrischungsgetränke hat der Coca-Cola-Konzern in der Goseburg im vergangenen Jahr abgefüllt. Um flexibler zu sein, möchte das Unternehmen einen zweiten Brunnen nutzen. Die Anschlüsse sind fertig. Doch der Konzern möchte grünes Licht für die Nutzung haben und hat bei der Stadt einen sogenannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt. Am Donnerstag, 26. Februar, diskutiert der Umweltausschuss des Rates darüber. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Traubensaal des Rathauses.

Das Thema ist bekannt. Vor knapp zwei Jahren hatten Bohrungen im Lüner Holz begonnen, längst sind sie abgeschlossen. Auch im Ausschuss haben die Mitglieder die Angelegenheit bereits besprochen. Dabei hatten Verwaltung und Unternehmen betont, es gehe nicht darum, die Fördermenge zu erhöhen, sondern um mehr Sicherheit.

So sieht es Unternehmenssprecherin Anja Schenk auch jetzt: „Mit Hilfe des zweiten Brunnens erreichen wir eine höhere Flexibilität bei der Abfüllung, ohne die Gesamtfördermenge zu erhöhen.“ Denn müssen Arbeiter Wartungsarbeiten erledigen, „steht die Abfüllanlage still“. Über unterirdische Leitungen solle das Wasser, das vor allem für die Marke Vio genutzt wird, zum Werk an der Goseburgstraße gepumpt werden. So könne weiter produziert werden.

Das Werk darf pro Jahr bis 350000 Kubikmeter Wasser fördern. Diesen Wert schöpft die Coca-Cola-Tochter Apollinaris, welche die Genehmigung beantragt hat, aber nicht aus. Im Jahr 2012 lag der Wert bei etwas mehr als der Hälfte.